Die Höchststände an den Börsen haben die Bewertung vieler Qualitätsaktien in neue Höhen befördert. Stefan Riße, Kapitalmarktstratege von Acatis Investment, erklärt im wO-TV-Interview, dass insbesondere Unternehmen, die als "Compounder" bekannt sind - solche, die regelmäßige Erträge generieren - derzeit kaum günstig zu erwerben sind. Diese Firmen sind besonders begehrt, weil sie in wachsenden Branchen agieren und somit selten zu akzeptablen Preisen zu finden sind. Die Diskussion um die sogenannten "Magnificent 7" in den USA, zu denen Technologie-Riesen wie Google und Microsoft gehören, sowie die "Granolas" in Europa - darunter Schwergewichte wie SAP und LVMH - zeigt, dass die Preise selbst für etablierte Marktführer kaum Anzeichen für eine Beruhigung zeigen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis, das selbst niedriger ist als während des Dotcom-Booms, sind diese Aktien immer noch teuer. Riße rät Anlegern, auch in der "zweiten Reihe" nach Qualität zu suchen, also bei mittelgroßen Unternehmen, die ähnliche Merkmale aufweisen. Doch selbst hier sind die Preise anspruchsvoll. Er nennt deutsche Unternehmen wie Rational und das italienische Campari als Beispiele, die zwar exzellent wirtschaften, aber ebenfalls mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen gehandelt werden. Was diese Lage für Anleger bedeutet: Mehr dazu im Interview!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.
Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.
Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.
In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt besonders gefährlich erscheint – und bei denen Anleger genauer hinschauen sollten.
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Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen,
bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen
Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu
verstehen sein kann.