DJ DAX fällt unter die Marke von 15.000 Punkten
FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt geht es zu Wochenbeginn deutlich nach unten. Hintergrund sind die Sorgen rund um die Silicon Valley Bank (SVB). Der US-Bundeseinlagensicherungsfonds FDIC hat die angeschlagene Bank übernommen und die Einlagen garantiert. Die US-Notenbank hat ein Programm zur Stützung des Bankensystems aufgelegt. Vor diesem Hintergrund rutscht der DAX unter die Marke von 15.000 Punkten und notierte im Tagestief schon bei 14.914 Punkten. Aktuell hat sich der Index wieder leicht erholt und verliert noch 2,8 Prozent auf 14.995 Punkte.
Besonders kräftig geht es im Bankensektor nach unten. Der europäische Bankensektor knickt um 6,1 Prozent ein. Am deutschen Aktienmarkt fallen die Papiere der Commerzbank um 11,6 Prozent und Deutsche Bank reduzieren sich um 6,5 Prozent. "Die Banken sind stark gestiegen", so ein Marktteilnehmer. Der Markt habe damit die steigenden Zinsen eingepreist. "Die negativen Nebeneffekte wie potenzielle Ausfälle hat der Markt dabei vernachlässigt", so der Marktteilnehmer. Das werde nun nachgeholt.
Gespannt wird auch beobachtet, welche Auswirkungen die SVB-Entwicklungen auf die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche haben könnten. Die Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die Fed ihren Leitzins im März wegen des Stresses im Bankensystem nicht anheben wird. Bisher hatten sie einen Zinsschritt von 25 Basispunkten prognostiziert. Ihre Prognose von 25er Schritten im Mai, Juni und Juli halten sie dagegen aufrecht.
Die offenkundigen Probleme einiger US-Banken setzen nach Einschätzung der Commerzbank-Volkswirte Bernd Weidensteiner und Christoph Balz ein Fragezeichen hinter die für den 22. März ursprünglich erwartete Erhöhung des US-Leitzinses um 50 Basispunkte. Der Arbeitsmarktbericht von Freitag und die am Dienstag anstehenden Inflationsdaten, die einen unverändert hohen Preisdruck anzeigen dürften, sprächen eigentlich für einen großen Zinsschritt von 50 Basispunkten. "Der weitere 'Datenpunkt' SVB könnte dazu führen, dass sich die Fed-Oberen mit einem kleineren Schritt begnügen, um nicht noch mehr Probleme im Bankenwesen hervorzurufen", kalkulieren die Ökonomen.
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March 13, 2023 06:25 ET (10:25 GMT)
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