
KÖLN (dpa-AFX) - "Kölner Stadt-Anzeiger" zu Zunahme politischer Gewalttaten:
"Die Zahl der Deutschen, die keine andere Meinung mehr hören will als die eigene, wächst seit Jahren. Zugleich gehen wir weniger auf Argumente ein, sondern knüpfen uns die Person vor, die sie äußert. Sicher: Das muss im Wahlkampf möglich sein. Aber derzeit überbieten sich Politiker aller Parteien darin, den politischen Gegner gleich zum Feind der Gesellschaft zu erklären. Das betrifft alle Lager: Während es in Bayern und Sachsen Mehrheitsmeinung ist, dass die Grünen am Untergang des Abendlandes arbeiten, gilt in Berlin und Hamburg jeder AfD-Lokalpolitiker als Totengräber der Demokratie. Doch während das zulässige Meinungsäußerungen sein mögen, führen sie am Ende in ein Freund-Feind-Denken, das immer wieder in Gewalt eskaliert."/yyzz/DP/stw