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MÄRKTE USA/Schwach - US-Verbraucherpreise lasten auf Dow & Co

DJ MÄRKTE USA/Schwach - US-Verbraucherpreise lasten auf Dow & Co

Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Der unerwartet deutliche Anstieg der US-Verbraucherpreise im Januar verhagelt den Start am Dienstag an der Wall Street. Auf Jahressicht ist der Preisanstieg mit 3,1 Prozent über der Erwartung von 2,9 Prozent ausgefallen, auch in der Kernrate war der Anstieg mit 3,9 Prozent höher als erwartet. Für die Spekulation auf bald sinkende Zinsen ist das Gift, genauso wie zuletzt konjunkturseitig bereits mehrfach robust ausgefallene Daten.

Am Zinsterminmarkt sinkt die eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine erste Senkung im Mai denn auch weiter auf rund 40 Prozent. Vor den Preisdaten lag sie noch bei 60 Prozent. Für März liegt sie nun praktisch bei null.

Der Dow-Jones-Index liegt 0,8 Prozent zurück bei 38.485 Punkten, der S&P-500 büßt 1,2 Prozent ein. Um bis zu 1,9 Prozent geht es für die technologielastigen Nasdaq-Indizes abwärts. Sie gelten aufgrund der oft hohen Bewertungen der enthaltenen Aktien als besonders zinsempfindlich. Am Anleihemarkt steigen die Renditen lehrbuchmäßig. Im Zehnjahresbereich geht es um 7 Basispunkte nach oben auf 4,26 Prozent.

Der Dollar macht parallel zu den Zinsen einen Satz nach oben, der Euro fällt von rund 1,0790 auf 1,0720 Dollar zurück, zum Yen hat der Dollar die oft widerstandsfähige 150er Marke locker genommen. Er kostet 150,47 Yen. Der Goldpreis leidet unter den steigenden Renditen und dem steigenden Dollar, die Feinunze verbilligt sich um 21 auf 1.999 Dollar.

Einzelwerte vor allem von Quartalsberichten bewegt 

Unter den Einzelwerten zeigen sich Coca-Cola 1,4 Prozent fester. Der Getränkehersteller hat im vierten Quartal beim Umsatz durch Preis- und Mengensteigerungen einen Schub erhalten und mit dem Gewinn die Markterwartungen erreicht. Der Nettogewinn sank auf 1,97 (2,03 ) Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um 7,2 Prozent auf 10,85 Milliarden Dollar und übertraf damit den Factset-Konsens leicht.

Biogen verzeichnete dagegen einen Umsatzrückgang und prognostiziert für das laufende Jahr einen weiteren Einnahmenrückgang als Folge nachlassender Umsätze des Biotechnologieunternehmens mit seinen Multiple-Sklerose-Produkten und Auftragsfertigungsdienstleistungen. Biogen verbilligen sich um gut 4 5 Prozent.

Die Hasbro-Aktie büßt 3,2 Prozent ein, nachdem der Spielzeughersteller nicht nur enttäuschende Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt, sondern auch einen pessimistischen Ausblick gegeben hat. Demnach wird der Umsatz mit Spielzeug in diesem Jahr drastisch zurückgehen. Analysten bislang im Konsens mit 1,05 Milliarden Dollar gerechnet. Der Kurs des Wettbewerbers Mattel verliert 1,6 Prozent.

Jetblue heben um 11 Prozent ab, nachdem der Investor Carl Icahn mitgeteilt hat, dass er fast 10 Prozent an dem Unternehmen halte und möglicherweise auf einen Sitz im Aufsichtsrat dränge. Lattice Semiconductor, die vorbörslich noch sehr schwach im Markt gelegen hatten, sind über 4 Prozent fester gestartet. Das Unternehmen meldete einen Rückgang des Umsatzes und gab dazu eine schwache Prognose ab. Gleichwohl sieht sich das Unternehmen aber gut aufgestellt, um mit den Herausforderungen zurecht zukommen.

Tripadvisor machen einen Satz um rund 15 Prozent. Das Online-Reisebüro hat einen Sonderausschuss gebildet, um strategische Optionen auszuloten. Die Muttergesellschaft Liberty Tripadvisor Holdings hatte zuvor mitgeteilt, dass im Vorstand Gespräche über eine mögliche Barübernahme von Tripadvisor und Liberty Tripadvisor geführt würden.

Ölpreise steigen 

Die Ölpreise ziehen an um bis zu knapp 1 Prozent. Die Opec hat ihre Prognose für das Wachstum der Ölnachfrage in diesem Jahr gegenüber der Prognose vom Januar unverändert bei 2,2 Millionen Barrel pro Tag belassen hat. Die Zahl impliziert eine etwas positivere Einschätzung der US-Ölnachfrage vor dem Hintergrund der jüngst positiven Konjunktursignale aus den USA.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        38.484,55    -0,8%    -312,83     +2,1% 
S&P-500       4.962,84    -1,2%    -59,00     +4,1% 
Nasdaq-Comp.    15.644,76    -1,9%    -297,79     +4,2% 
Nasdaq-100     17.572,91    -1,7%    -309,75     +4,4% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,58     +9,3     4,49      16,2 
5 Jahre         4,25    +10,5     4,15      25,4 
7 Jahre         4,28     +9,8     4,18      30,9 
10 Jahre         4,26     +7,5     4,18      37,9 
30 Jahre         4,44     +5,1     4,39      46,7 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Di, 7:35 Uhr Mo, 17:23 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0720    -0,5%    1,0771     1,0772  -2,9% 
EUR/JPY        161,24    +0,2%    160,99     160,99  +3,6% 
EUR/CHF        0,9488    +0,6%    0,9434     0,9433  +2,3% 
EUR/GBP        0,8505    -0,3%    0,8534     0,8533  -2,0% 
USD/JPY        150,42    +0,7%    149,47     149,45  +6,8% 
GBP/USD        1,2602    -0,2%    1,2621     1,2624  -1,0% 
USD/CNH (Offshore)   7,2277    +0,2%    7,2164     7,2158  +1,5% 
Bitcoin 
BTC/USD       49.102,58    -1,9%   50.051,43   49.752,86 +12,8% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        77,58    76,92     +0,9%     +0,66  +7,5% 
Brent/ICE        82,46    82,00     +0,6%     +0,46  +7,2% 
GAS              VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF       25,675    25,79     -0,4%     -0,11 -16,6% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.000,06   2.020,12     -1,0%     -20,07  -3,0% 
Silber (Spot)      22,28    22,73     -2,0%     -0,44  -6,3% 
Platin (Spot)     882,00    892,50     -1,2%     -10,50 -11,1% 
Kupfer-Future      3,74     3,72     +0,4%     +0,02  -3,9% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 13, 2024 09:53 ET (14:53 GMT)

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