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WKN: A2PWWB | ISIN: US26853E1029 | Ticker-Symbol:
NASDAQ
21.06.24
15:36 Uhr
14,020 US-Dollar
-0,040
-0,28 %
Branche
Logistik/Transport
Aktienmarkt
ASIEN
1-Jahres-Chart
EHANG HOLDINGS LTD ADR Chart 1 Jahr
5-Tage-Chart
EHANG HOLDINGS LTD ADR 5-Tage-Chart
Markus Weingran
786 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Es geht schon wieder los!: Short-Attacke 2.0 - EHang steht erneut am Pranger und die Aktie im Keller

Es ist keinen Monat her, da ist Kerrisdale Capital auf Joby Aviation losgegangen. Jetzt ist Konkurrent EHang zum zweiten Mal an der Reihe. Nach Wolfpack sorgt Hindenburg dafür, dass die Aktie der Chinesen fällt!

Harte Zeiten für Anleger, die in Drohnen- und Flugtaxihersteller investieren. Die Branche wird gerade voll und ganz von den Short-Sellern aufs Korn genommen. Vor fast vier Wochen war Joby Aviation dran und jetzt ist EHang zum zweiten Mal in seiner Unternehmensgeschichte an der Reihe. Auch diesmal zeigt die Attacke Wirkung: Die Aktie des chinesischen Flugtaxibauers fällt zweistellig in die Tiefe.

Vor gut zwei Jahren glänzte Ehang mit Nachricht um Nachricht und die Aktie zog innerhalb von nur vier Monaten von acht Euro auf etwas mehr als 70 Euro. Dann ist Wolfpack Research auf die Chinesen losgegangen und hat behauptet, dass Ehang eine Luftnummer sei. Zeigte Bilder von leeren Fabrikhallen und nur einer Drohne. Das versetzte der Aktie einen gewaltigen Schlag und hinterließ viele Anleger mit langen Gesichtern.

Die Geschichte wiederholt sich ein wenig. Anfang Oktober haben die Chinesen einen auf ganz dicke Hose gemacht. Haben sich auf eigene Bitte für eine Woche vom Handel an der Wall Street ausschließen lassen. Viele Anleger waren besorgt, aber dann kam EHang mit einer guten Nachricht um die Ecke. Die zivile chinesische Luftfahrtbehörde hatte EHang die Zulassung für sein EH216-S Passagierdrohnensystem erteilt. Der chinesische Drohnenproduzent sah darin einen "epochalen Meilenstein" für den kommerziellen Passagier-Drohnen-Betrieb.

Die Freude über den "epochalen Meilenstein" dürfte heute bei den Anlegern nicht mehr zu spüren sein. Die Aktie steht jetzt nämlich tiefer als vor der Aussetzung vom Handel. Daran ist zum größten Teil Hindenburg Research schuld. Die New Yorker haben heute eine Short-Attacke gegen Ehang gestartet.

Mit Short-Attacken ist es ja immer so eine Sache. Zunächst zieht der Short-Seller erst einmal die Wut der Anleger auf sich, weil die Aktie fällt. Das haben auch einige "Schwarze Schafe" in der Branche ausgenutzt und Behauptungen aufgestellt, die nicht wahr waren und trotzdem Spuren im Kurs hinterlassen haben.

Seit dem Fall Wirecard sind die Anleger aber nicht mehr ganz so wütend auf Short-Seller, auch wenn es in vielen Fällen nicht gut für sie ausgeht. Hindenburg Research ist jedenfalls kein Unbekannter in der Branche. Das Investment-Research-Unternehmen hat die Machenschaften vom ehemaligen Nikola-Chef Trevor Milton offengelegt, der erst dieser Tage wegen Betrugs verurteilt wurde. Block hatte Hindenburg ebenfalls auf dem Kieker, aber Vorstandsvorsitzender Jack Dorsey scheint am längeren Hebel zu sitzen. Auch der indische Milliardär Gautam Adani und die Investoren-Legende Paul Icahn haben schon zu spüren bekommen, was passiert, wenn Hindenburg Research einen Bericht veröffentlicht. Heute ist EHang an der Reihe.

Wie gewohnt bei Short-Attacken werden auf Minimum 30 Seiten mit Bildern und Grafiken aufgezeigt, was alles nicht stimmt. Hindenburg wirft die Frage auf, wie EHang schon so weit sein kann, wenn es gerade einmal etwas mehr als 94 Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung gesteckt hat, während die Konkurrenten Joby Aviation vier Mal so viel und Archer Aviation sieben Mal so viel investiert haben. Zudem wird auch das Orderbuch der Chinesen angezweifelt. 92 Prozent der Bestellung sollen nicht existieren.

Mein persönliches Highlight der Vorwürfe von Hindenburg gegen EHang hängt mit einer Kapitalerhöhung zusammen: "Im Juli 2023, knapp bei Kasse, kündigte EHang eine Kapitalerhöhung in Höhe von 23 Millionen US-Dollar an, die von einem südkoreanischen Musikproduzenten angeführt wurde, der zuvor auf eine INTERPOL-Fahndungsliste gesetzt wurde und nach Medienberichten zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er Gelder von einem von ihm gegründeten koreanischen Unternehmen veruntreut hatte."

Hier geht es zum vollständigen Report

Auf die Schnelle ist sicherlich nicht festzustellen, ob die Vorwürfe von Hindenburg Research alle stimmen oder nicht. Eine Short-Attacke geht eigentlich immer den gewohnten Weg. Der Bericht wird veröffentlicht, die Aktie fällt. Im Anschluß beharken sich in den meisten Fällen beide Seiten noch etwas und dann zeigt sich, ob das Vertrauen in das Unternehmen zurückkehrt oder nicht.

EHang hat den Angriff des Short-Sellers Wolfpack aus dem Jahr 2021 so gut überstanden, dass man 2023 einen "epochalen Meilenstein" erreicht hat - allerdings bei 60 Euro tieferen Kursen. Mal schauen, was die Chinesen in den kommenden zwei Jahren erreichen, wenn an dem Report nichts Wahres dran ist.

Unterm Strich sind Investments in Drohnen- und Flugtaxihersteller immer noch ein sehr heißes Eisen und damit geeignete Ziele für Short-Seller. Solange sich in der Branche noch nicht die Spreu vom Weizen getrennt hat, ist die Gefahr sehr groß, am Ende in die falsche Drohne einzusteigen. Erst einmal zuschauen, ist daher für mich die bessere Alternative.

Über das Thema werden wir auch morgen um 14 Uhr in der wallstreetONLINE Börsenlounge sprechen. Zudem werde ich mir die Zahlen von Adidas, der Commerzbank, E.ON, Bayer und der Deutschen Post genauer anschauen. Ich würde mich freuen, wenn Sie dabei sind.

Markus Weingran, Aktienexperte wallstreetONLINE Börsenlounge

Tipp aus der Börsenlounge: Börsenexperte Stefan Klotter lüftet das Sektoren-Geheimnis auf das Aktien-Profis vertrauen. In den USA sind die Unternehmen der großen Indizes elf bestimmten Sektoren zugeordnet. Wer das Zusammenspiel dieser Bereiche kennt, kann zur richtigen Zeit in die richtigen Unternehmen investieren. Der Schlüssel zur Performance! Bestellen Sie sich den neuen Premium-Report mit ausgesuchten Trading-Werten von Chartspezialist Stefan Klotter!

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© 2023 Markus Weingran
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