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MÄRKTE USA/Fester vor Jobreport - Nachlassende Zinssorgen stützen

DJ MÄRKTE USA/Fester vor Jobreport - Nachlassende Zinssorgen stützen

NEW YORK (Dow Jones)--Fester haben sich die US-Börsen am Donnerstag gezeigt und damit die positive Tendenz des Vortages fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index gewann 0,3 Prozent auf 38.791 Punkte. Der S&P-500 legte um 1,0 Prozent zu und der Nasdaq-Composite stieg um 1,5 Prozent. An der Nyse wurden 1.971 (Mittwoch: 1.992) Kursgewinner gezählt. Kursverluste verzeichneten 872 (826) Titel, unverändert gingen 62 (102) Aktien aus dem Handel.

Der Markt stehe zwischen den Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell vom Vortag und dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für Februar am Freitag, hieß es. Laut Powell dürften Zinssenkungen im Verlauf des Jahres angemessen sein, zuvor wolle man jedoch mehr Sicherheit, dass die Inflation zurückgehe. Während seiner Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats am Donnerstag wiederholte Powell mehr oder weniger das, was er am Mittwoch vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses gesagt hatte. Positiv wurde nun seine Aussage aufgenommen, dass die Fed nicht mehr weit von Zinssenkungen entfernt sei.

Anleger setzten derweil darauf, dass sich die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt bald eintrübt und damit der Federal Reserve die Entscheidung für eine Lockerung ihrer Geldpolitik erleichtert. Für Februar wird zwar noch mit einem abermals robusten Stellenaufbau gerechnet, Beobachter verwiesen jedoch darauf, dass der am Mittwoch veröffentlichte ADP-Arbeitsmarktbericht für Februar leicht unter der Prognose ausgefallen war, was eher für Zinssenkungen sprach. Auch die ebenfalls stark beachteten Jolts-Daten zu den Stellenangeboten waren rückläufig und lagen leicht unter den Markterwartungen. Die am Donnerstag veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge lieferten dagegen keine weitere Indikation. Sie trafen exakt die Erwartung.

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im vierten Quartal 2023 nach revidierter Rechnung saisonbereinigt und auf das Jahr hochgerechnet um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Volkswirte hatten ein Plus von 3,1 Prozent erwartet, nachdem bei der ersten Schätzung ebenfalls eine Zunahme von 3,2 Prozent ausgewiesen worden war.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen wie erwartet bestätigt und bekräftigt, dass es nach aktuellem Kenntnisstand keine weiteren Zinsschritte mehr brauchen wird, um die Inflation rechtzeitig auf 2 Prozent zu senken. Allerdings wurde die Inflationsprognose für 2024 deutlich auf 2,3 (Dezember-Prognose: 2,7) Prozent nach unten genommen. Die aktuellen Prognosen für 2025 und 2026 lauten auf 2,0 (2,1) und 1,9 (1,9) Prozent.

Dollar gibt erneut nach 

Der Dollar setzte seine Abwärtsbewegung vom Vortag fort. Der Dollar-Index verlor 0,4 Prozent. Der Euro zog nach dem EZB-Entscheid auf rund 1,0940 Dollar an. Beobachter merkten an, dass die EZB sich noch nicht zum Zeitpunkt einer möglichen ersten Zinssenkung geäußert habe, während Fed-Chairman Powell eine Zinssenkung im laufenden Jahr in den Raum gestellt habe.

Morgan Stanley erwartet derweil weiterhin eine Dollar-Stärke gegenüber den G10-Währungen bis Ende 2024, obwohl ein Anstieg des Greenback auf kurze Sicht angesichts der derzeit hohen Risikobereitschaft weniger sicher ist.

Die Ölpreise tendierten knapp behauptet, trotz positiver Handelsdaten aus China und steigender Spannungen im Nahen Osten nach einem Raketenangriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf ein Handelsschiff im Golf von Aden. Als Belastungsfaktor verwiesen Analysten auf Aussagen Powells, dass weitere Fortschritte bei der Senkung der Inflation "nicht gesichert" seien.

