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Ethische Rendite
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Die Problematik der Lieferketten

Neulich habe ich ein Finanzbuch zum Thema Lieferketten verschlungen - ein intellektueller Lesegenuss.

Ich erinnere mich noch, dass zur Zeit meines Studiums der Volkswirtschaftslehre "just-in-time"-Produktion der letzte Schrei war. Bloß keine Lagerhaltung - am besten die Produktion so managen, dass die benötigten Teile genau dann eintreffen, wenn sie zur Produktion benötigt werden.

"Just in time" hieß das und heißt es wohl immer noch.

Schon damals wurde mir bei dem Thema etwas mulmig. In Bezug auf meine Heimat-Volkswirtschaft Deutschland wünschte ich mir durchaus, dass Unternehmen und/oder Regierung bei einigen wichtigen strategischen Rohstoffen einige Lagerbestände anlegen würden.

Denn was, wenn z.B. ein wichtiges Lieferland auf einmal aufgrund politischer Differenzen nicht mehr liefert? Oder was, wenn ein Unwetter Hafenanlagen - die für den Import der Rohstoffe wichtig sind - beeinträchtigt? Oder wenn ein Schiff mit Nachschub in einem Sturm versinkt?

Nein, "just in time" ist super - so der Tenor. Und das eigentlich bis Anfang 2022.

Dann allerdings - Stichwort Ukraine-Krieg - zeigte sich, dass es durchaus nicht falsch gewesen wäre, für bestimmte Rohstoffe strategische Lager anzulegen ...

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© 2023 Ethische Rendite
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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