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MÄRKTE EUROPA/Die Lage bei Bankentiteln trübt sich deutlich ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Die Lage bei Bankentiteln trübt sich deutlich ein

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Börsen haben die Kurse am Dienstag deutlich nachgegeben. Der DAX fiel um 0,7 Prozent auf 18.370 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gab um 1,0 Prozent auf 4.967 Punkte nach. Am Devisenmarkt bröckelte der Euro weiter ab, am Anleihenmarkt stiegen die Renditeaufschläge französischer Staatspapiere weiter. Ein Marktteilnehmer rechnet nun mit einer längeren Konsolidierung: "Die Stütze von der Dividendensaison fällt langsam weg, der Beginn des Zinssenkungszyklus und bessere Wirtschaftsaussichten sind mehr oder weniger in die Kurse eingearbeitet, genauso die Fantasie zu KI", so ein Marktteilnehmer. Stattdessen blase den Börsen nun politischer Gegenwind ins Gesicht, besonders den Banken.

Bankentitel übernahmen im Verlauf erneut die Rote Laterne in Europa. Der Stoxx-Sektor-Index fiel um 2,2 Prozent. "Den Banken bläst der politische Gegenwind ins Gesicht", so der Marktteilnehmer: "Mit rechten Regierungen ist eine Kapitalmarkt- und Bankenunion kaum zu machen", sagt er. Grenzüberschreitende Fusionen würden ebenfalls unwahrscheinlich. Zudem heizten die steigenden Renditeaufschläge für französische Anleihen die Unsicherheit weiter an.

Entsprechend notierten Papiere vor allem französischer und auch italienischer Institute besonders schwach, französische Banken wegen der Neuwahlen und italienische sogar gegen neue Kurszielerhöhungen. Commerzbank als potenzielles Übernahmeobjekt gaben 3,3 Prozent ab, Deutsche Bank 3,2 Prozent.

Daneben stand weiterhin die Gefahr eines Handelskriegs im Raum. Und schließlich stehen am Mittwoch erstmals seit Juni 2020 neue US-Inflationsdaten und eine Sitzung der US-Notenbank am selben Tag auf dem Terminkalender. Allgemein wird erwartet, dass die US-Notenbank die Leitzinsen unverändert bei 5,25 bis 5,50 Prozent belassen wird. Sie wird zudem die aktualisierten Projektionen der Fed-Gouverneure und -Präsidenten veröffentlichen. Mittlerweile mehren sich Expertenstimmen, die für 2024 gar keine US-Zinssenkung mehr erwarten.

Übernahmespekulation bei Covestro zurück 

Nachdem bei Covestro die Übernahmespekulation wieder aufgeflammt ist, stieg der Kurs um gut 7 Prozent. Im Handel wurde auf Berichte verwiesen, der Konzern stehe angeblich kurz davor, seine Bücher für die an einer Übernahme interessierten Adnoc zu öffnen. Diese sogenannte Due Diligence ist Teil jedes Übernahmeprozesses. Im Handel zeigte man sich zurückhaltend. Viele Adnoc-Spekulationen seien gekommen, um dann wieder zu gehen.

Die Sorge vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA, China und der EU belastete Aktien von Reedereigesellschaften. Erwartet wird, dass die EU in Kürze Zölle auf den Import chinesischer Elekroautos bekannt gibt. Die USA hatten jüngst bereits eine kräftige Erhöhung ihrer Strafzölle auf 100 Prozent verkündet. Viele Beobachter rechnen mit Vergeltungsmaßnahmen seitens Pekings. Dann wäre es bis zu einem Handelskrieg nicht mehr weit, hieß es am Markt.

Das dürfte sich dann entsprechend auf die Frachtvolumina auswirken. Moeller-Maersk verloren knapp 7 Prozent und Hapag-Lloyd sogar mehr als 9 Prozent. Für Kühne & Nagel ging es um knapp 3 Prozent nach unten. Bereits an den asiatischen Börsen hatten Aktien aus der Reedereibranche deutlich unter Druck gestanden.

Besonders schwach lag neben den Banken auch der Index der Rohstoffaktien im Markt. Er gilt als besonders stark von China abhängig und gab 1,9 Prozent ab.

