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MÄRKTE USA/Zinsanstieg belastet Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Zinsanstieg belastet Wall Street

NEW YORK (Dow Jones)--Der jüngste Anstieg der US-Marktzinsen wirkt nach und lässt Anleger an der Wall Street vorsichtig agieren. Entsprechend geht es für den Dow-Jones-Index am Mittwoch gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,9 Prozent nach unten auf 38.505 Punkte. Der S&P-500-Index büßt 0,6 Prozent ein, die Nasdaq-Indizes verlieren jeweils 0,4 Prozent

Ausgelöst hatten den Zinsanstieg am Dienstag ein deutlich besser als erwartet ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen und etwas gestiegene Inflationserwartungen sowie falkenhafte Aussagen von US-Notenbanker Neel Kashkari. Das sorgt unter den Akteuren offenbar für erhöhte Nervosität im Hinblick auf den am Freitag anstehenden Preisdeflator (PCE) für die persönlichen Ausgaben.

Von Hargreaves Lansdown heißt es dazu, der PCE-Kernpreisindex werde "als ein entscheidender Teil des Bildes gesehen, um zu beurteilen, ob die hohen Zinssätze länger bleiben werden". Es sei nicht zu erwarten, dass sich die Daten stark bewegt hätten, die Sorge sei aber, dass die hartnäckigen Preise die politischen Entscheidungsträger ultravorsichtig machten. Sollte die Momentaufnahme jedoch ein Nachlassen des Drucks zeigen, dürfte dies die Nerven beruhigen.

Aktuell steigen die Renditen überwiegend noch etwas weiter. Die Rentenexperten der ING rechnen damit, dass die Rendite zweijähriger US-Anleihen im Bereich von 5 (aktuell 4,98) Prozent bleiben wird, es sei denn es komme zu größeren Überraschungen nach unten bei neuen Konjunkturdaten. Eine Zinssenkung im September wird derzeit nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 47 Prozent eingepreist. Für den Goldpreis geht es vor dem Hintergrund der gestiegenen Marktzinsen um knapp 1 Prozent nach unten.

Konjunkturseitig stehen keine wichtigen Daten auf dem Terminkalender. Während des späten Handels wird der Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank veröffentlicht. Er sorgt aber in den meisten Fällen kaum für stärkere Impulse.

American Airlines im Sinkflug 

Unternehmensseitig hat American Airlines seinen Ausblick gesenkt. Umstellungen im Ticketvertrieb - weg von Reisebüros und hin zu Apps und Websites - haben sich nicht bezahlt gemacht. Der Vertriebschef muss deshalb gehen. Der Kurs der Aktie fällt um fast 15 Prozent. Die Aktien der Wettbewerber zeigen sich vergleichsweise wenig beeindruckt. United Airlines haben inzwischen ins Plus gedreht und liegen 0,1 Prozent vorne. Delta Air Lines haben ihr Minus auf 1,7 Prozent reduziert.

Übernahmepläne treiben Marathon Oil um 8,7 Prozent nach oben. Conocophillips will den Wettbewerber für 22,5 Milliarden Dollar einschließlich 5,4 Milliarden Dollar an Schulden übernehmen. Conocophillips geben um 3,6 Prozent nach.

Dick's Sporting Goods springen um 16,5 Prozent nach oben. Der Sportartikeleinzelhändler hat unerwartet gute Quartalszahlen vorgelegt und den Ausblick erhöht. Das stützt Aktien wie Nike (+0,6%) und Under Armour (+2,3%).

Für Robinhood Markets geht es um 0,3 Prozent nach oben. Das Brokerhaus hat intern die Weichen gestellt für den Rückkauf eigener Aktien im Wert von 1 Milliarde Dollar.

Der Elektroautobauer Faraday Future Intelligent Electric hat seine Produktionsprognose für das Jahr zurückgezogen und begründet dies mit den Marktbedingungen und Finanzierungsaspekten. Der Kurs knickt um fast 44 Prozent ein.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA        38.505,20    -0,9%   -347,66   +2,2% 
S&P-500       5.274,58    -0,6%   -31,46   +10,6% 
Nasdaq-Comp.    16.955,11    -0,4%   -64,77   +13,0% 
Nasdaq-100     18.787,71    -0,4%   -81,73   +11,7% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,98     -0,4    4,98    55,7 
5 Jahre         4,63     +3,3    4,59    62,6 
7 Jahre         4,62     +5,3    4,57    65,3 
10 Jahre         4,61     +5,5    4,55    72,8 
30 Jahre         4,73     +6,5    4,67    76,2 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Mi, 7:50 Di, 17:30  % YTD 
EUR/USD        1,0815    -0,4%   1,0846   1,0876  -2,1% 
EUR/JPY        170,38    -0,2%   170,54   170,68  +9,5% 
EUR/CHF        0,9870    -0,4%   0,9898   0,9907  +6,4% 
EUR/GBP        0,8505    -0,0%   0,8506   0,8511  -2,0% 
USD/JPY        157,55    +0,2%   157,23   156,94 +11,8% 
GBP/USD        1,2715    -0,4%   1,2751   1,2780  -0,1% 
USD/CNH (Offshore)   7,2730    +0,1%   7,2673   7,2635  +2,1% 
Bitcoin 
BTC/USD       67.753,16    -0,9%  68.617,80 67.854,69 +55,6% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        79,42    79,83    -0,5%   -0,41  +9,5% 
Brent/ICE        83,90    84,22    -0,4%   -0,32  +9,7% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF        33,86    33,55    +0,9%   +0,31 -11,5% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.340,49   2.361,30    -0,9%   -20,81 +13,5% 
Silber (Spot)      32,04    32,13    -0,3%   -0,08 +34,8% 
Platin (Spot)    1.041,69   1.064,70    -2,2%   -23,01  +5,0% 
Kupfer-Future      4,79     4,85    -1,3%   -0,07 +22,2% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/jhe

(END) Dow Jones Newswires

May 29, 2024 12:27 ET (16:27 GMT)

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© 2024 Dow Jones News
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
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