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XETRA-SCHLUSS/DAX auf Konsolidierungskurs - Covestro sehr stark

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX auf Konsolidierungskurs - Covestro sehr stark

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt haben die Kurse am Dienstag überwiegend weiter nachgegeben. Der DAX fiel um 0,7 Prozent auf 18.370 Punkte. Ein Marktteilnehmer rechnet nun mit einer längeren Konsolidierung: "Die Stütze von der Dividendensaison fällt langsam weg, der Beginn des Zinssenkungszyklus und bessere Wirtschaftsaussichten sind mehr oder weniger in die Kurse eingearbeitet, genauso die Fantasie zu KI", sagte er. Stattdessen blase den Börsen nun politischer Gegenwind ins Gesicht, besonders den Banken. Auf der anderen Seite kehrte die Übernahmespekulation um Covestro zurück, der Kurs schoss um gut 7 Prozent in die Höhe.

Im Handel wurde auf Berichte verwiesen, der Chemiekonzern stehe angeblich kurz davor, seine Bücher für die an einer Übernahme interessierte Adnoc zu öffnen. Diese sogenannte Due Diligence ist Teil jedes Übernahmeprozesses. Im Handel zeigte man sich zurückhaltend. Viele Adnoc-Spekulationen seien gekommen, um dann wieder zu gehen.

Bankentitel übernahmen im Verlauf erneut die Rote Laterne in Europa. "Mit rechten Regierungen ist eine Kapitalmarkt- und Bankenunion kaum zu machen", sagt er. Grenzüberschreitende Fusionen würden ebenfalls unwahrscheinlich. Commerzbank als potenzielles Übernahmeobjekt gaben 3,3 Prozent ab, Deutsche Bank fielen um 3,2 Prozent.

Furcht vor Handelskrieg drückt Hapag-Lloyd - und die Autohersteller 

Die Sorge vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA, China und der EU belastete Aktien von Reedereigesellschaften. Erwartet wird, dass die EU in Kürze Zölle auf den Import chinesischer Elekroautos bekannt gibt. Die USA hatten jüngst bereits eine kräftige Erhöhung ihrer Strafzölle auf 100 Prozent verkündet. Viele Beobachter rechnen mit Vergeltungsmaßnahmen seitens Pekings. Dann wäre es bis zu einem Handelskrieg nicht mehr weit, hieß es am Markt. Das dürfte sich dann entsprechend auf die Frachtvolumina auswirken. Hapag-Lloyd verloren über 9 Prozent.

In der vierten Reihe verteuerten sich Koenig & Bauer um 0,7 Prozent. Der Druckmaschinenhersteller hat seit Ende Mai 2024 neue Aufträge von 250 Millionen Euro eingefahren und nun die Jahresprognose bestätigt. Im SDAX stiegen Heidelberger Druck um knapp 4 Prozent. Das Unternehmen hat in seinem Geschäftsjahr 2023/24 seine Ziele erreicht und ist zuversichtlich für 2024/25. Für Ceconomy ging es mit einem positiven Analystenkommentar um 4,6 Prozent nach oben, der Kurs markierte damit neue Jahreshochs.

=== 
DAX                  18.369,94 -0,7% +9,68% 
DAX-Future              18.374,00 -0,8% +6,81% 
XDAX                 18.351,80 -0,9% +9,44% 
MDAX                 26.497,36 -0,9% -2,36% 
TecDAX                 3.428,18 -0,6% +2,72% 
SDAX                 14.851,05 -1,2% +6,38% 
zuletzt                    +/- Ticks 
Bund-Future              130,16%   +50 
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag 
 
Index  Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag 
DAX      10     29   1     3.193,6    65,2  55,1 
MDAX      8     41   1      457,1    27,0  24,9 
TecDAX     6     21   3      732,9    19,0  14,4 
SDAX      7     58   5      100,9     7,8   6,1 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 11, 2024 11:48 ET (15:48 GMT)

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© 2024 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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