Anzeige
Mehr »
Samstag, 04.04.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Diese Entwicklung im KI-Sektor könnte unterschätzt werden - und sie betrifft die Energieversorgung
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
658 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/US-Arbeitsmarkt verstärken Ausverkauf

DJ MÄRKTE EUROPA/US-Arbeitsmarkt verstärken Ausverkauf

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach sehr schwachen US-Arbeitsmarktdaten bauen die europäischen Aktienmärkte die Verluste am Freitagnachmittag aus. Die Zahl der Beschäftigten ist im Juli nur um 114.000 gestiegen, erwartet worden war ein Stellenaufbau von 185.000. Auch stieg die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent, was ebenfalls klar über der Prognose von 4,1 Prozent liegt. Die Daten unterstreichen die Sorge vor einer Rezession in den USA. Zugleich steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank aggressiver als bisher erwartet die Zinsen senken wird. In der Zwischenzeit wird zunehmend die Möglichkeit eingepreist, dass die Fed im September die Zinsen gleich um 50 Basispunkte senken wird.

Der DAX verliert 1,8 Prozent auf 17.754 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt 2,0 Prozent auf 4.671 nach. Die zunehmenden Zinssenkungsspekulationen in den USA lassen den Euro auf 1,0890 Dollar steigen, an den Anleihemärkten fallen die Renditen. Die Rezessionsängste drücken den Ölpreis fast 3 Prozent nach unten. Gesucht ist in dem Umfeld Gold - der Preis für das Edelmetall steigt auf über 2.500 Dollar die Feinunze.

"Der US-Arbeitsmarkt gibt Anlass zur Besorgnis", so die Commerzbank. Dies spreche dafür, dass sich die US-Notenbank künftig mehr um das Beschäftigungs- als um das Inflationsziel kümmern wird. Gemäß einer von der Ökonomin Claudia Sahm aufgestellten Regel drohe eine Rezession, wenn der Dreimonatsdurchschnitt der Arbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte oder mehr von seinem in den vorherigen zwölf Monaten erreichten Tief steigt. "Inzwischen beträgt der Anstieg 0,53 Prozentpunkte, die Rezessionschwelle ist also erreicht", heißt es. Das sei ein Warnsignal.

Ausverkaufsstimmung im Technologiesektor 

Ausverkaufsstimmung herrscht im Technologiesektor - hier geht es mit den Kursen um 5,1 Prozent nach unten. Einen wahren Crash erleben Intel nach Quartalszahlen: Die Aktien stürzen an der Nasdaq um 25 Prozent ab, nachdem der Chip-Hersteller Pläne bekanntgegeben hat, Tausende von Mitarbeitern zu entlassen und die Dividendenzahlung im Rahmen eines umfassenden Kostensenkungsprogramms auszusetzen.

Am deutschen Aktienmarkt bekommen dies Infineon (-4,8%) oder Süss Microtech (-9,5%) zu spüren. Für Chip- und Ausrüstungsherstellern wie ASML geht es 8,7 Prozent tiefer, BE Semiconductor fallen 10 Prozent, STMicro um 4,5 Prozent. Für Nvidia geht es um 5,5 Prozent nach unten.

Zu den größten Verlierern im DAX zählen Siemens Energy mit minus 7,6 Prozent und Daimler Truck mit Abgaben von 4,12 Prozent. RWE fallen 7,5 Prozent zurück. Gegen den Trend geht es nach einer positiven Analystenstudie für Qiagen um 2,9 Prozent nach oben.

IAG, AXA und Engie trotzen dem Abverkaufsdruck 

IAG kommen auf ein Plus von 5,4 Prozent. Die Mutter von British Airways und Iberia will die Dividendenzahlung nach der Pandemie wieder aufnahmen. Die Analysten von RBC sehen dahinter ein gutes Selbstvertrauen des Unternehmens. Auch die Zahlen zum zweiten Quartal werden als stark eingeordnet: Den Konsens für das EBIT im habe IAG um 15 Prozent übertroffen.

BNP Paribas (-2,4%) will das Investment Management des Versicherungskonzerns AXA (+2,4%) übernehmen. Die Analysten der RBC stufen dies als "strategisch sinnvoll" ein. Wie BNP mitteilte, führt sie exklusive Gespräche über einen Deal im Volumen von 5,1 Milliarden Euro.

Engie schaffen in dem schwierigen Umfeld ein Plus von 3,8 Prozent. Das französische Versorgungsunternehmen hat im ersten Halbjahr einen Nettogewinn erzielt und seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben, da sich das Marktumfeld normalisiert. Aber auch die jüngst gefallenen Zinsen sprechen nach Aussage aus dem Handel für die Outperformance des defensiven Titels gegenüber dem Gesamtmarkt.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.670,66    -2,0%    -95,06     +3,3% 
Stoxx-50        4.354,34    -1,9%    -82,80     +6,4% 
DAX          17.754,41    -1,8%    -327,19     +6,0% 
MDAX          24.550,24    -1,8%    -451,54     -9,5% 
TecDAX         3.257,99    -1,8%    -58,63     -2,4% 
SDAX          13.756,32    -2,1%    -299,16     -1,5% 
FTSE          8.204,49    -1,0%    -78,87     +7,1% 
CAC           7.296,53    -1,0%    -73,92     -3,3% 
 
Rentenmarkt       zuletzt          absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,17           -0,08     -0,40 
US-Zehnjahresrendite    3,85           -0,13     -0,03 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- % Fr, 7:35 Uhr DO, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0902    +1,0%    1,0797     1,0788  -1,3% 
EUR/JPY          160,40    -0,5%    161,21     161,78  +3,1% 
EUR/CHF          0,9408    -0,1%    0,9413     0,9431  +1,4% 
EUR/GBP          0,8500    +0,3%    0,8483     0,8443  -2,0% 
USD/JPY          147,40    -1,3%    149,30     149,99  +4,6% 
GBP/USD          1,2828    +0,7%    1,2728     1,2777  +0,8% 
USD/CNH (Offshore)    7,1702    -1,1%    7,2198     7,2522  +0,7% 
Bitcoin 
BTC/USD        65.217,00    +0,6%   64.282,30   63.687,80 +49,8% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         73,83    76,31     -3,2%     -2,48  +3,5% 
Brent/ICE         77,45    79,52     -2,6%     -2,07  +2,8% 
GAS                VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF         36,235    35,72     +1,4%     +0,52 +13,5% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.468,50   2.446,50     +0,9%     +22,00 +19,7% 
Silber (Spot)       28,80    28,50     +1,0%     +0,30 +21,1% 
Platin (Spot)       969,60    963,50     +0,6%     +6,10  -2,3% 
Kupfer-Future        4,11     4,08     +0,8%     +0,03  +4,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

August 02, 2024 10:04 ET (14:04 GMT)

Copyright (c) 2024 Dow Jones & Company, Inc.

© 2024 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und Ihr Depot auf den Energiepreisschock vorbereiten!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.