Atos knicken um 12 Prozent ein 

Um gut 15 Prozent nach unten ging es in Paris für Atos. Der Kurs lag damit nur knapp über dem jüngsten Allzeittief von 0,91 Euro. Der IT-Dienstleister hatte angekündigt, mit dem Onepoint-Konsortium zusammenzuarbeiten, um eine endgültige Vereinbarung über die finanzielle Restrukturierung zu erreichen. Die Maßnahmen werden dazu führen, dass die bestehenden Aktionäre weniger als 0,1 Prozent des Aktienkapitals halten.

In der vierten deutschen Reihe verteuerten sich Koenig & Bauer um 0,7 Prozent. Der Druckmaschinenhersteller hat seit Ende Mai 2024 neue Aufträge von 250 Millionen Euro eingefahren und nun die Jahresprognose bestätigt. Im SDAX stiegen Heidelberger Druck um knapp 4 Prozent. Das Unternehmen hat in seinem Geschäftsjahr 2023/24 seine Ziele erreicht und ist zuversichtlich für 2024/25. Für Ceconomy ging es mit einem positiven Analystenkommentar um 4,6 Prozent nach oben, der Kurs markierte damit neue Jahreshochs.

=== 
Index                 Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
                     stand   absolut     in %      seit 
                                     Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50             4.966,71    -49,77    -1,0%     +9,9% 
Stoxx-50               4.516,68    -41,66    -0,9%     +10,3% 
Stoxx-600                517,40    -4,76    -0,9%     +8,0% 
XETRA-DAX              18.369,94   -122,50    -0,7%     +9,7% 
FTSE-100 London            8.141,60    -86,88    -1,1%     +6,4% 
CAC-40 Paris             7.789,21   -104,77    -1,3%     +3,3% 
AEX Amsterdam              921,25    -3,45    -0,4%     +17,1% 
ATHEX-20 Athen            3.518,96    -27,04    -0,8%     +12,7% 
BEL-20 Bruessel            3.857,98    -32,81    -0,8%     +4,1% 
BUX Budapest             69.782,02   -466,95    -0,7%     +15,1% 
OMXH-25 Helsinki           4.545,94    -42,31    -0,9%     +1,9% 
ISE NAT. 30 Istanbul         10.973,90    +85,24    +0,8%     +36,8% 
OMXC-20 Kopenhagen          2.871,50    -21,39    -0,7%     +25,8% 
PSI 20 Lissabon            6.729,42    -94,71    -1,4%     +3,7% 
IBEX-35 Madrid            11.175,50   -181,70    -1,6%     +10,6% 
FTSE-MIB Mailand           33.874,48   -667,53    -1,9%     +13,8% 
OBX Oslo               1.316,16    -14,49    -1,1%     +10,3% 
PX Prag               1.530,21    -12,52    -0,8%     +8,2% 
OMXS-30 Stockholm           2.586,96    -13,75    -0,5%     +7,9% 
WIG-20 Warschau            2.402,91    -25,67    -1,1%     +2,6% 
ATX Wien               3.612,89    -39,44    -1,1%     +6,2% 
SMI Zuerich             12.072,92    -64,82    -0,5%     +8,4% 
*bezogen auf Schlusskurs vom Vortag 
.=== 
 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,63          -0,05   +0,06 
US-Zehnjahresrendite    4,45          -0,01   +0,57 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Di, 8:05 Mo, 17:29  % YTD 
EUR/USD          1,0731    -0,3%   1,0767   1,0743  -2,8% 
EUR/JPY          168,85    -0,1%   169,33   168,61  +8,5% 
EUR/CHF          0,9646    +0,0%   0,9653   0,9641  +4,0% 
EUR/GBP          0,8435    -0,3%   0,8461   0,8443  -2,8% 
USD/JPY          157,35    +0,2%   157,26   156,95 +11,7% 
GBP/USD          1,2721    -0,1%   1,2727   1,2725  -0,0% 
USD/CNH (Offshore)    7,2731    +0,1%   7,2661   7,2669  +2,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        66.202,95    -4,8%  67.923,23 69.871,00 +52,0% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         78,27    77,74    +0,7%   +0,53  +7,9% 
Brent/ICE         82,27    81,63    +0,8%   +0,64  +8,0% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         34,13    34,44    -0,9%   -0,31  +7,5% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.311,56   2.311,13    +0,0%   +0,44 +12,1% 
Silber (Spot)       29,11    29,78    -2,2%   -0,66 +22,5% 
Platin (Spot)       954,19    972,50    -1,9%   -18,31  -3,8% 
Kupfer-Future        4,49     4,54    -1,3%   -0,06 +14,2% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 11, 2024 11:58 ET (15:58 GMT)

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