Anzeige
❌
Mehr »
Sonntag, 27.09.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
+25 Jahre Tiefsee-Erfahrung: Warum der Meeresboden jetzt unsere Aufmerksamkeit braucht
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
915 Leser
Artikel bewerten:
(2)

DSGV fordert umfassende Energiewende und aufsichtliche Erleichterungen

DJ DSGV fordert umfassende Energiewende und aufsichtliche Erleichterungen

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Angesichts dauerhaft hoher Energiepreise hat der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Helmut Schleweis, neben den dringend notwendigen staatlichen Soforthilfen für betroffene Unternehmen und Privathaushalte eine umfassende und schnelle Energiewende gefordert. Bei der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Washington machte sich der DSGV in diesem Kontext für aufsichtliche Erleichterungen und mehr Kapitalspielräume für Kreditinstitute stark.

"Mit der Subventionierung von Energiekosten aus öffentlichen Haushalten kann nur begrenzt Zeit gekauft werden. Diese sehr kurze Zeit muss für eine wirksame Energiewende genutzt werden, die uns dauerhaft von zu hohen Energiepreisen unabhängiger macht und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erhält", erklärte Schleweis. Nie zuvor seien "so viele so grundlegende Transformationsprozesse gleichzeitig" zu bewältigen gewesen. Das werde für einige Jahre die ökonomische Substanz der deutschen Wirtschaft und der privaten Haushalte auf das Äußerste fordern. "Die günstigen Vorkrisenpreise bei Energie und Rohstoffen werden auf absehbare Zeit nicht wieder zurückkehren", hob er hervor.

Die deutsche Wirtschaft mit ihrer kräftigen Eigenkapitalsubstanz und ihrer hohen Innovationskraft werde dies aber bewältigen. Alle in deutscher Hand liegenden Energiequellen müssten genutzt werden, um über erhöhtes Angebot den Markt zu entlasten. Dauerhafte Einsparungen seien aber nur über eine "echte Energiewende" möglich. Hier solle durch kraftvolle Förderprogramme ein Schwerpunkt vor allem bei Immobilien gesetzt werden. Ziel solle sein, die jährliche Quote der energetischen Sanierungen zu verdoppeln. Darüber hinaus sei ein deutlich ehrgeizigerer Ausbau der Photovoltaik, von Windenergie Offshore und Onshore, der Wasserstoffproduktion am Standort regenerativer Energieerzeugungen und des Höchstspannungsleitungsnetzes notwendig.

Re-Globalisierung bereits im Gange 

Schleweis erwartete durch Aufteilung der Welt in Interessenblöcke eine neue Phase der Globalisierung. Die damit verbundene Neuorganisation der Lieferketten, der Produktionsstätten, der Absatzwege und auch der Lagerhaltung werde die exportorientierte deutsche Industrie in besonderem Maße fordern. Bereits jetzt erhöhten Industriebetriebe die Lagerbestände, verbreiterten ihre Zulieferbasis mit neuen Lieferanten und holten ausgelagerte Produktionsprozesse zurück ins Unternehmen. "Wir sehen bei unseren gewerblichen Kunden, dass der Prozess der Re-Globalisierung bereits im Gange ist und umfassende ökonomische Ressourcen fordert", sagte Schleweis. Die Finanzwirtschaft sei in dieser schwierigen Wirtschaftslage "Teil der Lösung".

Das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des DSGV, Karolin Schriever, forderte aufsichtliche Erleichterungen und mehr Kapitalspielräume für Kreditinstitute, um kurzfristig privaten Haushalten und Unternehmen durch eine wirtschaftliche Durststrecke helfen und mittelfristig kraftvoll vor allem die Energiewende finanzieren zu können. "Mit business as usual wird es nicht möglich sein, die von der Politik ausgerufene Zeitenwende zu gestalten", sagte sie. Dazu seien Entschlossenheit und mehr Risikobereitschaft notwendig. "Wir brauchen Regulierungen und aufsichtliche Verfahren, die dies unterstützen."

Schriever unterbreitete fünf Vorschläge für Entlastungen, die zu Krediterleichterungen für Kunden von Banken und Sparkassen genutzt werden könnten. Danach sollten die Einführung des antizyklischen Kapitalerhaltungspuffers und des Systemrisikopuffers für Wohnimmobilienrisiken bis zu den Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung verschoben, die Baseler Eigenkapitalregeln in der EU auf europäische Finanzmarkt- und Wirtschaftsstrukturen angepasst, die Überarbeitung aller Kreditprozesse durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement in den Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde verschoben, die Bankenabgabe ausgesetzt und die Möglichkeiten von Kreditmoratorien vorbereitet werden.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/mgo

(END) Dow Jones Newswires

October 14, 2022 11:12 ET (15:12 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt besonders gefährlich erscheint – und bei denen Anleger genauer hinschauen sollten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die KI-Euphorie ihren nächsten Realitätstest erlebt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.