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MÄRKTE USA/Kaum verändert nach Ausverkauf und vor Fed-Protokoll

DJ MÄRKTE USA/Kaum verändert nach Ausverkauf und vor Fed-Protokoll

NEW YORK (Dow Jones)--Wenig verändert dürften die Aktien an der Wall Street in den Mittwoch starten. Die Märkte kämpfen um die Richtung, nachdem es am Vortag zum größten Ausverkauf seit mehr als zwei Monaten gekommen war. Die Besorgnis über höhere Kreditkosten hatte die Stimmung der Anleger weiter getrübt. Zu Beginn des Jahres waren Aktien in die Höhe geschnellt mit der Hoffnung, dass die US-Notenbank aufgrund der nachlassenden Inflation im Laufe des Jahres zu einer Zinssenkung übergehen könnte. Die jüngsten Daten haben jedoch gezeigt, dass die US-Wirtschaft trotz der drastischen Straffung der Geldpolitik durch die Fed widerstandsfähig bleibt, was die Anleiherenditen in Erwartung einer weiteren Zinserhöhung durch die Fed nach oben getrieben hat.

"Den Anlegern wird klar, dass die Arbeit der Fed noch nicht getan ist und dass die Zinssätze möglicherweise noch weiter angehoben werden müssen, um die Inflation abzukühlen", sagt Susannah Streeter, Leiterin des Bereichs Geld und Märkte bei Hargreaves Lansdown: "Große Hoffnungen, dass die Federal Reserve die Zinsen bis zum Jahresende senken könnte, haben sich zerschlagen, stattdessen gibt es Befürchtungen, dass bis zu drei Erhöhungen in kurzer Folge nötig sein könnten, um die Preisspirale zu zügeln", so Streeter weiter.

Vor diesem Hintergrund werden die Teilnehmer das Protokoll der Fed-Sitzung vom 31. Januar bis 1. Februar mit Argusaugen verfolgen, das am Mittwoch um 20.00 Uhr MEZ veröffentlicht wird. Nach Börsenschluss wird sich zudem der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, äußern.

Toll Brothers gesucht 

Die Aktien des Online-Stellenvermittlers ZipRecruiter sacken nach Umsatzrückgang und schwachem Ausblick vorbörslich um 15 Prozent ab. Das IT-Sicherheitsunternehmen Palo Alto Networks wartete dagegen mit einem erhöhten Ausblick auf. Die Aktie wird fast 9 Prozent höher gehandelt. Beim Inneneinrichter La-Z-Boy (+5,8%) kamen am späten Dienstag verbesserte Ergebnisse und Umsätze gut an. Der Eigenheimbauer Toll Brothers (+3,8%) berichtete zwar einen rückläufigen Quartalsgewinn und -umsatz, schnitt damit aber jeweils immer noch besser als gedacht ab.

Anleihen erholen sich leicht, nachdem sie am Vortag abverkauft wurden. Teilnehmer sehen darin lediglich eine kleine Gegenbewegung. Die Zehnjahresrendite fällt um 1,9 Basispunkte auf 3,93 Prozent.

Der Dollar zeigt sich im Vorfeld des Fed-Protokolls wenig bewegt. Die leichte Schwäche des Euro führt ING-Analyst Francesco Pesole auf die geopolitischen Risiken bedingt durch den Russland-Ukraine-Krieg zurück.

Die Ölpreise geben leicht nach. Damit setzen sie ihre jüngste Verluststrecke fort, die von steigenden Zinserwartungen geprägt war. Höhere Zinsen dämpfen die Wirtschaft und damit die Nachfrage nach Öl.

Der Goldpreis erholt sich etwas, die Feinunze klettert um 0,4 Prozent.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,67     -4,6     4,72      25,5 
5 Jahre         4,15     -2,9     4,18      14,8 
7 Jahre         4,07     -2,2     4,09      10,0 
10 Jahre         3,93     -1,9     3,95      5,4 
30 Jahre         3,96     -1,7     3,97      -1,4 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Mi, 8:27 Uhr Di, 17:32 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0643    -0,1%    1,0656     1,0671  -0,6% 
EUR/JPY        143,21    -0,4%    143,58     143,82  +2,0% 
EUR/CHF        0,9870    -0,1%    0,9868     0,9887  -0,3% 
EUR/GBP        0,8795    +0,0%    0,8802     0,8805  -0,6% 
USD/JPY        134,56    -0,3%    134,74     134,80  +2,6% 
GBP/USD        1,2101    -0,1%    1,2106     1,2120  +0,1% 
USD/CNH (Offshore)   6,9005    +0,1%    6,9028     6,8839  -0,4% 
Bitcoin 
BTC/USD       24.016,85    -1,5%   24.050,73   24.321,45 +44,7% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        75,74    76,36     -0,8%     -0,62  -6,0% 
Brent/ICE        82,40    83,05     -0,8%     -0,65  -3,9% 
GAS              VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF        50,35    48,54     +3,7%     +1,81 -33,9% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.838,88   1.832,28     +0,4%     +6,60  +0,8% 
Silber (Spot)      21,89    21,88     +0,0%     +0,01  -8,7% 
Platin (Spot)     961,08    946,00     +1,6%     +15,08 -10,0% 
Kupfer-Future      4,19     4,23     -0,7%     -0,03 +10,1% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/err

(END) Dow Jones Newswires

February 22, 2023 08:23 ET (13:23 GMT)

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© 2023 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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