DJ ProSiebenSat1 verringert Prognose für 2022
FRANKFURT (Dow Jones)--Die ProSiebenSat1 Media muss erneut die Jahresprognose verringern. Das wirtschaftliche Umfeld sei eingetrübt, teilte der Medienkonzern mit. Das Unternehmen geht jetzt im Gesamtjahr von einem Umsatz von rund 4,15 Mrd Euro sowie einem bereinigten EBITDA um die 650 Millionen Euro aus. Erst vor sechs Wochen hatte Prosieben die Prognose für das bereinigte EBITDA auf 780 Millionen Euro reduziert. Die Umsatzprognose hatte bislang auf 4,375 Milliarden Euro gelautet.
In den gesenkten Erwartungen sind für das bereinigte EBITDA des Konzerns negative Konsolidierungseffekte aus der vollständigen Übernahme der Streaming-Plattform Joyn sowie positive Effekte aus Kostenmaßnahmen enthalten. Gleichzeitig geht ProSiebenSat1 davon aus, dass die hochmargigen Werbeerlöse des Konzerns in der DACH-Region im vierten Quartal um voraussichtlich rund 130 Millionen Euro bzw rund 17 Prozent unter dem Vorjahr und auf Gesamtjahressicht um rund 160 Millionen Euro bzw rund 7 Prozent unter dem Vorjahr liegen werden. Auch das bereinigte Nettoergebnis und der bereinigte operative freie Cashflow sollen unter den bisherigen Prognosen liegen.
Die hohe Inflation, die Energiepreiskrise und die sich daraus ergebende Konsumzurückhaltung beeinträchtigten die Wachstumsaussichten des Commerce & Ventures-Segments. Vor diesem Hintergrund berücksichtigt ProSiebenSat1 im dritten Quartal 2022 eine einmalige, nicht zahlungswirksame Wertminderung auf Vermögenswerte der im Commerce & Ventures-Segment berichteten zahlungsmittelgenerierenden Einheit Nucom von rund 300 Millionen Euro. Diese Wertminderung hat keinen Einfluss auf das bereinigte Nettoergebnis der Gruppe, das die maßgebliche Kennzahl für die Dividendenpolitik des Konzerns ist.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/jhe/cln
(END) Dow Jones Newswires
October 27, 2022 15:53 ET (19:53 GMT)
Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.
