DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VIESSMANN - Die oberste Wirtschaftsweise Monika Schnitzer sieht den Hauptgrund für den milliardenschweren Verkauf der Viessmann-Klimasparte in die Vereinigten Staaten in dem fehlenden Internationalisierungswillen des Managements. "Das hätte man vermeiden können, wenn man selbst frühzeitiger expandiert hätte", sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Für deutsche Unternehmen zeige der Fall, dass "bei Technologien, die von großen Stückzahlen profitieren, eine frühzeitige internationale Expansion in Europa und darüber hinaus wichtig ist", so Schnitzer. Eine grundsätzliche Schwäche des Wirtschaftsstandorts Deutschland sei aus dem Viessmann-Verkauf nicht abzuleiten. (Welt)
BAHN - Die Bahngewerkschaft EVG kündigt neue, noch heftigere Arbeitsniederlegungen an. "Die nächsten Streiks werden länger dauern", sagte Verhandlungsführerin Cosima Ingenschay der Süddeutschen Zeitung. Die EVG könne die Bahn, wenn nötig, "wochenlang lahmlegen". Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, ein akzeptables Lohnangebot zu verweigern: "Es ist die Bahn, die die neuen Streiks provoziert." (SZ)
VOLKSBANKEN - Die Volks- und Raiffeisenbanken stehen vor einem großen Schritt: Sie wollen ihr Kernbanksystem modernisieren und müssen dafür zunächst weitere IT-Lasten stemmen. Dazu soll nach Informationen der Börsen-Zeitung der Aufsichtsrat des genossenschaftlichen IT-Dienstleisters Atruvia diesen Freitag eine einmalige Verlängerung der eigentlich endenden IT-Umlage von jährlich 60 Millionen Euro für 2023 beschließen. Für die Zeit ab 2024 wird über eine Verdoppelung der Beiträge der rund 700 Genossenschaftsbanken auf 120 Millionen Euro pro Jahr diskutiert. (Börsen-Zeitung)
LUFTHANSA - Lufthansa-Langstreckenpassagiere sollen es bequemer haben: Die Fluggesellschaft will in den kommenden Jahren 27.000 neue Sitze in ihre Maschinen einbauen lassen. Das sagte Lufthansa Airlines-Chef Jens Ritter am Mittwochabend in München. Die neuen Sitze sind Teil eines "Allegris" genannten Programms, mit dem die Lufthansa das Fliegen für Passagiere angenehmer machen will. Ritter bezifferte die bis 2025 vom Konzern geplanten Investitionen für die Verbesserung von Produkt und Service auf 2,5 Milliarden Euro, davon 80 Prozent für die eigentliche Lufthansa. (Welt)
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April 28, 2023 00:21 ET (04:21 GMT)
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