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MÄRKTE USA/Rally dürfte auslaufen

DJ MÄRKTE USA/Rally dürfte auslaufen

NEW YORK (Dow Jones)--Nach drei Sitzungen in Folge mit Aufschlägen dürfte die Rally an der Wall Street am Dienstag auslaufen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen kaum veränderten Start am Kassamarkt schließen. "Die Volatilität bei Marktzinsen, Aktien und Devisen ist wieder stark rückläufig, da die Vorstellung von divergierenden geldpolitischen Trends zurückgedrängt wird. Dieses Umfeld könnte bis zur Veröffentlichung der wichtigen US-Verbraucherpreisindexdaten für April in der nächsten Woche anhalten", mutmaßt ING-Analyst Chris Turner.

Die wieder entfachten Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen in den USA laufen als Treiber langsam aus. US-Notenbankpräsident Thomas Barkin aus Richmond hatte am Vorabend allzu forschen Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen zudem einen Dämpfer versetzt. Die anfänglichen Inflationsdaten 2024 seien enttäuschend für jene, die dachten, dass der Kampf gegen die Inflation hinter uns liege, sagte Barkin.

Am Zinsterminmarkt wird nun laut CME eine Zinssenkung bis zum Jahresende mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 90 Prozent eingepreist. Zu Jahresbeginn hatte der Markt noch auf bis zu drei Senkungen spekuliert. Im Tagesverlauf könnte Fed-Präsident Neel Kashkari aus Minneapolis der Zinsdebatte frischen Schwung verleihen.

Dollar auf Erholungskurs 

Der Dollar macht seine Verluste in Reaktion auf die schwächer als veranschlagt ausgefallenen Arbeitsmarktdaten vom Freitag wieder wett. Der Dollarindex legt nach seinen Vortagesaufschlägen um weitere 0,2 Prozent zu. Die niedrige Volatilität in einer datenarmen Woche fördere Zinsdifferenzgeschäfte zugunsten des Greenback, heißt es bei der ING. Der Dollar liefere den höchsten kurzfristigen Einlagenzins unter den G10-Währungen.

Am Rentenmarkt hält die Talfahrt der Renditen an - allerdings mit nachlassender Dynamik. Der Markt spiele weiterhin das Thema Zinssenkung, heißt es im Handel. Erdöl und Gold zeigen sich leicht günstiger. Bei beiden Rohstoffe belastet der etwas festere Dollar. Zudem hoffen Marktteilnehmer auf einen Waffenstillstand im Gaza-Streifen, nachdem die Hamas bestimmten Vorschlägen zugestimmt hat. Allerdings rückt Israel weiter auf die Stadt Rafah im Süden des Gaza-Streifens vor.

Disney von Abschreibungen belastet 

Disney verlieren vorbörslich 5,1 Prozent. Der Unterhaltungskonzern hat im zweiten Geschäftsquartal einen Gewinn oberhalb der Markterwartungen verbucht. Zudem hob Disney ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Allerdings buchte der Konzern mehr als 2 Milliarden Dollar an Kosten für Goodwill-Wertminderungen im Zusammenhang mit Star India und seinen linearen Unterhaltungsnetzen, so dass im Quartal unbereinigt ein Verlust entstand.

Apple hat offenbar an einem eigenen Chip gearbeitet, auf dem Software für künstliche Intelligenz in Servern von Rechenzentren laufen soll. Das Projekt ist seit mehreren Jahren in Arbeit und es ist ungewiss, wann der neue Chip vorgestellt wird - wenn überhaupt, wie es aus Kreisen heißt. Der Kurs gewinnt 1 Prozent.

Der Start eines Boeing-Raumschiffs ist kurzfristig wegen eines Problems mit einem Bauteil der Rakete verschoben worden, die Aktie verliert 0,8 Prozent. Beyond hat einen höheren Verlust als ohnehin befürchtet in der ersten Periode eingefahren, der Kurs saust um knapp 11 Prozent talwärts. Microchip Technology verlieren nach einem schwachen Ausblick 3,1 Prozent. Nach überzeugenden Geschäftszahlen ziehen Hims & Hers Health um 12,5 Prozent an. T2 Biosystems teilte mit, dass das Unternehmen eine Vereinbarung in Katar getroffen und ein zusätzliches Darlehen von 15 Millionen Dollar in Eigenkapital umgewandelt hat, um Schulden zu reduzieren. Der Kurs klettert um 6,1 Prozent.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,82     -0,5    4,83      40,3 
5 Jahre         4,46     -2,9    4,49      46,5 
7 Jahre         4,45     -2,9    4,48      48,4 
10 Jahre         4,45     -3,2    4,49      57,4 
30 Jahre         4,60     -3,6    4,64      63,0 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Di, 8:19 Mo, 17:30 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0776    +0,1%   1,0758     1,0776  -2,4% 
EUR/JPY        166,48    +0,5%   166,19     165,91  +7,0% 
EUR/CHF        0,9771    +0,1%   0,9760     0,9758  +5,3% 
EUR/GBP        0,8586    +0,2%   0,8579     0,8572  -1,0% 
USD/JPY        154,46    +0,4%   154,49     153,97  +9,6% 
GBP/USD        1,2552    -0,1%   1,2541     1,2572  -1,4% 
USD/CNH (Offshore)   7,2205    +0,1%   7,2203     7,2129  +1,4% 
Bitcoin 
BTC/USD       63.668,44    +0,1%  63.550,45   63.385,81 +46,2% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        78,04    78,48    -0,6%     -0,44  +7,6% 
Brent/ICE        82,92    83,33    -0,5%     -0,41  +8,5% 
GAS              VT-Settlem.          +/- EUR 
Dutch TTF       31,275    31,83    -1,7%     -0,56 -11,5% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.315,04   2.323,64    -0,4%     -8,60 +12,3% 
Silber (Spot)      27,37    27,45    -0,3%     -0,07 +15,1% 
Platin (Spot)     977,15    959,25    +1,9%     +17,90  -1,5% 
Kupfer-Future      4,60     4,63    -0,8%     -0,04 +17,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

(END) Dow Jones Newswires

May 07, 2024 09:04 ET (13:04 GMT)

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© 2024 Dow Jones News
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