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Nagel: EZB muss Zinsen weiter erhöhen - Banken stark

DJ Nagel: EZB muss Zinsen weiter erhöhen - Banken stark

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) muss ihre Zinsen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel trotz der Turbulenzen im Bankensystem weiter anheben. Nagel sagte in einem Interview mit der Financial Times, der Kampf gegen die Inflation sei noch nicht vorbei, und das europäische Bankensystem sei stark. Nagel räumte ein, dass Banken wegen der jüngsten Ereignisse vorsichtiger bei der Kreditvergabe werden könnten, doch lasse sich daraus noch nicht die Gefahr eines Nachfrageeinbruchs ableiten.

"Es besteht kein Zweifel daran, dass der Preisdruck in der gesamten Wirtschaft stark und breit angelegt ist", sagte der Bundesbankpräsident und fügte hinzu: "Wenn wir diese hartnäckige Inflation zähmen wollen, müssen wir noch hartnäckiger sein."

In jüngster Zeit hatten einige EZB-Ratsmitglieder vor einer zu starken Anhebung der EZB-Zinsen gewarnt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte gesagt, dass die Notenbank bei ihren Entscheidungen darauf achten müsse, ob sich die Finanzierungsbedingungen durch die Unruhe im Bankensektor zusätzlich verschlechterten.

Inflation muss signifikant und nachhaltig sinken 

Nagel sagte, dass die Inflation in der Eurozone von 8,5 Prozent "signifikant und nachhaltig" zurückgehen müsse, bevor die EZB die Kreditkosten nicht mehr erhöhen werde. Auch die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise ausschließt, müsse "ausreichend zurückgehen", nachdem sie im vergangenen Monat einen Rekordwert von 5,6 Prozent erreicht hatte.

"Es gibt noch einiges zu tun, aber wir nähern uns dem restriktiven Bereich", sagte er. Sobald die EZB die Zinsen nicht mehr anhebe, müsse sie anschließend den Forderungen nach einer Zinssenkung widerstehen. Andernfalls würde "die Inflation wieder aufflammen", wie es nach den Ölpreisschocks der 1970er Jahre der Fall gewesen sei.

Stehen nicht vor einer Bankenkrise wie der von 2008 

Nagel spielte die Gefahr einer Ansteckung des "widerstandsfähigen" Bankensystems der Eurozone herunter. "Wir stehen nicht vor einer Wiederholung der Finanzkrise von 2008", sagte er. "Wir können das bewältigen."

Wenig Verständnis zeigte er auch für die Besitzer von AT1-Anleihen (Additional Tier 1) der Credit Suisse in Höhe von 16 Milliarden Franken, die von den schweizerischen Behörden im Rahmen der Übernahme durch die UBS abgeschrieben wurden. "Wer von Chancen profitieren will, muss auch die Lasten tragen, wenn Risiken eintreten", sagte er. Er bestätigte jedoch, dass die Eurozone nicht der Entscheidung der Schweiz folgen werde, AT1-Anleihen abzuschreiben, bevor das Eigenkapital einer Bank vernichtet sei.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 22, 2023 03:58 ET (07:58 GMT)

Copyright (c) 2023 Dow Jones & Company, Inc.

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