DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Bis zu einem Drittel der rund 250 Betriebsräte bei Volkswagen droht eine Gehaltskürzung. Das berichtet das Handelsblatt und beruft sich auf mit dem Vorgang vertraute Kreise. Demnach könnten die Einschnitte bei rund 20 VW-Betriebsräten besonders gravierend sein. In der Spitze geht es um Streichungen von etwa der Hälfte des Gehalts und um monatliche Summen von rund 4.000 Euro. Wie die Einbußen genau aussehen, hängt noch von einer Entscheidungsbegründung des Bundesgerichtshofs (BGH) ab, die für Februar erwartet wird. Die Gehaltskürzungen könnten dann bereits mit der Lohnabrechnung Ende Februar zum Tragen kommen. (Handelsblatt)
LUFTHANSA - Die Lufthansa Technik (LHT) soll offensichtlich zu einem der führenden digitalen Spezialisten für die Flugzeugwartung ausgebaut werden. Darauf deuten mehrere Entscheidungen der vergangenen Wochen hin. So wird die IT-Beratungsfirma Lufthansa Industry Solutions - bisher eine Tochtergesellschaft des Konzerns - Teil der Techniksparte. Erst vor wenigen Tagen hatte die Techniktochter die Übernahme von Swiss Aviation Software verkündet, und hatte zuvor das britische Start-up Flydocs erworben. Alle drei Firmen ergänzen die eigene Softwarelösung von Lufthansa Technik. (Handelsblatt)
RHEINMETALL - Rheinmetall-Chef Armin Papperger schließt einen Zusammenschluss der deutschen und französischen Panzerbauern nicht aus. Er spricht sich für eine deutsch-französische Kooperation beim Bau neuer Kampfpanzer aus, auch eine Verschmelzung der deutschen und französischen Hersteller nach dem Vorbild des Flugzeugbauers Airbus halte er für denkbar. Derzeit arbeiten die Unternehmen Nexter (Frankreich) und die zwei deutschen Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall beim Bau des Main Ground Combat System (MGCS) zusammen. Die Kooperation verläuft aber schleppend, der Panzer soll 2040 fertig sein. (Stern)
RHEINMETALL - Der Rüstungskonzern Rheinmetall könnte insgesamt 139 Leopard-Panzer der Typen 1 und 2 liefern. Das teilte dessen Sprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vor dem Hintergrund der derzeit debattierten Lieferungen an die Ukraine mit. "Vom Leopard 2A4 verfügen wir noch über 22 Fahrzeuge, die wir einsatzbereit machen und an die Ukraine liefern könnten", sagte er. "Die Instandsetzung dieser Fahrzeuge würde ein knappes Jahr dauern. Eine Auslieferung wäre Ende 2023/Anfang 2024 möglich. Hinzu kommen 29 Leopard 2A4, die wir für die Ringtausch-Projekte in Arbeit haben und die wir bereits im April/Mai 2023 fertig haben werden." (RND)
EBERSPÄCHER - Der Autozulieferer Eberspächer bereitet Finanzkreisen zufolge den Verkauf seiner Abgastechnologie-Sparte "Purem" vor. Das Unternehmen mit Sitz in Esslingen am Neckar (Baden-Württemberg) arbeite mit der Investmentbank Rothschild an einem Strategiekonzept, in dem der Verkauf die bevorzugte Option sein werde. Einen Starttermin für eine mögliche Auktion gebe es allerdings noch nicht. Branchenexperten erwarten, dass Eberspächer noch in diesem Jahr mit einer Sondierung möglicher Interessenten beginnt. (Handelsblatt)
SCHÜLERHILFE - Nachdem der Finanzinvestor IK Partners die Nachhilfekette Studienkreis verkauft hat, rückt der Konkurrent Schülerhilfe in den Blickpunkt. Das Private-Equity-Haus Oakley Capital als Eigentümer hat nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zur Marktsondierung schon eine Investmentbank mandatiert, nämlich Rothschild. Allerdings habe es den Verkaufsprozess, der ursprünglich für Anfang dieses Jahres erwogen worden sei, aufgeschoben. Ein Grund seien die momentanen Schwierigkeiten für Interessenten, Kredite zu bekommen. (FAZ)
MOBILFUNKANBIETER - Der Druck auf die Mobilfunkunternehmen steigt, ihre Netze flächendeckend auszubauen und die von der Politik vorgegebenen Auflagen dabei auch wirklich einzuhalten. Am Montag forderten Politiker aus Bund und Ländern im Beirat der Bundesnetzagentur eine härtere Gangart gegenüber den Konzernen. Da Deutsche Telekom, Vodafone und Co. abermals die Auflagen verletzt hatten, zu denen sie sich im Rahmen der jüngsten 5G-Frequenzauktion verpflichtet hatten, drohen ihnen nun Strafen und härtere Wettbewerbsbedingungen. (Handelsblatt)
ADAC - Der Automobilclub ADAC weitet sein Geschäft jenseits der Hilfsangebote für Pkw-Fahrer immer weiter aus. Die neueste Erweiterung des Produktangebots sind Solaranlagen für Hausbesitzer, die der Club gemeinsam mit dem Berliner Startup Zolar anbietet. Beim ADAC sieht man das als logische Ergänzung der Produkte für Elektroauto-Fahrer. "Wir wollen unseren Mitgliedern auf dem Weg in die Elektromobilität helfen", sagte Sascha Coccorullo, Strategiechef der ADAC SE. Neben Wallboxen, Ladekarte und Ökostrom-Tarif sei das Solardach der nächste große Baustein. (Welt)
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January 24, 2023 01:09 ET (06:09 GMT)
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