Der Goldpreis setzte seinen Anstieg fort und markierte neue Rekordstände. Die MUFG-Analysten sehen das Edelmetall weiter gut unterstützt aufgrund der Erwartung von Zinssenkungen durch die US-Notenbank, der bestehenden Gold-Nachfrage von den Zentralbanken und seiner Bedeutung als "sicherer Hafen" vor dem Hintergrund der andauernden globalen Konflikte. Dazu komme die aktuelle Dollar-Schwäche.

Die Renditen am Anleihemarkt gaben etwas nach. Auch hier hätten Anleger auf eine Abkühlung des Arbeitsmarkts gesetzt, hieß es.

Victoria's Secret auf Talfahrt 

Die Aktien von New York Community Bancorp stiegen um weitere 6,1 Prozent. Die Bank hatte am Mittwoch mitgeteilt, von der Investmentfirma des ehemaligen Finanzministers Steven Mnuchin und anderen Fonds eine Kapitalspritze von mehr als 1 Milliarde Dollar zu erhalten. Die Aktie hatte zuvor im Handelsverlauf zwischenzeitlich mehr als 40 Prozent verloren, nachdem es Berichte gegeben hatte, die Bank suche bei externen Investoren nach Kapital, um die Bilanz zu stärken. Zudem waren die Titel mehrfach vom Handel ausgesetzt, schlossen am Mittwoch aber letztlich mit der Nachricht 7,5 Prozent im Plus.

Die Aktien von Victoria's Secret brachen um rund 30 Prozent ein. Der Wäsche- und Bekleidungshändler enttäuschte mit der Umsatzprognose für das erste Quartal und das Gesamtjahr.

Die Tesla-Aktie (+1,2%) erholten sich etwas von den jüngsten Verlusten. Zwischenzeitlich hatte ein kritischer Kommentar von Morgan Stanley die Aktie belastet; die Analysten befürchten, dass Tesla 2024 Verlust macht. Rivian verteuerten sich um 13,4 Prozent, nachdem der Hersteller von Elektrofahrzeugen neue Modelle vorgestellt hatte.

Überzeugende Geschäftszahlen verhalfen im Einzelhandelssektor Kroger zu einem Anstieg um fast 10 Prozent.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %    absolut +/- % YTD 
DJIA        38.791,35    +0,3%    130,30   +2,9% 
S&P-500       5.157,36    +1,0%     52,60   +8,1% 
Nasdaq-Comp.    16.273,38    +1,5%    241,83   +8,4% 
Nasdaq-100     18.297,99    +1,6%    280,42   +8,8% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT  Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,51     -4,3     4,55    8,9 
5 Jahre         4,07     -5,3     4,12    6,5 
7 Jahre         4,09     -3,4     4,12    12,1 
10 Jahre         4,09     -1,6     4,10    20,8 
30 Jahre         4,24     +1,1     4,23    27,5 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Do, 8:03 Uhr Mi, 17:01  % YTD 
EUR/USD        1,0947    +0,5%    1,0903   1,0903  -0,9% 
EUR/JPY        162,09    -0,4%    161,48   162,88  +4,2% 
EUR/CHF        0,9608    -0,1%    0,9606   0,9617  +3,5% 
EUR/GBP        0,8546    -0,2%    0,8558   0,8558  -1,5% 
USD/JPY        148,07    -0,8%    148,12   149,40  +5,1% 
GBP/USD        1,2810    +0,6%    1,2742   1,2740  +0,7% 
USD/CNH (Offshore)   7,2001    -0,1%    7,2103   7,2092  +1,1% 
Bitcoin 
BTC/USD       67.558,07    +2,2%   65.935,36 66.543,89 +55,1% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settlem.     +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        78,89    79,13     -0,3%   -0,24  +9,0% 
Brent/ICE        82,86    82,96     -0,1%   -0,10  +7,9% 
GAS              VT-Settlem.         +/- EUR 
Dutch TTF        26,08    26,26     -0,7%   -0,18 -15,4% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.158,73   2.148,20     +0,5%   +10,54  +4,7% 
Silber (Spot)      24,33    24,18     +0,6%   +0,15  +2,3% 
Platin (Spot)     920,53    911,50     +1,0%   +9,03  -7,2% 
Kupfer-Future      3,93     3,88     +1,4%   +0,05  +0,5% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 07, 2024 16:11 ET (21:11 GMT)

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© 2024 Dow Jones News
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