DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Weiter keine Einigung in Ampel-Koalition auf Atomkraft-Reserve
Die Ampel-Koalition kann sich weiterhin nicht auf die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorgeschlagene Atomkraft-Reserve einigen. Ein für Montag geplanter Kabinettsbeschluss sei nicht erfolgt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag der Nachrichtenagentur AFP mit. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.
Generalbundesanwalt ermittelt wegen Lecks in Ostsee-Pipelines
Die Bundesanwaltschaft hat wegen der Lecks in den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 Ermittlungen eingeleitet. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der vorsätzlichen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie der verfassungsfeindlichen Sabotage eingeleitet worden, teilten die Karlsruher Ermittler am Montag mit. Das Verfahren richte sich gegen Unbekannt.
Knot: EZB muss Zinsen auch im Oktober signifikant anheben - Agentur
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) muss seine Zinsen im Oktober nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot wie schon im September um 75 Basispunkte anheben. "Die jüngsten Daten zeigen, dass dies für uns nicht die Zeit zur Verlangsamung ist", sagte Knot laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei aber zu früh um zu sagen, wie groß dieser Schritt sein sollte. Die nächste EZB-Ratssitzung mit Zinsentscheidung findet am 26. und 27. Oktober statt. Der Niederländer Knot ist eine der prominenten geldpolitischen "Falken" in dem Gremium.
Centeno: EZB darf nicht zu aggressiv agieren
Die Europäische Zentralbank (EZB) darf nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Mario Centeno bei der Straffung ihrer Geldpolitik nicht zu aggressiv vorgehen. Portugals Notenbankchef Centeno sagt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bei einer Konferenz in Lissabon, dass eine Normalisierung der Geldpolitik zwar absolut notwendig sei, dass geldpolitische Entscheidungen aber gleichzeitig von Flexibilität und Proportionalität geleitet sein müssten.
Evans: Geldpolitik der Fed muss restriktiv sein
Die Federal Reserve wird nach Meinung von Charles Evans, Präsident der Chicagoer Fed, nach ihren Erhöhungen die Zinssätze hoch genug halten müssen, um die Wirtschaft abzuschwächen. Evans sagte bei einer Wirtschaftskonferenz, er erwarte, dass der Leitzins bis Anfang nächsten Jahres auf etwas mehr als 4,50 Prozent steigen und dann für einige Zeit auf diesem Niveau bleiben müsse.
+++ Konjunkturdaten +++
*US/Conference Board Index für Beschäftigungstrend Aug revidiert auf 118,48 von 119,06
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/AFP/apo/mgo
(END) Dow Jones Newswires
October 10, 2022 13:00 ET (17:00 GMT)
Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.
