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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester vor Fed-Entscheidung - Baloise schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester vor Fed-Entscheidung - Baloise schwach

FRANKFURT (Dow Jones)--Vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Abend zeigen sich Europas Börsen am Mittwochmittag mit Aufschlägen. Der Handel wird als zurückhaltend beschrieben. "Eine Zinspause bei 5,25 bis 5,50 Prozent gilt als ausgemacht, der Fokus dürfte damit auf den aktualisierten Leitzinsprojektionen liegen", so Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank. An den neuen Zinsprojektionen werde ablesbar sein, ob die Marktteilnehmer für die verbleibenden Zinssitzungen der US-Notenbank in diesem Jahr richtig liegen. Weil eine weitere Zinsanhebung nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 44 Prozent eingepreist werde, wäre ein Anheben der Projektionen möglicherweise ein negatives Signal für die Aktien- und Zinsmärkte. Profitieren würde dann vermutlich der Dollar.

Nach den Verlusten vom Vortag gewinnt der DAX 0,5 Prozent auf 15.746, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,4 Prozent auf 4.261 nach oben. Am Devisenmarkt zieht der Euro an auf 1,0700 Dollar. An den Anleihemärkten zeigen sich die Kurse derweil wenig verändert.

Derweil sind in Deutschland die Erzeugerpreise im August wie erwartet im Jahresvergleich um 12,6 Prozent gesunken. Ein Hoffnungsschimmer kommt aus Großbritannien. Dort stiegen die Verbraucherpreise im August in der Kernrate zwar um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr; Ökonomen hatten aber mit 6,8 Prozent deutlich mehr erwartet. Am Devisenmarkt gerät das Pfund darauf unter Druck.

Die Schwäche bei den Luxusgüteraktien hält an. Kering geben 0,9 Prozent nach, LVMH 0,4 Prozent. "Der Konsum bleibt mit den hohen Ölpreisen und den steigenden Zinsen angeschlagen", so ein Marktteilnehmer. Die Analysten von Jefferies haben Kering, LVMH, Moncler und Swatch abgestuft. Zum einen blieben die Nachfragerisiken für die Luxusgüterbranche in den USA und Europa zunächst unklar, zum anderen enttäusche die ausbleibende Erholung der chinesischen Kauflust. Nach dem Rücksetzer vom Vortag erholen sich allerdings Hugo Boss mit plus 1,9 Prozent.

Unicredit kauft eigene Aktien vorzeitig zurück 

Unicredit legen um 3,6 Prozent zu, nachdem die italienische Bank bekannt gegeben hat, im Rahmen ihres Rückkaufprogramms 2023 vorzeitig Aktien im Wert von 2,5 Milliarden Euro zurückzukaufen. UniCredit hat sich für 2023 ein Gesamtkapitalausschüttungsziel von mindestens 6,5 Milliarden Euro gesetzt, gegenüber 5,25 Milliarden 2022. Das entspreche einer Gesamtrendite von mehr als 16 Prozent, so die Bank. Der Beginn des Rückkaufs hängt von der Zustimmung der Aktionäre ab, am 27. Oktober wird dazu eine außerordentliche Versammlung stattfinden. Die Bank fügte hinzu, dass auch die Genehmigung der Aufsichtsbehörden erforderlich sei.

Baloise rutschen nach Vorlage der Halbjahreszahlen um rund 7 Prozent ab. Laut der UBS hat der Versicherungskonzern mit dem Nettogewinn die Erwartung um 6 Prozent verfehlt, wofür vor allem das Lebensversicherungsgeschäft verantwortlich sei. Dazu erwarte Baloise, dass eine Reihe von Naturkatastrophen, insbesondere Hagelstürme in der Schweiz, die Ergebnisse des zweiten Halbjahres negativ beeinflussen werden.

Die Talanx-Aktie verliert 8,2 Prozent auf 60,40 Euro. Der Versicherer hat knapp 4,9 Millionen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung und gut 1,6 Millionen Aktien aus dem HDI-Besitz im Schnellverfahren platziert - zu einem Stückpreis von 61,50 Euro nach einem Schlusskurs von 65,80 Euro, der ein Allzeithoch war. Mit Blick auf das Allzeithoch war der Zeitpunkt für die Kapitalmaßnahme gut gewählt. "Auch wenn die Aussichten in der Branche mit steigenden Margen weiter gut sind, macht Talanx einen stark überkauften Eindruck", so ein Marktteilnehmer.

Borussia Dortmund geben nach der Niederlage zum Auftakt der Champions League 0,4 Prozent nach. Der Club hat 0:2 gegen Paris St Germain verloren.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.260,80    +0,4%    18,10   +12,3% 
Stoxx-50        3.989,47    +0,3%    10,63   +9,3% 
DAX          15.746,02    +0,5%    81,54   +13,1% 
MDAX          27.139,72    +0,9%   235,47   +8,1% 
TecDAX         3.059,33    +1,3%    39,31   +4,7% 
SDAX          13.128,44    +1,0%   129,81   +10,1% 
FTSE          7.715,85    +0,7%    55,65   +2,8% 
CAC           7.304,37    +0,3%    22,25   +12,8% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,72          -0,02   +0,15 
US-Zehnjahresrendite    4,34          -0,02   +0,46 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Mi, 8:25 Di, 17:12  % YTD 
EUR/USD          1,0702    +0,2%   1,0691   1,0691  -0,0% 
EUR/JPY          158,23    +0,3%   158,14   157,92 +12,7% 
EUR/CHF          0,9592    +0,0%   0,9595   0,9595  -3,1% 
EUR/GBP          0,8657    +0,5%   0,8654   0,8622  -2,2% 
USD/JPY          147,84    +0,0%   147,93   147,73 +12,8% 
GBP/USD          1,2362    -0,3%   1,2354   1,2399  +2,2% 
USD/CNH (Offshore)    7,3060    +0,0%   7,3110   7,3006  +5,5% 
Bitcoin 
BTC/USD        27.052,14    -0,4%  27.053,66 27.198,75 +63,0% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         90,31    91,20    -1,0%   -0,89 +15,3% 
Brent/ICE         93,58    94,34    -0,8%   -0,76 +14,0% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         36,73    36,78    -0,2%   -0,06 -54,0% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.932,35   1.931,30    +0,1%   +1,05  +6,0% 
Silber (Spot)       23,29    23,33    -0,2%   -0,04  -2,8% 
Platin (Spot)       942,10    944,05    -0,2%   -1,95 -11,8% 
Kupfer-Future        3,73     3,72    +0,4%   +0,02  -2,3% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

September 20, 2023 06:58 ET (10:58 GMT)

Copyright (c) 2023 Dow Jones & Company, Inc.

© 2023 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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