Bayer muss eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen. Nach enttäuschenden Ergebnissen für das dritte Quartal wurden die Hoffnungen auf eine rasche Einigung im Roundup-Prozess zunichte gemacht, da die Kläger die letzten vier Prozesse gewannen und eine neue Strategie einführten, die andere Giftstoffe in Roundup in den Vordergrund stellt. Die gesamten Vergleichskosten für Bayer sind nun noch unkalkulierbarer, da noch etwa 50.000 Klagen anhängig sind. Ein weiterer Rückschlag war der vorzeitige Abbruch der klinischen Studie für das Antikoagulans Asundexian wegen mangelnder Wirksamkeit. Bayer hatte hohe Erwartungen, dass Asundexian einen jährlichen Umsatz von über 5 Milliarden Euro generieren und damit die Einnahmen aus Xarelto ersetzen könnte. Angesichts der gesunkenen Wachstumserwartungen und der gestiegenen erwarteten Kosten für Rechtsstreitigkeiten liegt das neue Kursziel von AlsterResearch bei EUR 51,00 (von EUR 65,00). Trotz der Herausforderungen halten die Analysten von AlsterResearch an ihrer Kaufempfehlung für Anleger fest, die bereit sind, die Risiken im Zusammenhang mit weiteren negativen Überraschungen im Rechtsstreit um Roundup zu tragen. Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://www.research-hub.de/companies/Bayer%20AG
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