
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu US-Demokraten nach Bidens Verzicht:
"Aus Sicht der Demokraten bleibt die jetzige Operation ein Wagnis gigantischen Ausmaßes. Niemals in der jüngeren amerikanischen Geschichte wurde so kurz vor den Präsidentschaftswahlen ein Kandidat ausgewechselt. Niemals in der jüngeren Geschichte wurde jemand Kandidat, ohne die für das amerikanische Wahlsystem so typischen Strapazen und Reifeprüfungen der Vorwahlen durchgemacht zu haben. Dennoch ist eine neue Kandidatin oder ein neuer Kandidat wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, so etwas Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die Entscheidung muss daher schnell fallen, möglichst noch vor dem Parteitag Mitte August in Chicago. Die womöglich größte Chance: In ihrem schon fast religiös anmutenden Rausch geben sich die Republikaner so siegesgewiss, dass sie freimütig die Mitte komplett räumen. Denn Trump wählte mit J. D. Vance nicht etwa eine gemäßigte Ergänzung als Vize, sondern eine radikale, lediglich jüngere Kopie seiner selbst."/yyzz/DP/nas