DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ING/COMDIRECT - Tausende Bankkunden in Deutschland sind von einem Datenleck bei einem Kontowechsel-Dienstleister betroffen. Neben der Deutschen Bank und der Postbank gelte das auch für die Direktbanken ING und Comdirect, wie die Geldhäuser auf Handelsblatt-Anfrage bestätigten. "Wir haben Kenntnis darüber, dass kürzlich ein Hacker-Angriff auf einen Dienstleister verübt wurde, mit dem wir im Rahmen der gesetzlichen Kontowechselhilfe zusammenarbeiten", erklärte die ING. "Nach aktuellem Kenntnisstand ist eine niedrige vierstellige Zahl an Kundinnen und Kunden betroffen, die im Rahmen einer Girokontoeröffnung bei uns die gesetzliche Kontowechselhilfe genutzt haben." Eine Commerzbank-Sprecherin sagte, das Institut sei vom Datenleck beim Anbieter Majorel "ausschließlich mit der Marke Comdirect" betroffen. (Handelsblatt)
EY - Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY macht in Deutschland Druck beim angepeilten Stellenabbau. Weil die Ziele des Kürzungsprogramms noch nicht voll erreicht sind, droht EY nun mit betriebsbedingten Kündigungen. Das geht aus internen Schreiben hervor, die dem Handelsblatt vorliegen. Der Gesamtbetriebsrat hat für diesen Fall bereits Widerstand angekündigt. EY Deutschland hat im Frühjahr 2023 bestätigt, bis zu 380 Stellen in den sogenannten Servicebereichen zu streichen, zu denen etwa Marketing, Verwaltung und Research gehören. Zudem sollen 40 Partnerinnen und Partner das Haus verlassen. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen werden auch zwei kleine Standorte geschlossen. (Handelsblatt)
COINBASE - Der Europa-Chef von Coinbase, Daniel Seifert, hat die SEC-Vorwürfe zurückgewiesen. "Coinbase hat einen rigorosen Listing-Prozess für digitale Assets aufgesetzt - und 90 Prozent der Assets, die auf unsere Plattform wollen, lehnen wir ab." Das Vorgehen der SEC gegen Staking - es wurde eine "complaint" eingereicht - habe keine Auswirkungen auf den aktuellen Betrieb, es seien keine Staking-Dienste eingestellt worden, so Seifert. Die Branche wehre sich nach Kräften. Alle wünschten sich gesetzgeberische Klarheit in den USA, so dass man nicht mehr auf den aus den 30er Jahre stammenden Howey-Test zurückgreifen müsse, um zu entscheiden, was ein Wertpapier sei und was nicht. (Börsen-Zeitung)
BERKSHIRE HATHAWAY ENERGY - Warren Buffett investiert weiter in Wetten auf fossile Brennstoffe: Berkshire Hathaway hat sich mit Dominion Energy auf eine 3,3 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des 50-prozentigen Anteils an einem Flüssigerdgas-Terminal geeinigt. Berkshire Hathaway Energy, das bereits 25 Prozent der Anlage Cove Point in Maryland besitzt und deren Betrieb verwaltet, wird die Übernahme mit einer Kombination aus Barmitteln und Aktien finanzieren. Die restlichen Anteile werden von Brookfield Infrastructure Partners gehalten. Berkshire erwarb seine erste Beteiligung an der Anlage im Jahr 2020. Buffett hat in letzter Zeit großes Interesse am Energiesektor gezeigt und in den letzten anderthalb Jahren Milliarden für den Kauf von Aktien der Ölkonzerne Occidental Petroleum und Chevron ausgegeben. (Financial Times)
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July 11, 2023 00:54 ET (04:54 GMT)
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