PARIS (dpa-AFX) - Trotz einer stagnierenden Wirtschaft geht die Industriestaatenorganisation OECD von einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland im kommenden Jahr aus. Im Frühjahr habe Deutschland bereits eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten unter den OECD-Ländern gehabt, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris mit. Die Arbeitslosigkeit sei geringer als vor der Corona-Krise. Dabei werde die deutsche Wirtschaft 2023 voraussichtlich stagnieren, da die hohe Inflation die Realeinkommen und Ersparnisse schmälere und den Konsum dämpfe. Im OECD-Raum werde hingegen ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet.
Für 2024 fällt der Konjunkturausblick der OECD auch für Deutschland positiver aus: Gerechnet wird mit einem Wachstum von 1,3 Prozent, begleitet von einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Unterdessen sanken in Deutschland wie in allen OECD-Ländern die Reallöhne durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im ersten Quartal 2023 betrug der Rückgang in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 3,3 Prozent. Bei Geringverdienenden in Deutschland sei dieser Reallohnverlust durch die im Oktober 2022 erfolgte Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde etwas abgefedert worden./evs/DP/jkr
