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MÄRKTE USA/Fest - Hoffnung auf Großauftrag beflügelt Boeing

DJ MÄRKTE USA/Fest - Hoffnung auf Großauftrag beflügelt Boeing

NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsen haben sich am Montag von den Verlusten zum Wochenschluss erholt. Am Markt habe sich die Hoffnung durchgesetzt, dass die US-Notenbank den Kampf gegen die Inflation gewinnen werde, hieß es aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index gewann 1,6 Prozent. S&P-500 und Nasdaq-Composite zeigten sich 1,4 bzw. 1,3 Prozent im Plus. Dabei wurden 2.011 (Freitag: 926) Kursgewinner und 1.133 (2.218) -verlierer gesehen, während 99 (115) Titel unverändert schlossen.

Zwar hatten Daten zuletzt neue Belege geliefert, dass der Höhepunkt der Inflation in den USA überschritten sein könnte, gleichwohl blieb die Teuerung auf einem noch immer viel zu hohem Niveau. Die Geldpolitik dürfte damit kurzfristig im Fokus bleiben. Dies gilt umso mehr, weil am Dienstag mit den Verbraucherpreisen für November ein weiterer wichtiger Preisindikator veröffentlicht wird, bevor am Mittwoch dann der Höhepunkt der Woche mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank folgt. Am Markt wird mit einer Leitzinsanhebung um 50 Basispunkte gerechnet.

Danach dürfte die Fed aber weniger harsch vorgehen, meinte Jason Ware, Partner und Chief Investment Officer bei Albion Financial Group. Sowohl die Zinserhöhungen als auch die Inflation dürften den Höhepunkt überschritten haben, sagte er. Zwar dürfte die Fed ihre Geldpolitik noch etwas straffen, "das meiste liegt aber hinter uns".

Dollar zieht vor Daten und Fed etwas an 

Am Devisenmarkt zeigt sich der US-Dollar etwas fester, der Dollarindex legte um 0,3 Prozent zu. Selbst wenn die Fed bei ihren Zinserhöhungen eine Pause einlegen würde, dürfte dies den Greenback nicht schwächen, meinten die Devisenanalysten von JP Morgan. Die Ausgangslage spreche für einen auch 2023 starken Dollar.

Die Erdölpreise legten deutlich zu. Sollte es in China zu weiteren Lockerungen der noch immer strengen Corona-Maßnahmen kommen, könnten die Erdölpreise mit dann anziehenden Nachfragespekulationen kräftig in die Höhe schnellen, hieß es im Handel. Stützend wirkte auch die fortdauernde Schließung der wichtigen Keystone-Pipeline wegen eines Lecks.

Am US-Anleihemarkt zogen die Renditen im Windschatten des Dollar etwas an. Die inverse Zinskurve, bei der kurze Laufzeiten höher rentieren als die langen, deutet zumindest an, dass Investoren mit kurzfristig weiter steigenden Zinsen rechnen. Zugleich gilt ein solcher Kurvenverlauf als Rezessionssignal. Im Handel spricht man jedoch von einer möglichen Übertreibung. Die kurzfristigen Zinssätze könnte etwas zu hoch und die langfristigen Zinstermingeschäfte zu niedrig angesetzt sein, sagte Renten- und Investmentstratege Robert Tipp von PGIM FI.

Der festere Dollar und die höheren Anleiherenditen lasteten derweil auf dem Goldpreis.

Amgen mit Milliarden-Deal 

Unter den Einzelaktien lieferte Amgen die Schlagzeile des Tages: Der Pharmakonzern erwirbt den irischen Wettbewerber Horizon Therapeutics in einer Barübernahme mit einem Wert von 27,8 Milliarden US-Dollar. Während die Titel von Horizon Therapeutics um 15,5 Prozent anzogen, fielen Amgen um 0,7 Prozent.

Für die Papiere des Dow-Schwergewichts Boeing ging es 3,7 Prozent nach oben. Grund seien Kreiseberichte, wonach Air India einen Großauftrag in historischem Umfang bei Airbus und Boeing platzieren könnte, hieß es im Handel. Im Gespräch sei eine Erneuerung der indischen Flugzeugflotte im Umfang von rund 500 Maschinen.

Transportwerte führten dank Boeing den Markt mit Kursgewinnen von durchschnittlich 2,9 Prozent an, gefolgt vom Energiesektor, der im Gefolge des Ölpreises um 2,5 Prozent stieg.

Rivian Automotive setzt das Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von elektrischen Lieferwagen mit dem deutschen Hersteller Mercedes-Benz in Europa aus - keine drei Monate nach Verkündung der Zusammenarbeit. Der E-Automobilhersteller wird seine Investitionen überprüfen. Mercedes-Benz teilte indes mit, das geplante Werk für den Bau von Elektro-Transportern ohne den US-Wettbewerber Rivian zu errichten. Rivian gaben 6,2 Prozent nach.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA        34.005,04    +1,6%   528,58   -6,4% 
S&P-500       3.990,56    +1,4%    56,18   -16,3% 
Nasdaq-Comp.    11.143,74    +1,3%   139,12   -28,8% 
Nasdaq-100     11.706,44    +1,2%   143,11   -28,3% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,38     +2,5    4,36   365,2 
5 Jahre         3,79     +2,4    3,77   253,5 
7 Jahre         3,73     +3,1    3,70   229,0 
10 Jahre         3,61     +3,1    3,58   210,3 
30 Jahre         3,58     +2,0    3,56   168,1 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Mo, 8:09 Fr, 17:24  % YTD 
EUR/USD        1,0536    +0,0%   1,0517   1,0539  -7,3% 
EUR/JPY        145,07    +0,8%   143,93   143,74  +10,8% 
EUR/CHF        0,9866    +0,3%   0,9851   1,0722  -4,9% 
EUR/GBP        0,8587    -0,1%   0,8604   0,8568  +2,2% 
USD/JPY        137,69    +0,8%   136,84   136,37  +19,6% 
GBP/USD        1,2270    +0,1%   1,2226   1,2301  -9,3% 
USD/CNH (Offshore)   6,9907    +0,3%   6,9737   6,9629  +10,0% 
Bitcoin 
BTC/USD       17.198,20    +0,5%  16.936,70 17.177,92  -62,8% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        73,44    71,02    +3,4%   +2,42  +6,0% 
Brent/ICE        78,27    76,10    +2,9%   +2,17  +8,0% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF       134,70    139,11    -3,2%   -4,42 +124,0% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.781,18   1.797,52    -0,9%   -16,34  -2,6% 
Silber (Spot)      23,31    23,47    -0,7%   -0,16  -0,0% 
Platin (Spot)    1.003,35   1.029,10    -2,5%   -25,75  +3,4% 
Kupfer-Future      3,80     3,88    -2,1%   -0,08  -13,9% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

December 12, 2022 16:11 ET (21:11 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
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