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China wird von Deutschen als wirtschaftliche Bedrohung gesehen - Umfrage

DJ China wird von Deutschen als wirtschaftliche Bedrohung gesehen - Umfrage

BERLIN (Dow Jones)--China wird in Deutschland als wirtschaftliche und militärische Bedrohung wahrgenommen. Eine Umfrage der Körber-Stiftung zur Sicht der Deutschen auf die Außenpolitik zeigt, dass mit 62 Prozent immer mehr Deutsche den wachsenden Einfluss Chinas negativ sehen. Sechs von zehn Deutschen wollen zudem eine größere wirtschaftliche Unabhängigkeit von dem asiatischen Land, selbst wenn dies wirtschaftliche Einbußen und den Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten könnte. Insgesamt wird Deutschland in der Umfrage von mehr als der Hälfte (57 Prozent) der Befragten ein geringerer Einfluss in der Welt zugesprochen als vor zwei Jahren. Gleichzeitig geben 54 Prozent der Befragten an, dass sich ihr Land bei internationalen Krisen stärker zurückhalten sollte.

Nur noch 38 Prozent wünschen sich der Körber-Stiftung zufolge ein stärkeres Engagement Deutschlands - der niedrigste Wert seit Umfragebeginn (2017: 52 Prozent).

"Mehr als je zuvor wirken sich internationale Krisen auf den inneren Zusammenhalt unserer Gesellschaft aus. Auch aus diesem Grund liegt es in Deutschlands Interesse, aktiv zur Bewältigung der Krisen beizutragen. Doch eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich weiterhin außen- und sicherheitspolitische Zurückhaltung", sagte Nora Müller, Leiterin des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung.

Mit Blick auf China ergab die Umfrage, dass 49 Prozent der Umfrageteilnehmer das Land als einen wirtschaftlichen Wettbewerber sehen, 35 Prozent als Rivalen und nur 13 Prozent als Partner Deutschlands. Die Skepsis gegenüber Peking schlägt sich demnach stärker als in den Vorjahren in einer konkreten Bedrohungswahrnehmung nieder: 55 Prozent sehen in China eine militärische Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands (+9 Prozentpunkte zum Vorjahr).

Solidarität mit der Ukraine - Misstrauen gegenüber Russland 

Die Solidarität mit der Ukraine hält indes weiter an. Zwei Drittel der Befragten sprechen sich für eine weitere militärische Unterstützung der Ukraine aus. Davon geben 54 Prozent an, dass die militärische Hilfe aus Deutschland der Rückeroberung der von Russland besetzten Gebiete dienen sollte. 41 Prozent sind der Meinung, dass die deutsche Unterstützung vor allem ein weiteres Vordringen Russlands verhindern sollte.

Kein Vertrauen zeigten die Befragten hingegen zu Russland. Der Anteil der Befragten, die in Russland eine militärische Bedrohung sehen, ist im Vergleich zum Vorjahr von 72 auf 76 Prozent gestiegen. Eine Mehrheit der Deutschen ist sich einig, dass der russischen Regierung unter Wladimir Putin nicht zu trauen ist (86 Prozent). Gleichwohl würden ein Rückzug Russlands aus der Ukraine ohne Vorbedingungen (87 Prozent), ein ernsthaftes Interesse Russlands an Friedensverhandlungen (84 Prozent) oder ein Machtverlust Putins (79 Prozent) das Vertrauen wiederherstellen können, so die Körber-Stiftung zum Ergebnis der Umfrage.

Beziehungen zu USA stabil - Wiederwahl von Trump als Risiko 

Die transatlantischen Beziehungen werden laut Umfrage als stabil angesehen. Im Jahr vor der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl hätten die Vereinigten Staaten noch einmal an Bedeutung als wichtigster Partner für Deutschland gewonnen. Denn 43 Prozent der Deutschen halten die USA für den wichtigsten Partner, das sind 7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 77 Prozent bewerten die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA als eher gut bis sehr gut.

Allerdings könnte sich diese positive Einschätzung der transatlantischen Beziehungen im Falle einer Wiederwahl Donald Trumps im Jahr 2024 umkehren, wie die Körber-Stiftung erklärte. 82 Prozent der Deutschen gingen davon aus, dass sich dies negativ auf die transatlantischen Beziehungen auswirken würde.

Die Umfrage wurde von dem Institut Kantar Public im Auftrag der Körber-Stiftung im September unter 1.057 Wahlberechtigten durchgeführt.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/mgo

(END) Dow Jones Newswires

November 27, 2023 11:00 ET (16:00 GMT)

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