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MÄRKTE EUROPA/Anleger vor dem Wochenende vorsichtiger

DJ MÄRKTE EUROPA/Anleger vor dem Wochenende vorsichtiger

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten ist es zum Wochenausklang nach unten gegangen. Die übergeordneten Belastungsthemen sind mit der Kombination aus Konjunktursorgen um China und global steigenden Zinsen weiter die gleichen, hieß es im Handel. Der DAX verlor 0,7 Prozent auf 15.574 Punkte. Seit dem Allzeithoch am 31. Juli hat er nun bereits knapp 1.000 Punkte verloren und auf dem Weg nach unten einige Kurslücken gerissen. Dies zeigt, welch hohe Abgabebereitschaft bei Risiko-Assets momentan vorhanden ist. Der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich um 0,4 Prozent auf 4.213 Punkte. Unter den Sub-Indizes notierten die Minenwerte auf Grund der Entwicklung in China 1,4 Prozent tiefer, auch der Sektor der Einzelhändler schloss 1,2 Prozent im Minus. Von der steigenden Risikoaversion der Anleger profitierten zum Wochenausklang die Anleihen, für die es nach oben ging.

Treffen der Notenbanker in Jackson Hole im Fokus 

An der Börse trat bereits das kommenden Donnerstag startende Treffen der Notenbanker in Jackson Hole in den Fokus. Die Notenbanker versammeln sich in den Bergen von Wyoming regelmäßig im August. Das Highlight ist die Rede von Fed-Präsident Jerome Powell am Freitagnachmittag. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung "Structural Shifts in the Global Economy" zeigt den Marktstrategen der DZ Bank, dass die weltpolitische Großwetterlage beim Austausch sehr wohl eine Rolle spielen wird. Letztlich dürfte es vor allem um die Fragen gehen, wie stark mittelfristig die Veränderungen bei den Lieferketten und auch die demografische Entwicklung in den einzelnen Ländern die Inflation beeinflussen werden. Denn dies gibt wiederum wichtige Informationen zum jeweils angemessenen Zinsniveau.

Suse soll Parkett wieder verlassen 

Das Open-Source-Softwareunternehmen Suse soll nur gut zwei Jahre nach seinem Gang aufs Parkett wieder von der Börse genommen werden. Der Schritt kommt nicht überraschend, mehrere Medien hatten die vergangenen Wochen über einen möglichen solchen Schritt bereits berichtet. Für die Aktionäre, die zuletzt gekauft hatten, kommt das Gebot sicherlich gelegen. Wer allerdings die Aktien zum IPO-Preis mit 30 Euro in den Büchern stehen hat, liegt deutlich im Minus. Der Mehrheitseigentümer EQT strebt ein Übernahmeangebot und ein Delisting an, der Kaufpreis soll bei 16 Euro abzüglich der Zwischendividende liegen. Suse gewannen knapp 60 Prozent auf 15,36 Euro.

Der Volkswagen-Konzern (-0,2%) steigerte den Absatz im Juli konzernweit um 6,6 Prozent auf 773.400 Fahrzeuge. Damit lag das Wachstum allerdings unter dem Schnitt der ersten sieben Monate des Jahres. Getragen wurde das Absatzplus im Juli von Westeuropa. Damit übernahm der alte Kontinent wieder die Rolle des wichtigsten Absatzgebietes, denn der für VW wichtige Markt China brach für die Marken des Konzerns um 10,2 Prozent ein. Unter den einzelnen Marken entwickelten sich Skoda und Seat mit einem Plus von 17,4 bzw 45,7 Prozent gut.

Emmi überzeugt beim Gewinn 

Für die Aktie von Emmi ging es gegen den Trend um gut 5 Prozent nach oben, nachdem die Schweizer ein überzeugendes erstes Halbjahr mit starker Marge abgeliefert haben. Das organische Wachstum übertraf die Erwartungen, hieß es von den Analysten von Stifel. Das EBIT fiel dank einer signifikanten Verbesserung der Bruttomarge von plus 180 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr deutlich besser als erwartet aus. Ungewöhnlich war die geografische Aufteilung des Wachstums: Die Schweiz wuchs um 6,0 Prozent, hinter Amerika (+9,6%) und vor Europa (+2,0%). Deutliche Erfolge bei der Preisgestaltung, den italienischen Desserts und gute Fortschritte in Chile sowie Mexiko halfen, die letztjährigen Defizite im ersten Halbjahr zu kompensieren. Für die Gläserne Molkerei, den dritten Belastungsfaktor des ersten Halbjahres 2022 (außer Desserts und Chile), präsentierte Emmi mit dem Verkauf an Mutares bereits im Juli eine Lösung.

