DJ Lindner tritt bei Kindergrundsicherung auf die Bremse
BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) tritt bei der geplanten Kindergrundsicherung auf die Bremse. Angesichts der aktuellen finanziellen Lage müssten Prioritäten gesetzt werden, sagte Lindner dem Portal T-online. "Nicht alles, was wünschenswert ist, geht sofort. Konkret bei der Kindergrundsicherung gibt es noch gar kein Konzept", so Lindner.
Zum vorgelegten Eckpunktepapier zur Kindergrundsicherung von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) sagte Lindner, im Kabinett seien mehrere Arbeitsgruppen verschiedener Ministerien eingerichtet worden. Deren Ergebnisse müsse man abwarten. Für ihn gehe es vor allem um die Digitalisierung und die Vereinfachung der Kinderförderung. Höhere Transfers seien "nicht immer der Königsweg".
"Die Kinderarmut ist ja vor allem durch Zuwanderung gestiegen. Nehmen wir also das Beispiel einer Familie, in der die Eltern keine Arbeit haben und kein Deutsch sprechen. Überweisen wir ihnen dann einfach mehr Geld? Oder investieren wir in die Sprachförderung von Eltern und Kindern? Und in das Bemühen, die Eltern in den Arbeitsmarkt zu integrieren? Davon profitieren auch Kinder nachhaltig", sagte Lindner.
Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag die Einführung einer Kindergrundsicherung vereinbart. Familienministerin Paus plant, will sie ab 2025 ausbezahlen. Zum aktuellen Kindergeld soll es noch einen einkommensabhängigen Zusatzbetrag geben.
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February 22, 2023 02:28 ET (07:28 GMT)
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