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MÄRKTE ASIEN/Weiter abwärts - Taifun verhindert Handel in Hongkong

DJ MÄRKTE ASIEN/Weiter abwärts - Taifun verhindert Handel in Hongkong

Von Steffen Gosenheimer

TOKIO (Dow Jones)--Die Abwärtsbewegung an den Börsen in Ostasien und in Sydney geht weiter. Zum Wochenausklang dominieren Sorgen um die Konjunktur das Geschehen. Nachdem jüngst insbesondere maue Konjunkturdaten aus China die Stimmung eintrübten, wurde nun das BIP-Wachstum in Japan für das zweite Quartal nach unten revidiert. Zugleich wurde der BIP-Deflator leicht nach oben revidiert. Mit 3,5 Prozent liegt er weiter deutlich über dem Ziel der japanischen Notenbank.

Bremsend wirken auch weiter die Sorgen, dass die Zinsen längere Zeit als zunächst angenommen auf erhöhten Niveaus bleiben könnten. Denn aus den USA werden immer wieder robuste Konjunkturdaten gemeldet, insbesondere zeigt sich dort der Arbeitsmarkt weiter robust. Die US-Börsen hatten darauf am Vortag überwiegend leichter tendiert.

Der Nikkei-Index in Tokio verliert 1,3 Prozent auf 32.574 Punkte und ist klar das Schlusslicht in der Region. An den anderen Plätzen liegen die Verluste der Indizes bei je rund 0,5 Prozent. Noch nicht gehandelt wurde bislang in Hongkong. Wegen einer Taifunwarnung wurde wie üblich zunächst der Vormittagshandel abgesagt, gut möglich dass dort der Handel auch ganz ausfällt.

Auf die Stimmung insbesondere im Technologiesegment drückt auch, dass China Restriktionen für den Gebrauch von iPhones und anderer Geräte ausländischer Marken durch Regierungsbeamte bei der Arbeit verhängt hat. Die Apple-Aktie büßte darauf an den vergangenen beiden Tagen gut 6 Prozent ein. Für den Kurs des großen Konkurrenten Samsung geht es in Seoul um 1,0 Prozent nach unten.

Index (Börse)      zuletzt    +/- %   % YTD    Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)  7.139,90    -0,4%   +1,4%   08:00 
Nikkei-225 (Tokio)   32.573,57    -1,3%   +27,4%   08:00 
Kospi (Seoul)      2.534,28    -0,5%   +13,3%   08:00 
Schanghai-Comp.     3.108,84    -0,4%   +0,6%   09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     Handel wegen Taifunwarnung ausgesetzt 
Straits-Times (Sing.)  3.213,73    -0,4%   -0,9%   11:00 
KLCI (Malaysia)     1.456,51    -0,2%   -2,3%   11:00 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %   00:00  Do, 9:21  % YTD 
EUR/USD          1,0717    +0,2%   1,0698   1,0714  +0,1% 
EUR/JPY          157,75    +0,1%   157,56   158,07 +12,4% 
EUR/GBP          0,8577    -0,0%   0,8577   0,8589  -3,1% 
GBP/USD          1,2495    +0,2%   1,2473   1,2473  +3,3% 
USD/JPY          147,20    -0,1%   147,28   147,53 +12,3% 
USD/KRW         1.333,72    +0,1%  1.332,06  1.334,90  +5,7% 
USD/CNY          7,2212    +0,2%   7,2212   7,3261  +4,7% 
USD/CNH          7,3542    +0,2%   7,3410   7,3326  +6,2% 
USD/HKD          7,8376    -0,0%   7,8392   7,8400  +0,4% 
AUD/USD          0,6388    +0,2%   0,6378   0,6384  -6,3% 
NZD/USD          0,5897    +0,4%   0,5876   0,5882  -7,2% 
Bitcoin 
BTC/USD        26.281,31    +0,4% 26.167,23 25.748,57 +58,3% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         86,23    86,87   -0,7%   -0,64 +10,1% 
Brent/ICE         89,37    89,92   -0,6%   -0,55  +8,8% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.925,00   1.919,55   +0,3%   +5,45  +5,6% 
Silber (Spot)       23,08    22,98   +0,4%   +0,10  -3,7% 
Platin (Spot)       910,40    908,00   +0,3%   +2,40 -14,8% 
Kupfer-Future        3,74     3,76   -0,5%   -0,02  -1,8% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

September 08, 2023 00:35 ET (04:35 GMT)

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© 2023 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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