Novartis (-0,5%) präzisierte den Zeitpunkt für die geplante Abspaltung ihrer Generika- und Biosimilar-Sparte Sandoz, sie soll voraussichtlich am oder um den 4. Oktober stattfinden. Wie der Schweizer Pharmakonzern mitteilte, will er die Abspaltung durch die Ausgabe von Sandoz-Aktien an die eigenen Aktionäre durchführen. Novartis-Aktionäre sollen für je fünf Aktien eine Sandoz-Aktie erhalten sowie für je fünf Novartis-ADRs ein Sandoz-ADR.

=== 
Index                 Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
.                    stand   absolut     in %      seit 
.                                     Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50             4.212,95    -14,88    -0,4%     +11,1% 
Stoxx-50               3.885,39    -20,82    -0,5%     +6,4% 
Stoxx-600                448,44    -2,75    -0,6%     +5,5% 
XETRA-DAX              15.574,26   -102,64    -0,7%     +11,9% 
FTSE-100 London            7.262,43    -47,78    -0,7%     -1,9% 
CAC-40 Paris             7.164,11    -27,63    -0,4%     +10,7% 
AEX Amsterdam              735,04    -2,59    -0,4%     +6,7% 
ATHEX-20 Athen            3.063,77    -43,08    -1,4%     +36,1% 
BEL-20 Bruessel            3.579,03    -36,53    -1,0%     -3,3% 
BUX Budapest             56.232,21   -237,88    -0,4%     +28,4% 
OMXH-25 Helsinki           4.209,88    -16,28    -0,4%     -12,4% 
ISE NAT. 30 Istanbul         8.081,39   -281,96    -3,4%     +35,9% 
OMXC-20 Kopenhagen          2.123,69    -28,17    -1,3%     +15,7% 
PSI 20 Lissabon            5.980,69    +4,29    +0,1%     +4,5% 
IBEX-35 Madrid            9.267,70    -10,30    -0,1%     +12,6% 
FTSE-MIB Mailand           27.761,98   -117,37    -0,4%     +17,6% 
OBX Oslo               1.141,87    -15,92    -1,4%     +4,8% 
PX Prag               1.350,47    -11,25    -0,8%     +12,4% 
OMXS-30 Stockholm           2.145,66    -8,90    -0,4%     +5,0% 
WIG-20 Warschau            2.014,55    -6,60    -0,3%     +12,4% 
ATX Wien               3.117,28    -8,38    -0,3%     +1,3% 
SMI Zuerich             10.839,06    -45,83    -0,4%     +1,0% 
*bezogen auf Schlusskurs vom Vortag 
 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Fr, 8:11 Uhr Do, 17:11 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0875    +0,0%    1,0882     1,0887  +1,6% 
EUR/JPY        157,84    -0,4%    158,11     158,92 +12,5% 
EUR/CHF        0,9587    +0,4%    0,9561     0,9562  -3,1% 
EUR/GBP        0,8539    +0,1%    0,8546     0,8534  -3,5% 
USD/JPY        145,16    -0,5%    145,27     145,98 +10,7% 
GBP/USD        1,2737    -0,1%    1,2733     1,2757  +5,3% 
USD/CNH (Offshore)   7,3002    -0,1%    7,3009     7,3111  +5,4% 
Bitcoin 
BTC/USD       26.011,74    -1,6%   26.523,36   28.409,14 +56,7% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        80,65    80,39     +0,3%     +0,26  +2,3% 
Brent/ICE        84,32    84,12     +0,2%     +0,20  +2,0% 
GAS              VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF        37,55    36,83     +2,0%     +0,72 -54,3% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.891,73   1.889,27     +0,1%     +2,47  +3,7% 
Silber (Spot)      22,75    22,73     +0,1%     +0,03  -5,1% 
Platin (Spot)     911,58    894,50     +1,9%     +17,08 -14,7% 
Kupfer-Future      3,70     3,69     +0,2%     +0,01  -3,0% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 18, 2023 12:04 ET (16:04 GMT)

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