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MÄRKTE USA/Mit Entspannung im Bankensektor legt die Wall Street zu

DJ MÄRKTE USA/Mit Entspannung im Bankensektor legt die Wall Street zu

NEW YORK (Dow Jones)--Mit der nachlassenden Sorge um eine Banken- bzw. Finanzkrise geht es an der Wall Street am Dienstag nach oben. Nach der Lösung für die in Schieflage geratene und systemrelevante Credit Suisse deutet sich nun auch eine Rettung des kleinen Regionalinstituts First Republic Bank in den USA an. Der Kurs springt um 35,8 Prozent nach oben, er war zuletzt nach Schwierigkeiten der Bank abgestürzt und hatte allein am Vortag 47 Prozent eingebüßt. Befeuert wird der Kurs von Berichten, wonach JP Morgan daran arbeitet, die Bank zu stützen - es geht um strategische Alternativen wie eine Kapitalerhöhung oder einen Verkauf.

Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 32.424 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite legen um jeweils 0,7 Prozent zu. Für den Banken-Sektor im S&P-500 geht es um 3,8 Prozent nach oben. Dabei wird die Gewinnerliste im Dow wird von JP Morgan (+3,3%) und Goldman Sachs (+3,2%) angeführt. Zudem soll das US-Finanzministerium generell unbegrenzte Einlagengarantien in Betracht ziehen - andere Quellen sprechen dagegen nur von einer deutlichen Anhebung der Garantien. US-Finanzministerin Janet Yellen sagte am Dienstag, dass die Regierung einspringen könnte, um die Einlagen weiterer Banken zu schützen, wenn die Aufsichtsbehörden die Gefahr eines Ansturms auf das Bankensystem sehen. In jedem Fall stützen die Berichte bzw. Aussahen den Aktienmarkt. "Der Aktienmarkt preist keine umfassende Bankenkrise ein", sagt Marktstrategin Seema Shah von Principal Asset Management.

US-Notenbank rückt wieder in Fokus 

Mit den Meldungen über Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensektors rückt die Zinsentscheidung zur Wochenmitte wieder stärker ins Bewusstsein. "Unsere eigenen US-Volkswirte (...) stimmen mit der Einschätzung überein, dass sich die Fed für 25 Basispunkte entscheiden wird", sagt Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Auch die Markterwartung geht von einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte aus, womit die Einschätzungen des Marktes angesichts der Verwerfungen im Bankensektor von vormals höheren Prognosen zurückgekommen sind. Auch dieser Umstand stützt die Wall Street.

Sichere Häfen sind mit der gestiegenen Risikofreude dank der Entspannung im Bankensektor nicht gefragt. So hält der Ausverkauf bei den Rentenpapieren an. Die Rendite zehnjähriger Papiere erhöht sich um weitere 9,0 Basispunkte auf 3,57 Prozent.

Auch der Dollar gibt nach einer zwischenzeitlichen leichten Erholung weiter nach. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,1 Prozent. Im Fokus steht hier vor allem die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend. Die Zinserwartungen waren zuletzt deutlich zurückgekommen. "Sollte die Fed komplett auf eine Erhöhung verzichten, dann könnten die Börsianer das eher als Warnsignal einer noch viel tiefergehenden Bankenkrise begreifen. Deshalb vermute ich, dass die Fed mit einer weiteren Erhöhung auf 'business as usual' machen wird", so Stratege Thomas Altmann von QC Partners.

Auch der Goldpreis gibt mit der steigenden Risikofreude der Investoren weiter nach. Der Preis für die Feinunze fällt um 1,7 Prozent auf 1.945 Dollar. Am Vortag war das Edelmetall mit einem Tageshoch von 2.015 Dollar noch auf den höchsten Stand seit April 2022 geklettert.

Mit der Entspannung im Bankensektor wird am Erdölmarkt auch eine weitere Finanzkrise mit einbrechender Nachfrage ausgepreist. Zum Wochenschluss hatte diese Sorge US-Leichtöl der Sorte WTI auf ein 15-Monatstief gedrückt. Für Brent und WTI geht es um bis zu 1,4 Prozent nach oben.

Geschäftszahlen kleinerer Unternehmen 

Der Kurs von Exagen fällt um 4,3 Prozent. Das Diagnosikunternehmen war im vierten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Dass Exagen trotz des enttäuschenden Abschneidens den Ausblick auf das erste Quartal anhob und nun optimistischer ist als die Analysten, verpufft.

Stanley Black & Decker tendieren 3,1 Prozent fester, nachdem der Werkzeughersteller die Schließung einiger Produktionsstätten angekündigt hat. Von den Einsparungen betroffen sind voraussichtlich mehr als 300 Mitarbeiter.

=== 
INDEX      zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     32.423,88 +0,6%  179,30   -2,2% 
S&P-500    3.977,82 +0,7%  26,25   +3,6% 
Nasdaq-Comp. 11.753,42 +0,7%  77,88   +12,3% 
Nasdaq-100  12.606,61 +0,4%  44,00   +15,2% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     4,17   +18,4    3,99   -24,9 
5 Jahre     3,71   +12,4    3,59   -28,7 
7 Jahre     3,68   +10,9    3,57   -29,4 
10 Jahre    3,57   +9,0    3,48   -30,7 
30 Jahre    3,73   +6,3    3,67   -23,8 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Di, 8:15 Mo, 17:55  % YTD 
EUR/USD        1,0772    +0,5%   1,0714   1,0721  +0,6% 
EUR/JPY        142,44    +1,1%   141,02   141,13  +1,5% 
EUR/CHF        0,9954    -0,1%   0,9968   0,9932  +0,6% 
EUR/GBP        0,8834    +1,1%   0,8742   0,8740  -0,2% 
USD/JPY        132,26    +0,6%   131,66   131,64  +0,9% 
GBP/USD        1,2194    -0,7%   1,2256   1,2267  +0,8% 
USD/CNH (Offshore)   6,8840    +0,1%   6,8747   6,8767  -0,6% 
Bitcoin 
BTC/USD       28.070,49    +0,2% 27.463,88 27.611,86 +69,1% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        68,58    67,64   +1,4%   +0,94 -14,8% 
Brent/ICE        74,75    73,79   +1,3%   +0,96 -12,4% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF        41,16    39,33   +4,7%   +1,83 -49,1% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.945,22   1.978,38   -1,7%   -33,16  +6,7% 
Silber (Spot)      22,27    22,54   -1,2%   -0,27  -7,1% 
Platin (Spot)     974,35    993,05   -1,9%   -18,70  -8,8% 
Kupfer-Future      3,99     3,95   +0,9%   +0,03  +4,5% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 21, 2023 11:52 ET (15:52 GMT)

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