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USA hängen Europa bei künstlicher Intelligenz ab

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Die Dominanz der USA gegenüber Europa bei Anwendungen von künstlicher Intelligenz (KI) hat sich im laufenden Jahr verfestigt. Das zeigt sich vor allem bei der Verfügbarkeit von Risikokapital.

Die Dominanz der USA gegenüber Europa bei Anwendungen von künstlicher Intelligenz (KI) hat sich im laufenden Jahr verfestigt. Das zeigt sich vor allem bei der Verfügbarkeit von Risikokapital.

Seitdem das kalifornische Start-up Open AI im November 2022 seinen auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Textroboter ChatGBT öffentlich nutzbar ins Netz gestellt hat, hat sich weltweit ein KI-Hype breit gemacht. Befeuert wurde dieser durch Investitionen in neue KI-Anwendungen und der Bereitschaft, Risikokapital für Start-ups zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist diese Bereitschaft, wie sich nun zeigt, in den USA deutlich ausgeprägter als in Europa.

USA: Risikokapital für Start-ups verdoppelt

So hat eine exklusive Auswertung des Analysehauses PitchBook für das Handelsblatt ergeben, dass die Bereitschaft, Risikokapital für KI-Unternehmen zur Verfügung zu stellen, in Europa tendenziell sinkt, während diese in den USA kräftig zulegt. Demzufolge flossen im Bereich KI in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in den USA in insgesamt 1129 Fällen ein gesamtes Risikokapital für Start-ups in Höhe von 30,8 Milliarden Dollar. Damit haben sich die Investitionen in diesem Bereich gegenüber der zweiten Hälfte des Vorjahres verdoppelt, als in ähnlich vielen Fällen (1249) insgesamt 15,6 Milliarden Dollar geflossen sind.

Europa: Risikokapital für KI-Start-ups lahmt

Im Vergleich damit zeichnet sich in Europa ein gänzlich anderes Bild ab. So wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in insgesamt 646 Fällen ein gesamtes Risikokapital für Start-ups in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar bereitgestellt. Im Vergleich mit den USA sind das sowohl deutlich weniger Fälle als auch deutlich weniger Geld. Dazu kommt, dass im zweiten Halbjahr 2022 bei etwas mehr Fällen (761) noch Investitionen in Höhe von 4,6 Milliarden Dollar eingesammelt wurden. Damit ist die Bereitschaft, in KI-Start-ups zu investieren, in Europa sogar gesunken.

"Verstärkender Effekt der Tech-Giganten"

Es sei nichts Neues, dass Start-ups in Europa weniger Geld zur Verfügung hätten. Problematisch sei allerdings, dass ausgerechnet im KI-Hype-Jahr 2023 das bereit gestellte europäische Risikokapital zurückgehe, während es in den USA deutlich zugelegt habe, hieß es vonseiten der Analysten.

"Europa fällt beim Zukunftsthema KI weiter zurück", sagt Brendan Burke von PitchBook. Dies liege am "sich verstärkenden Effekt der Tech-Giganten". Diese würden bewusst in vielversprechende KI-Start-ups investieren, um deren Entwicklungen für die eigene Forschung nutzen zu können.

Enthaltene Werte: XD0002747XXX

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