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MÄRKTE USA/Freundlich - Erleichterung nach Inflationsdaten

DJ MÄRKTE USA/Freundlich - Erleichterung nach Inflationsdaten

NEW YORK (Dow Jones)--Anleger an der Wall Street befinden sich am Dienstag in Kauflaune. Im Handel verweist man auf niedriger als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten. Marktakteure sehen daher weitere Belege, dass die Inflation ihren Gipfel hinter sich gelassen hat. Denn bereits seit Sommer ist die Teuerung in den USA auf dem Rückzug. Die neuen Verbraucherpreisdaten passen da ins Bild. Die sinkende Inflation lässt unter Anlegern die Hoffnungen steigen, dass der Eifer der US-Notenbank bei den geldpolitischen Straffungen nachlässt. Denn die Daten verringern den Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen weiter aggressiv zu erhöhen.

Die Fed wird am Mittwoch das Ergebnis ihrer aktuell laufenden Zinssitzung bekanntgeben. Eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte gilt als ausgemacht. Spannend dürften die begleitenden Aussagen der Notenbank und die anschließende Pressekonferenz von Fed-Chairman Jerome Powell werden. Hier stellt sich die Frage, ob die Fed die jüngsten Daten schon zum Anlass nimmt, einen weniger straffen Zinspfad zu signalisieren. Die Ungewissheit darüber lässt die Kurse nach der ersten Begeisterung im Verlauf von ihren Hochs zurückkommen.

Der Dow-Jones-Index notiert gegen Mittag (Ortszeit New York) noch 0,3 Prozent höher bei 34.093 Punkten, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,8 bzw. 1,3 Prozent zu. Abstürzende Marktzinsen befeuern vor allem die technologielastige Nasdaq. "Ich bin freudig überrascht, wir haben eine niedrigere Inflation und eine niedrigere Kerninflation", fasst Investmentstratege Fahad Kamal von Kleinwort Hambros die Euphorie am Markt zusammen. Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank ruft in Erinnerung, dass der beste und der schlechteste Tag des Jahres für den S&P-500 bisher jeweils auf einen Tag mit Verbraucherpreisen fielen.

Dollar und Renditen unter Druck 

Der Dollar gerät mit der Aussicht auf weniger deutlich steigende Zinsen unter Druck, der Dollarindex verliert 1,2 Prozent - der Euro legt entsprechend zu. Am Rentenmarkt ist die Kauflaune höher als bei Aktien, die Renditen stürzen ab. Die sinkenden Marktzinsen und der schwache Dollar befeuern den Goldpreis.

Die Erdölpreise bauen die jüngsten Aufschläge weiter aus - befeuert durch Nachfragespekulationen im Zuge der US-Inflationsdaten. Denn weniger hohe Zinsen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer weichen Landung der US-Konjunktur ohne Rezession. Im Handel verweist man aber auch auf die Außerbetriebnahme einer wichtigen Pipeline in Nordamerika. Der Betreiber der Keystone-Pumpleitung, TC Energy, kann noch immer kein Datum nennen, wann das entdeckte Leck repariert sein wird und die Pipeline wieder angefahren werden kann. Die Pumpleitung liefert kanadisches Erdöl an die US-Golfküste - und anderem auch zum Öldrehkreuz in Cushing, wo für US-Leichtöl der Sorte WTI die Preise gemacht werden.

Positive Schlagzeilen treiben Oracle und Moderna 

Unter den Einzelaktien steigen Oracle um 1,2 Prozent. Der Softwarekonzern hat in seinem zweiten Geschäftsquartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Der US-Pharmakonzern Moderna (+24%) meldet positive Studienergebnisse bei der Entwicklung eines auf mRNA-Biotechnologie basierenden Krebsimpfstoffs in Verbindung mit einem Mittel von Merck (+1,1%).

Der Flugzeughersteller Boeing hat erneut einen Großauftrag eingefahren. Die Fluggesellschaft United Airlines will 100 Exemplare des Langstreckenfliegers 787 Dreamliner kaufen. Dazu besteht eine Option über 100 weitere Maschinen. Bereits am Vortag war der Kurs durch Kreisemeldungen über einen Großauftrag von Air India getrieben worden, nun heben die Titel um weitere 1,0 Prozent ab.

Raytheon rücken um 1,2 Prozent vor. Das Board des Luft-, Raumfahrt- und Wehrtechnikunternehmens hat ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 6 Milliarden Dollar genehmigt. Die Aktie von Joann Inc gibt um 8,6 Prozent nach. Der Kunstgewerbe- und Stoffeinzelhändler hatte Drittquartalszahlen vorgelegt, die einen Rückgang des Nettoumsatzes um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen hatte. Zudem wurde ein Verlust verzeichnet.

Trimble büßen 5,6 Prozent ein. Das Unternehmen hat die Übernahme von Transporeon, einer deutschen cloudbasierten Logistik-Plattform, im Rahmen einer Bar-Transaktion in Höhe von 1,88 Milliarden Euro vereinbart.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
DJIA        34.092,51    +0,3%    87,47    -6,2% 
S&P-500       4.024,26    +0,8%    33,70   -15,6% 
Nasdaq-Comp.    11.283,06    +1,3%   139,32   -27,9% 
Nasdaq-100     11.865,17    +1,4%   158,73   -27,3% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit         Rendite   Bp zu VT Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre           4,20    -18,9    4,39    347,2 
5 Jahre           3,64    -14,7    3,79    238,2 
7 Jahre           3,58    -14,9    3,73    213,7 
10 Jahre          3,48    -12,8    3,61    197,5 
30 Jahre          3,50     -7,2    3,57    160,2 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Di, 8:14 Mo, 17:31h  % YTD 
EUR/USD        1,0628    +0,9%   1,0558   1,0530  -6,5% 
EUR/JPY        143,70    -0,9%   145,34   144,76  +9,8% 
EUR/CHF        0,9851    -0,1%   0,9871   1,0680  -5,1% 
EUR/GBP        0,8592    +0,0%   0,8589   0,8585  +2,3% 
USD/JPY        135,21    -1,6%   137,65   137,52  +17,5% 
GBP/USD        1,2369    +0,8%   1,2293   1,2261  -8,6% 
USD/CNH (Offshore)   6,9656    -0,3%   6,9835   6,9929  +9,6% 
Bitcoin 
BTC/USD       17.760,60    +3,5%  17.214,65  17.005,42  -61,6% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        75,98    73,17    +3,8%    +2,81  +9,7% 
Brent/ICE        81,12    77,99    +4,0%    +3,13  +12,0% 
GAS              VT-Settlem.         +/- EUR 
Dutch TTF       137,90    136,59    +1,0%    +1,31 +106,7% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.808,02   1.781,23    +1,5%   +26,79  -1,2% 
Silber (Spot)      23,65    23,50    +0,7%    +0,15  +1,5% 
Platin (Spot)    1.032,55   1.001,00    +3,2%   +31,55  +6,4% 
Kupfer-Future      3,89     3,80    +2,5%    +0,09  -11,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 13, 2022 12:14 ET (17:14 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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