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MÄRKTE USA/Günstige Daten stützen Wall Street nicht mehr

DJ MÄRKTE USA/Günstige Daten stützen Wall Street nicht mehr

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street zeigt sich am Freitag moderat im Minus. Dazu dürfte auch die Vorgabe aus Europa beitragen, wo die Talfahrt der Börsen unvermindert anhält. Zwar erhalten die Zinssenkungsfantasien neue Nahrung, denn die Importpreise sanken, obwohl Volkswirte eine Stagnation vorausgesagt hatten. Doch dürfte das Thema zumindest am Aktienmarkt hinreichend eingepreist sein. Denn bereits an den Vortagen hatten günstige Inflationsdaten Marktteilnehmer mit zwei Zinssenkungen 2024 liebäugeln lassen, obwohl die US-Notenbank jüngst nur einen Zinsschritt in Aussicht gestellt hatte.

Gegen Mittag US-Ostküstenzeit fällt der Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent auf 38.510 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite geben um 0,3 bzw. 0,2 Prozent nach. Wasser auf die Mühlen der Befürworter von mehr Zinssenkungen ist die Stimmung der US-Verbraucher. Denn die hat sich abgeschwächt und die Marterwartung deutlich verfehlt. "Ein sinkendes Stimmungsbild deutet darauf hin, dass die Verbraucher leiden," erläutert Volkswirtin Olivia Cross von Capital Economics. Ein allmählicher Anstieg der Arbeitslosenanträge, Ankündigungen von Stellenstreichungen und ein Rückgang der offenen Stellen dürften das Stimmungsbild beeinflussen.

Dollar weiter mit Rückenwind 

Am Rentenmarkt fallen die Renditen weiter - belastet von Importpreisen und Verbrauchervertrauen. Der Dollar legt dagegen weiter zu. Er profitiert von seinem Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten, wie Marktteilnehmer unter Verweis auf den drohenden Handelsstreit mit China und die politische Unsicherheit mit dem befürchteten Rechtsruck in Frankreich erläutern. Auch Gold ist mit den geopolitischen Unwägbarkeiten gesucht.

Am Erdölmarkt tut sich nichts. Die Ölpreise werden etwas gebremst von widersprüchlichen Aussagen zum Ölbedarf, wie es heißt. Unterstützung komme aber von dem Kartell Opec, das zwar seine aktuell geltenden Fördermengenkürzungen ab Oktober allmählich aufheben will, doch sollen die einzelnen Opec-Mitglieder ihre jeweiligen Quoten strenger einhalten.

Adobe im Höhenflug 

Unter den Einzelwerten schnellen Adobe um 14,6 Prozent in die Höhe. Das Softwareunternehmen hat nicht nur im zweiten Quartal die Markterwartungen übertroffen, sondern auch die Prognose für das Geschäftsjahr angehoben.

Nach dem kräftigen Plus des Vortages verlieren Tesla nun 2 Prozent. Die Aktionäre des Elektroautopioniers haben sowohl dem umstrittenen milliardenschweren Gehaltspaket für Elon Musk wie auch dem Plan zugestimmt, den Firmensitz nach Texas zu verlegen. Musk hatte das aber bereits zuvor mitgeteilt.

Um 17,9 Prozent brechen RH ein. Die Möbelkette meldete einen unerwartet hohen Verlust, zudem blieb die Umsatzprognose für das laufende Quartal hinter den Erwartungen zurück. Microsoft-Präsident Brad Smith gestand derweil vor dem Kongress ein, dass sein Unternehmen die Verantwortung für Sicherheitsmängel trägt, die vergangenes Jahr zu einem Hack von Regierungssystemen geführt hatten. Microsoft liegen 0,2 Prozent im Plus.

Bei Boeing (-1,5%) wollen die Probleme nicht enden: Der ohnehin schon unter besonderer Beobachtung stehende Flugzeughersteller untersucht ein Qualitätsproblem mit seinen noch nicht ausgelieferten 787 Dreamliner-Flugzeugen.

Shopify wurden hochgestuft durch Evercore ISI, der Kurs des kanadischen Einzelhändlers steigt um 4,7 Prozent. Zscaler ziehen um 1,6 Prozent an - gestützt durch eine Hochstufung durch JP Morgan.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA        38.510,34    -0,4%   -136,76   +2,2% 
S&P-500       5.416,76    -0,3%   -16,98   +13,6% 
Nasdaq-Comp.    17.630,92    -0,2%   -36,64   +17,5% 
Nasdaq-100     19.594,91    +0,1%    17,99   +16,5% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,69     -1,0    4,70    26,7 
5 Jahre         4,23     -1,7    4,24    22,8 
7 Jahre         4,21     -2,6    4,23    23,8 
10 Jahre         4,21     -3,2    4,24    33,2 
30 Jahre         4,35     -4,3    4,40    38,3 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Fr, 8:19 Do, 17:31  % YTD 
EUR/USD        1,0698    -0,4%   1,0731   1,0762  -3,1% 
EUR/JPY        168,29    -0,2%   169,73   168,84  +8,2% 
EUR/CHF        0,9531    -0,7%   0,9598   0,9624  +2,7% 
EUR/GBP        0,8435    +0,2%   0,8422   0,8433  -2,8% 
USD/JPY        157,31    +0,2%   158,17   156,89 +11,7% 
GBP/USD        1,2683    -0,6%   1,2741   1,2761  -0,3% 
USD/CNH (Offshore)   7,2738    +0,1%   7,2711   7,2674  +2,1% 
Bitcoin 
BTC/USD       65.326,69    -2,4%  67.053,15 66.901,94 +50,0% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        78,62    78,62     0%     0  +8,4% 
Brent/ICE        82,79    82,75    +0,0%   +0,04  +8,7% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF        35,5    35,80    -0,8%   -0,30 +11,7% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.329,05   2.301,50    +1,2%   +27,55 +12,9% 
Silber (Spot)      29,32    29,03    +1,0%   +0,29 +23,3% 
Platin (Spot)     956,40    951,50    +0,5%   +4,90  -3,6% 
Kupfer-Future      4,49     4,48    +0,1%   +0,01 +14,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 14, 2024 12:45 ET (16:45 GMT)

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© 2024 Dow Jones News
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