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XETRA-SCHLUSS/Freundlich - Zinshoffnungen beflügeln

DJ XETRA-SCHLUSS/Freundlich - Zinshoffnungen beflügeln

FRANKFURT (Dow Jones)--Freundlich hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel verabschiedet. Die Mehrzahl der Aktien schloss im Plus, angeführt von einer kräftigen Erholung der zinsempfindlichen Immobilienwerte. Der DAX stieg um 0,9 Prozent auf 18.407 Zähler. Die Märkte warten nun mit Spannung auf die neuen Inflationsdaten aus den USA am Donnerstag.

Die Zuversicht ging vor allem von der Zinsseite aus, auch die Anleihen legten deutlich zu. Die Rede von US-Notenbankchef Powell am Vorabend interpretierten die Märkte positiv als Chance auf baldige Zinserleichterungen. Schließlich habe er auf eine nachlassende Dynamik am Arbeitmarkt verwiesen, hieß es.

In Europa rechnet derweil kaum jemand mit einer EZB-Senkung auf der anstehenden Sitzung in acht Tagen. Laut der aktuellen ZEW-Umfrage baut die Mehrheit der Marktteilnehmer aber auf den September als Termin für Zinssenkungen. Danach geht die Mehrheit von Zinssenkungen auf jeder zweiten EZB-Sitzung aus.

Zinsgewinner und Verliereraktien gesucht 

Kräftig gesucht waren vor allem in den Vortagen abgestrafte Aktien. So legte der Immobilien-Sektor zu, sein europaweiter Index stand mit plus 2,1 Prozent vorn auf der Gewinnerliste. Im DAX stiegen Vonovia um 4,1 Prozent, bei TAG und Aroundtown ging es 4,5 und 7,3 Prozent höher, bei LEG Immobilien um 3,4 Prozent.

Delivery Hero sprangen sogar um 9,2 Prozent und Hellofresh um 3,6 Prozent. Bei Hellofresh hatte die Citi ihre Kaufempfehlung bekräftigt, bei Delivery hatte Morgan Stanley das Kursziel zwar gesenkt, allerdings noch weit über dem aktuellen Kurs belassen.

Autowerte mit Porsche und VW im Fokus 

Kursgewinne zeigten auch die Autoaktien: Porsche AG zählten zu den DAX-Gewinnern mit 3,7 Prozent Plus. Ihr Ausblick vom Vortag war gut angekommen. VW gaben 0,3 Prozent nach. Der Konzern hat seine Prognosen zwar leicht gesenkt, der Markt sah dies aber eher als Anpassung an die Markterwartungen wegen der Kosten der Umstrukturierung für Audi in Brüssel. Bei den Absatzzahlen für das zweite Quartal meldete die Marke VW aber ein Minus von 5,2 Prozent zum Vorjahr.

BMW legten um 2,1 Prozent und Mercedes-Benz um 1,3 Prozent zu. Auch hier trieb die Hoffnung auf sinkende Zinsen wegen günstigerer Autofinanzierungen. Dazu hatte Mercedes-Benz ordentliche Absatzzahlen vorgelegt.

Nebenwerte mit guten Zahlen 

Gute Laune herrscht weiter in der Rüstungsbranche: Nach starken Geschäftszahlen des norwegischen Rüstungskonzerns Kongsberg legten auch Hensoldt um 6,1 Prozent und Renk um 1,5 Prozent zu. Rheinmetall tendierten mit leichtem Aufschlag. Hapag-Lloyd stiegen um 5,5 Prozent. Die Reederei hatte ihre Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

Ionos stiegen mit einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs um 5,4 Prozent auf Allzeithoch. Gea kletterten trotz leicht erhöhter Prognose nur um 0,7 Prozent, da der Auftragseingang zurückfiel. Bei Kion steckte der Markt eine Sonderabschreibung locker weg, die Aktien gaben nur 0,1 Prozent nach. Ohne diese wären alle operativen Erwartungen des Marktes erfüllt worden. Bei Südzucker ging es 1,2 Prozent tiefer. Der Zuckerkonzern hatte zwar den Ausblick bestätigt, erwartet aber ein schwaches Quartal.

=== 
INDEX                  zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX                  18.407,22 +0,9%   +9,94% 
DAX-Future              18.565,00 +1,1%   +6,83% 
XDAX                 18.416,46 +1,0%   +9,83% 
MDAX                 25.601,37 +1,4%   -5,66% 
TecDAX                 3.361,21 +1,1%   +0,71% 
SDAX                 14.440,35 +0,8%   +3,44% 
zuletzt                     +/- Ticks 
Bund-Future              131,34%  +33 
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag 
 
Index  Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag 
DAX      34     6   0     2.659,1    50,8  60,2 
MDAX     40     10   0      433,8    30,6  27,2 
TecDAX    27     3   0      543,6    15,2  18,1 
SDAX     48     18   4      105,7     7,1   8,8 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjoness.com

DJG/mod/flf

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July 10, 2024 11:56 ET (15:56 GMT)

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