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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Sartorius ziehen Merck nach unten

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - Sartorius ziehen Merck nach unten

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bleiben auch am Montagnachmittag unter Abgabedruck. Der DAX fällt 0,9 Prozent auf 16.215 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,7 Prozent auf 4.365 Punkte nach. "Zum Start der neuen Woche lautet das Motto erst mal durchatmen", sagt Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Von anderer Seite heißt es, die Börse dürfte sich nach der ereignisreichen vergangenen Woche mit den Zinsentscheidungen der Notenbanken in den USA und Europa sowie dem Großen Verfalltag an den Terminbörsen erst einmal neu sortieren. Mit den Allzeithochs in diversen Indizes seien "beeindruckende" Kursziele erreicht worden, die zunächst einmal verteidigt werden müssten.

Dazu ist in den USA Feiertag, Aktien- und Rentenmärkte sind geschlossen. Entsprechend werden hier Impulse fehlen. Auch die Umsätze fallen mau aus. Wichtige Konjunkturdaten stehen am Montag nicht an.

Astrazeneca mit Spin-off-Plänen unter Druck 

Astrazeneca geben am Montag mit 1,1 Prozent einen Tick stärker nach als der breite Markt. Einem Bericht der Financial Times zufolge will der Pharmariese sein China-Geschäft abspalten und es separat an den Börsen in Hongkong und Shanghai notieren lassen. Eine derartige Abspaltung könne Astrazeneca erlauben, regulatorische Hürden aus Peking zu umgehen, meint Victoria Scholar von Interactive Investor. Das Unternehmen generiere rund 13 Prozent seiner Umsätze in China. Auf der anderen Seite fragen sich Beobachter, wie weit sich die abgespaltene Sparte dem Einfluss der chinesischen Behörden entziehen kann.

Sartorius brechen um 15,5 Prozent ein. Der Laborausüster hatte am späten Freitag vor einem Umsatzrückgang im laufenden Jahr gewarnt, der bis in den mittleren Zehn-Prozent-Bereich reichen könne. Bislang wurde mit einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Grund ist der anhaltende Abbau von Lagerbeständen bei Kunden. "Dass die Umsätze jenseits von Coronaprodukten fallen, hatte nicht jeder auf dem Radar", kommentiert ein Händler. Denn auch ohne diese rechnet Sartorius mit einem Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozent-Bereich.

In den Sog von Sartorius geraten auch Merck KGaA, sie fallen um 4,7 Prozent. Von der Citigroup heißt es dazu, das Ausmaß der Gewinnwarnung von Sartorius belaste die Stimmung. Allerdings sei das Merck-Portfolio breiter, der Bereich Science & Lab Solutions mache 51 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Siemens Healthineers kommen um 1,5 Prozent zurück, in der dritten Reihe verlieren Eckert & Ziegler 2,7 Prozent.

Mit Abgaben von 0,7 Prozent bewegen sich die Abgaben von Pirelli im Rahmen der Gesamtmarktentwicklung. Die italienische Regierung hat bei Pirelli den Einfluss des chinesischen Staatsunternehmens Sinochem als Großaktionär eingeschränkt. Die Beschränkungen erfassen auch die Möglichkeit, einen neuen Chef bei dem italienischen Reifenhersteller zu nominieren. Equita weist indes darauf hin, dass Rom, anders als im Vorfeld spekuliert, weder Einschnitte bei den Stimmrechten vornimmt, noch eine Reduzierung der Anteile erzwingt.

MTU nimmt Margenziel nach oben 

Auf der anderen Seite steigen im DAX MTU um 3,6 Prozent. Der Triebwerkhersteller hat das Margenziel nach oben genommen. Airbus gewinnen 0,6 Prozent, nachdem das Unternehmen bereits in der Vorwoche die Prognose für die weltweite Nachfrage erhöht hatte. Im Windschatten notieren Fraport im MDAX 1,4 Prozent fester.

Im DAX gehören auch Beiersdorf zu den Gewinnern. Sie profitieren mit einem Plus von 0,3 Prozent von einer positiven Analysteneinschätzung. Im TecDAX gewinnen Telefonica Deutschland 0,2 Prozent. Barclays hat das Kursziel angehoben. Im SDAX steigen Flatexdegiro 6,8 Prozent. Die Aktie hatte schon am Freitag davon profitiert, dass die Finanzaufsicht die Eigenmittelforderungen gesenkt hat.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.365,31    -0,7%   -29,51   +15,1% 
Stoxx-50        4.006,32    -0,7%   -27,08   +9,7% 
DAX          16.214,57    -0,9%   -143,06   +16,5% 
MDAX          27.180,99    -1,1%   -299,83   +8,2% 
TecDAX         3.199,14    -2,2%   -72,93   +9,5% 
SDAX          13.592,10    -0,8%   -115,03   +14,0% 
FTSE          7.602,67    -0,5%   -40,05   +2,6% 
CAC           7.325,74    -0,9%   -62,91   +13,2% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,51          +0,04   -0,06 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Mo, 8:09 Fr, 17:32  % YTD 
EUR/USD          1,0921    -0,2%   1,0936   1,0928  +2,0% 
EUR/JPY          154,81    -0,2%   154,90   154,78 +10,3% 
EUR/CHF          0,9789    +0,1%   0,9775   0,9764  -1,1% 
EUR/GBP          0,8531    +0,0%   0,8531   0,8525  -3,6% 
USD/JPY          141,75    -0,1%   141,64   141,64  +8,1% 
GBP/USD          1,2800    -0,2%   1,2820   1,2818  +5,8% 
USD/CNH (Offshore)    7,1612    +0,4%   7,1550   7,1281  +3,4% 
Bitcoin 
BTC/USD        26.523,51    +0,4%  26.450,35 25.582,27 +59,8% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         71,78    71,78     0%     0 -10,1% 
Brent/ICE         76,66    76,61    +0,1%   +0,05  -8,5% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         34,49    35,01    -1,5%   -0,52 -59,4% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.953,34   1.957,99    -0,2%   -4,65  +7,1% 
Silber (Spot)       23,96    24,20    -1,0%   -0,23  -0,0% 
Platin (Spot)       980,95    986,40    -0,6%   -5,45  -8,2% 
Kupfer-Future        3,88     3,89    -0,3%   -0,01  +1,6% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

June 19, 2023 10:06 ET (14:06 GMT)

Copyright (c) 2023 Dow Jones & Company, Inc.

© 2023 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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