KONSTANZ (dpa-AFX) - "Südkurier" zum Nato-Gipfel:
"Ein bisschen Hoffnung: Mehr ist für Präsident Selenskyj beim Nato-Gipfel in Vilnius nicht drin. Der Westen schickt der Ukraine zwar neue Waffen, doch ein baldige Mitgliedschaft im westlichen Bündnis kommt für die Nato nicht in Frage. Vor allem der amerikanische Präsident und der deutsche Kanzler mauern, wenn auch aus nachvollziehbaren Gründen. Sowohl Joe Biden wie auch Olaf Scholz scheuen eine Beistandsverpflichtung für ein Land, das sich in einem solchen Krieg befindet. Ärgerlich bleibt, dass die Bundesregierung andere Gründe vorschiebt und Selenskyj mit fadenscheinigen Argumenten abwimmelt. Besser wären Ansagen, die in Kiew wie auch in Moskau klipp und klar verstanden werden. Die Ukraine braucht Gewissheit, dass der Westen ihren Sieg will und dass er wenigstens nach Ende dieses Krieges für ihre Sicherheit einsteht. Und der Kreml sollte begreifen, dass jedes Volk selbst entscheidet, welchem Bündnis es angehören will. Die Botschaft kann nicht ankommen, solange sich die Nato windet."/yyzz/DP/he
