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MÄRKTE USA/Sehr fest - Quartalszahlen und Konjunkturdaten treiben

DJ MÄRKTE USA/Sehr fest - Quartalszahlen und Konjunkturdaten treiben

NEW YORK (Dow Jones)--Mit kräftigen Kursgewinnen hat sich die Wall Street ins Wochenende verabschiedet. Der Dow-Jones-Index gewann am Freitag 2,6 Prozent, der S&P-500 stieg um 2,5 Prozent und der Nasdaq-Composite um 2,9 Prozent. Kursgewinner waren mit 2.382 (Donnerstag: 1.746) Titeln klar in der Überzahl. Ihnen stand eine Minderheit von 801 (1.423) Verlierern gegenüber. Unverändert schlossen 108 (170) Titel.

Im Fokus standen Berichtsunternehmen, deren Ergebnisse überwiegend freundlich ausgefallen waren. Mehr als ein Wermutstropfen war dabei Amazon. Ein enttäuschender Ausblick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft des Einzelhändlers hat die Herausforderungen aufgezeigt, denen selbst die größten Unternehmen gegenüberstehen. Amazon berichtete am Donnerstag nachbörslich wie auch Apple, die besser abschnitt. Apple hat einen Rekordumsatz erzielt, wenn auch der iPhone-Umsatz etwas unter den Erwartungen blieb. Amazon sackten um 6,8 Prozent ab, während Apple 7,6 Prozent zulegten. An den Tagen zuvor hatten Meta, Alphabet und Microsoft mit schwachen Geschäftszahlen aufgewartet.

Die Ergebniszahlen der großen Technologieunternehmen werden genau beobachtet, da sie ein Indikator für das Wirtschaftswachstum und die Stärke der Verbraucher sind - zusätzlich zu der Tatsache, dass die Aktien dieser Unternehmen in den Nasdaq-Indizes und im S&P-500 stark gewichtet sind.

Neue Konjunkturdaten wurden ebenfalls mit Erleichterung aufgenommen. So zeugten die im September etwas stärker als erwartet gestiegenen persönlichen Ausgaben von der ungebrochenen Konsumfreude der Amerikaner - und dies trotz der hohen Inflation. Doch auch hier gab es leichte Entspannungssignale. Der PCE-Preisindex sei geringfügig niedriger ausgefallen als erwartet, hieß es von einigen Marktteilnehmern. Und der Anstieg der Arbeitskosten hat sich im dritten Quartal erwartungsgemäß leicht abgeschwächt. Der Index der Uni Michigan für die Verbraucherstimmung ist im Oktober etwas stärker gestiegen als prognostiziert, wobei allerdings auch die Inflationserwartungen stiegen.

Intel nach Zahlen fest - Ölpreisrückgang trübt Freude über Branchenergebnisse 

Bei den weiteren Einzelwerten gewannen Chevron 1,1 Prozent. Exxon schlossen 2,9 Prozent im Plus. Die weltgrößten Ölkonzerne profitieren weiterhin von den fortdauernd hohen Rohstoffpreisen: Die Exxon Mobil Corp meldete mit fast 20 Milliarden US-Dollar Gewinn ihr bisher lukrativstes Quartal, während der Rivale Chevron Corp nur einen leichten Rückgang gegenüber dem Rekordgewinn des Vorquartals verzeichnete. Allerdings tendierte der Ölpreis schwächer und bremste damit die Branchenaktien.

Intel hat wegen des schnell schrumpfenden Marktes für Personal Computer deutlich weniger verdient. Dabei wurden aber dennoch die Markterwartungen übertroffen. Die Aktie gewann 10,7 Prozent.

T-Mobile US stiegen um 7,4 Prozent. Das Unternehmen hat im dritten Quartal nach dem Verlust im Vorquartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Mit Blick auf das Gesamtjahr erhöhte es erneut seine Prognose.

Abbvie (-3,8%) hat die Gewinnprognose übertroffen, lag beim Umsatz aber etwas unter den Erwartungen.

Die Twitter-Aktie war vom Handel ausgesetzt, wie bereits am Donnerstag mitgeteilt wurde. Derweil hat Elon Musk die Übernahme des Kurzbotschaftendienstes Twitter abgeschlossen und sofort Führungskräfte des Unternehmens gefeuert.

Am Devisenmarkt zeigte der Dollar leichte Stärke. Am Vortag war er gegen den Euro kräftig vorgerückt, weil Aussagen der EZB als taubenhaft interpretiert wurden. Die Gemeinschaftswährung blieb unter der Parität mit einem Kurs von etwa 0,9960 Dollar.

Am Anleihemarkt legten die Notierungen nach den kräftigen Gewinnen den Rückwärtsgang ein. Teilnehmer sprachen davon, dass angesichts der weiter straffen Geldpolitik der US-Notenbank die Renditen in jüngster Zeit etwas zu rasch gesunken seien. Für die kommende Woche wird mit einem Zinsschritt um 75 Basispunkte gerechnet.

Die Ölpreise gaben nach. In mehreren chinesischen Städten wurden die Covid-19-Beschränkungen verschärft, dies lastete laut Teilnehmern auf den Preisen.

Auch Gold war nicht gefragt. In Anbetracht des festeren Dollar und steigender Marktzinsen mieden Anleger das zinslos gehaltene Edelmetall.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        32.861,80    +2,6%    828,52     -9,6% 
S&P-500       3.901,06    +2,5%     93,76     -18,2% 
Nasdaq-Comp.    11.102,45    +2,9%    309,78     -29,0% 
Nasdaq-100     11.546,21    +3,2%    354,58     -29,3% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,41    +12,7     4,29     368,2 
5 Jahre         4,18    +11,9     4,06     292,3 
7 Jahre         4,09    +10,0     3,99     265,5 
10 Jahre         4,00     +8,2     3,92     249,4 
30 Jahre         4,13     +4,1     4,08     222,6 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Fr, 8:42 Uhr Do, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD        0,9962    -0,0%    0,9975     0,9997 -12,4% 
EUR/JPY        146,87    +0,8%    145,95     145,82 +12,2% 
EUR/CHF        0,9921    +0,5%    0,9891     1,0109  -4,4% 
EUR/GBP        0,8577    -0,4%    0,8641     0,8629  +2,1% 
USD/JPY        147,42    +0,8%    146,41     145,82 +28,1% 
GBP/USD        1,1616    +0,4%    1,1543     1,1589 -14,2% 
USD/CNH (Offshore)   7,2718    +0,3%    7,2468     7,2362 +14,4% 
Bitcoin 
BTC/USD       20.642,10    +1,1%   20.288,70   20.591,41 -55,4% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        88,19    89,08     -1,0%     -0,89 +26,3% 
Brent/ICE        95,97    96,96     -1,0%     -0,99 +30,5% 
GAS              VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF       109,50    107,38     +2,0%     +2,12 +67,1% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.644,38   1.663,30     -1,1%     -18,93 -10,1% 
Silber (Spot)      19,25    19,61     -1,8%     -0,36 -17,4% 
Platin (Spot)     947,75    962,00     -1,5%     -14,25  -2,3% 
Kupfer-Future      3,48     3,56     -2,2%     -0,08 -21,4% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 28, 2022 16:10 ET (20:10 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
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