DJ Covestro grenzt Prognose ein - Aktienrückkauf startet wieder
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einem Gewinneinbruch um fast zwei Drittel zu Jahresbeginn rechnet Covestro für 2023 insgesamt mit einem erheblich geringeren Rückgang. Das EBITDA werde zwischen 1,1 und 1,6 Milliarden Euro liegen, teilte der Kunststoffkonzern in Leverkusen bei Vorlage der Zwischenbilanz zum ersten Quartal mit. In der Mitte der Spanne entspräche das einem Minus von 16 Prozent. 2022 waren operativ 1,61 Milliarden Euro Gewinn erzielt worden.
"Vor dem Hintergrund reduzierter Kosten und dem gestiegenen Margenniveau sehen wir auch für den weiteren Jahresverlauf positive Impulse und haben unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2023 angepasst", sagte Finanzchef Thomas Toepfer. Bei der Bilanzpressekonferenz mochte Toepfer sich noch nicht auf eine konkrete Prognose festlegen, sondern hatte lediglich von einem "deutlichen" EBITDA-Rückgang gesprochen.
Im ersten Quartal ist das operative Ergebnis wie bekannt um fast zwei Drittel auf 286 Millionen Euro zusammengeschnurrt. Der DAX-Konzern hatte darüber bereits informiert, weil er selbst nur 100 bis 150 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte und entsprechende Erwartungen des Kapitalmarktes korrigieren musste. Das vergleichsweise bessere Abschneiden war nicht stärkerer Nachfrage geschuldet, sondern Sparmaßnahmen, die besser griffen als geplant.
Covestro kündigte an, das ausgesetzte Aktienrückkaufprogramm im Mai mit einer neuen Tranche von 75 Millionen Euro wieder aufzunehmen.
Im laufenden zweiten Quartal peilt der Chemiekonzern ein EBITDA von 330 bis 430 Millionen Euro an. 2022 waren 547 Millionen Euro EBITDA erzielt worden.
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April 28, 2023 01:09 ET (05:09 GMT)
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