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Die Problematik der Lieferketten

Neulich habe ich ein Finanzbuch zum Thema Lieferketten verschlungen - ein intellektueller Lesegenuss.

Ich erinnere mich noch, dass zur Zeit meines Studiums der Volkswirtschaftslehre "just-in-time"-Produktion der letzte Schrei war. Bloß keine Lagerhaltung - am besten die Produktion so managen, dass die benötigten Teile genau dann eintreffen, wenn sie zur Produktion benötigt werden.

"Just in time" hieß das und heißt es wohl immer noch.

Schon damals wurde mir bei dem Thema etwas mulmig. In Bezug auf meine Heimat-Volkswirtschaft Deutschland wünschte ich mir durchaus, dass Unternehmen und/oder Regierung bei einigen wichtigen strategischen Rohstoffen einige Lagerbestände anlegen würden.

Denn was, wenn z.B. ein wichtiges Lieferland auf einmal aufgrund politischer Differenzen nicht mehr liefert? Oder was, wenn ein Unwetter Hafenanlagen - die für den Import der Rohstoffe wichtig sind - beeinträchtigt? Oder wenn ein Schiff mit Nachschub in einem Sturm versinkt?

Nein, "just in time" ist super - so der Tenor. Und das eigentlich bis Anfang 2022.

Dann allerdings - Stichwort Ukraine-Krieg - zeigte sich, dass es durchaus nicht falsch gewesen wäre, für bestimmte Rohstoffe strategische Lager anzulegen ...

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