NÜRNBERG (dpa-AFX) - "Nürnberger Nachrichten" zu der CSU fehlt das Rezept:
"2018 versuchte sich Markus Söder als etwas sanftere Kopie der AfD. Danach baute er die CSU zu einer konservativ-grünen Partei um. Inzwischen setzt er auf Grünen-Bashing und seit dieser Woche wieder auf die Flüchtlingskarte. Gebracht hat all dies wenig, im Gegenteil. Es festigt bei vielen Söders Ruf als Populist, dessen Wertegerüst weich und der Tagesaktualität angepasst ist. Die Menschen vermissen eine klare, visionäre Linie von Bestand. Und sie wechseln. Übrigens weniger zur AfD. Die holt ihre Stimmen aus dem Lager der Nichtwähler, das hat sich 2018 gezeigt. 2018 hat die CSU vor allem an zwei Parteien verloren: an die Freien Wähler und an die Grünen. Es sieht so aus, als wiederhole sich das insbesondere bei den Freien Wählern. Für den CSU-Chef kann das bedrohlich werden. Denn nur der Erfolg hat viele Väter."/ra/DP/nas
