Anzeige
Mehr »
Freitag, 15.05.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Entsteht hier gerade der nächste AI-Infrastruktur-Highflyer?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
627 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Kreditwirtschaft fordert "klaren Mehrwert" durch digitalen Euro

DJ Kreditwirtschaft fordert "klaren Mehrwert" durch digitalen Euro

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die Kreditwirtschaft hat bei einer Bundestagsanhörung zum digitalen Euro auf einen deutlichen Mehrwert durch dessen Einführung gedrungen. Grundsätzlich sei der Aufbau einer digitalen Zentralbankwährung für Europa wichtig, sie müsse jedoch "klare Mehrwerte für die Menschen bieten", betonte der Dachverband Deutsche Kreditwirtschaft. Dies sei aktuell nicht der Fall, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter.

Reuter unterstrich laut dem Verband die anerkannten Potenziale des digitalen Euro als fortschrittliches, souveränes Geld- und Zahlungsmittel. Er betonte jedoch gleichzeitig die bestehenden Bedenken der Kreditwirtschaft: Ein digitaler Euro könne nur dann effektiv sein, wenn er das Vertrauen der Bevölkerung bekomme. "Der digitale Euro muss sich in die Zahlungsverkehrslandschaft einordnen, die es schon gibt", forderte der DSGV-Präsident.

Nicht zuletzt gefährde ein Abfluss von Giralgeld in Zentralbankgeld die Finanzmarktstabilität in Europa. "Diese Risiken müssen vorher diskutiert werden", forderte Reuter. Bei wenigen 100 Euro Haltegrenze wäre die Gefahr für die Finanzmarktstabilität beherrschbar. "So viel haben die meisten auch jetzt bar im Portemonnaie." In ihrer Stellungnahme für die Anhörung im Finanzausschuss nannte die DK das derzeitige Design eines digitalen Euro in Form eines vollumfänglichen Zahlsystems sowie den legislativen Rahmen "nicht zielführend". Ein digitaler Euro biete "nur als digitales Pendant zum Bargeld", also in Form eines Zahlungsmittels und nicht eines umfassenden Zahlungssystems, echten Mehrwert.

Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz verwies in der Anhörung auf repräsentative Umfragen des Eurosystems, nach denen es der Bevölkerung wichtig sei, "dass wir auch von staatlicher Seite hier ein Angebot machen". Zudem wäre es mit einem digitalen Euro "deutlich einfacher", Staatshilfen wie die Energiesubventionen in der Krise oder auch die Auszahlung von Kindergeld "an die Menschen zu bekommen".

Bundesbank steht zum Bargeld 

Zugleich verwies Balz darauf, dass es keine Bestrebungen gebe, das Bargeld zu schwächen. Derzeit werde im Gegenteil die dritte Generation der Euro-Noten vorbereitet: "Das sind sehr umfangreiche und aufwendige Verfahren. So etwas würde man nicht machen, wenn man nicht das Vertrauen in das Bargeld hätte." Die Bundesbank werde in den nächsten Monaten eine neue Bargeld-Strategie für Deutschland beschließen. "Das zeigt, wie sehr wir zum Bargeld stehen", sagte Balz laut Bundestags-Pressedienst.

Der Ökonom Volker Wieland erklärte, es gebe letztlich bereits einen digitalen Euro, also "eine staatlich bereitgestellte Währung". Dieses digitale Zentralbankgeld stehe allerdings nur den Banken zur Verfügung, die ein entsprechendes Konto bei der Notenbank besäßen. "Der Bevölkerung der Währungsunion steht staatlicherseits nur Bargeld zur Verfügung", so der frühere Wirtschaftsweise. Sie habe jedoch Zugang zu privatem Digitalgeld wie etwa Giroeinlagen bei den Banken.

Der Digitalverband Bitkom betonte, die Einführung eines digitalen Euro biete eine Gelegenheit, "Europas Finanzsystem in das digitale Zeitalter zu führen". Dies erfordere jedoch eine gründliche Vorbereitung, Abstimmung und Einbindung, um sicherzustellen, dass der digitale Euro die Bedürfnisse und Erwartungen der europäischen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und des Finanzsektors erfülle.

"Der digitale Euro kann eine Chance für die Eurozone sein, die Institution des frei nutzbaren öffentlichen Geldes im digitalen Zeitalter zu erhalten", hob auch der Innsbrucker Informatikprofessor Rainer Böhme hervor. Ob dies gelinge, hänge maßgeblich von der ökonomischen, rechtlichen und insbesondere technischen Ausgestaltung ab. Jedoch seien über die technische Ausgestaltung bislang sehr wenige verbindliche Informationen verfügbar. Eine Beurteilung der Chancen und Risiken sei aber erst dann seriös möglich, wenn das technische Konzept des Gesamtsystems vorliege.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/rio

(END) Dow Jones Newswires

February 19, 2024 10:19 ET (15:19 GMT)

Copyright (c) 2024 Dow Jones & Company, Inc.

© 2024 Dow Jones News
Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die besonders aussichtsreich sind, um von diesem Trend zu profitieren – solide positioniert, strategisch relevant und mit erheblichem Aufwärtspotenzial.



Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Agrar-Boom voll durchschlägt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.