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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne mit Unterstützung von der Wall Street aus

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne mit Unterstützung von der Wall Street aus

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen mit Unterstützung von der Wall Street die Gewinne am Montagnachmittag aus. Nach den jüngsten Kursturbulenzen zeigt sich der Markt damit stabilisiert. Befestigt zeigen sich auch die britischen Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger Titel fällt unter 4 Prozent. Hintergrund ist der Rückzieher des neuen britischen Schatzkanzlers in der Frage der Steuern. Einen Tag nach seiner Ernennung hat Jeremy Hunt "schwierige Entscheidungen" zur Korrektur der Wirtschaftspläne von Premierministerin Liz Truss angekündigt und auch Steuererhöhungen in Aussicht gestellt.

Bank of England beendet Anleihekäufe 

Am Markt wird aber bezweifelt, dass dies ausreicht, um die Gilts auf Dauer zu stabilisieren - zumal es seit Montag keine Anleihekäufe der Bank of England mehr gibt. Morgan Stanley urteilt, man müsse mehr Beweise für eine klare Änderung der Steuerpolitik sehen. Daneben halten sich Spekulationen, dass Premierministerin Liz Truss zum Rücktritt gedrängt werden könnte. Dies stütze Pfund und Gilts, heißt es am Markt.

Der DAX gewinnt 2,2 Prozent auf 12.707 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 2,1 Prozent auf 3.454 Stellen nach oben. Thomas Altmann von QC Partners warnt, neue Turbulenzen am Gilt-Markt hätten durchaus das Potential, auch auf andere Märkte überzuschwappen. "Ein erneuter Ausverkauf am Rentenmarkt könnte für neue Irritationen über alle Assetklassen hinweg sorgen", so der Vermögensverwalter. Zunächst ziehen aber auch die Kurse britischer Anleihen etwas an.

Für die Aktien von ITV geht es nach Berichten, dass die britische Rundfunkanstalt einen Teil seines Produktionsgeschäfts verkaufen könnte, um 8,5 Prozent nach oben. Demnach prüfe ITV aktiv die Zukunft seiner Produktionssparte ITV Studios, einschließlich der Frage, ob ein Anteil daran verkauft werden könne, berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

Die Aktie von Hargreaves Lansdown fällt in London um 3,1 Prozent, nachdem der im FTSE-100 notierte Finanzdienstleister einen Rückgang des verwalteten Vermögens im ersten Quartal gemeldet und mitgeteilt hat, dass Chief Executive Chris Hill beschlossen hat, sich zurückzuziehen. Das Netto-Neugeschäft lag für die Analysten von Jefferies unter dem Konsens und die Assets under Administration im Rahmen, aber die Erträge lagen deutlich über dem Konsens.

Lufthansa gewinnen 0,7 Prozent. Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings hat um Mitternacht ein dreitägiger Streik der Pilotinnen und Piloten begonnen. Laut Eurowings werden am Montag von rund 400 geplanten Flügen etwa 170 ausfallen. Einen Belastungsfaktor für die Lufthansa-Aktie stellt der Streik nicht dar.

Draeger fallen um 4,0 Prozent. Lieferverzögerungen und höhere Kosten haben dem Medizintechnikkonzern im dritten Quartal einen Umsatzrückgang und einen operativen Verlust beschert. Drägerwerk kann die Jahresziele nach eigenen Angaben nun nicht mehr erreichen.

Hypoport steigen 0,3 Prozent. Nach einem starken ersten Halbjahr geht das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen derzeit zurück, wie das Unternehmen mitteilte.

Morphosys mit starkem Wochenauftakt 

Für die Aktie von Morphosys geht es zum Start in die Woche um 8,5 Prozent nach oben. Der nächste Katalysator steht für die Analysten aus dem Hause Stifel am 30. November an, wenn der Partner von Morphosys, Roche, die Studiendaten zu Gantenerumab vorlegt. JP Morgan geht dagegen in einer Research-Note davon aus, dass erste Daten für den Antikörper gegen Alzheimer schon früher vorgelegt werden könnte, so ein Händler. Infolgedessen habe die US-Bank den Wert auf "Positive Catalyst Watch" genommen.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %    absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      3.454,09    +2,1%     72,36   -19,6% 
Stoxx-50        3.428,75    +1,8%     61,47   -10,2% 
DAX          12.706,74    +2,2%    268,93   -20,0% 
MDAX          22.985,37    +2,9%    652,74   -34,6% 
TecDAX         2.780,94    +2,4%     66,05   -29,1% 
SDAX          10.763,02    +2,0%    211,24   -34,4% 
FTSE          6.954,58    +1,4%     95,79   -7,1% 
CAC           6.060,94    +2,2%    129,02   -15,3% 
 
Rentenmarkt       zuletzt          absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,24           -0,11   +2,42 
US-Zehnjahresrendite    3,94           -0,09   +2,43 
 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- % Mo, 8:09 Uhr Fr, 17:03  % YTD 
EUR/USD          0,9790    +0,7%    0,9747   0,9753  -13,9% 
EUR/JPY          145,64    +0,9%    144,97   144,73  +11,3% 
EUR/CHF          0,9759    -0,2%    0,9774   0,9970  -5,9% 
EUR/GBP          0,8634    -0,4%    0,8640   0,8667  +2,8% 
USD/JPY          148,77    +0,2%    148,73   148,34  +29,2% 
GBP/USD          1,1339    +1,1%    1,1265   1,1248  -16,2% 
USD/CNH (Offshore)    7,1950    -0,3%    7,2076   7,2095  +13,2% 
Bitcoin 
BTC/USD        19.638,68    +2,5%   19.291,26 19.476,70  -57,5% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.     +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         86,68    85,61     +1,2%   +1,07  +23,2% 
Brent/ICE         93,18    91,63     +1,7%   +1,55  +26,7% 
GAS                VT-Settlem.         +/- EUR 
Dutch TTF         130,00    142,00     -8,4%   -12,00 +118,2% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag     +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.665,57   1.644,60     +1,3%   +20,97  -9,0% 
Silber (Spot)       18,85    18,28     +3,1%   +0,57  -19,2% 
Platin (Spot)       924,00    899,35     +2,7%   +24,65  -4,8% 
Kupfer-Future        3,47     3,44     +0,9%   +0,03  -21,6% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

October 17, 2022 10:07 ET (14:07 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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