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MÄRKTE ASIEN/Konjunkturängste lösen Abverkauf aus - Nikkei -12 Prozent

DJ MÄRKTE ASIEN/Konjunkturängste lösen Abverkauf aus - Nikkei -12 Prozent

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien sind zu Wochenbeginn zum Teil regelrecht eingebrochen. Der Nikkei-225 in Tokio rutschte um 12,4 Prozent ab. Auch in Südkorea ging es mit einem Abschlag von knapp 9 Prozent kräftig nach unten.

Die Börsen folgten mit deutlich verstärktem Abwärtsdruck den erneuten kräftigen Abgaben an der Wall Street vom Freitag. Dort hatten schwache US-Arbeitsmarktdaten, die Sorge geschürt, dass die US-Notenbank die Zinsen zu lange hoch gehalten haben könnte, um eine "weiche Landung" der US-Wirtschaft zu ermöglichen. Stattdessen setzten Rezessionsängste die Börsen unter Abgabedruck. Hinzu kamen geopolitische Sorgen und teils enttäuschende Zahlen einiger Schwergewichte aus dem Technologiesektor.

In Tokio rutschte der Nikkei-Index um rund 4.450 auf 31.458 Punkte ab. Es war der größte prozentuale Verlust seit Oktober 1987. Der Index gab alle im Jahr 2024 erzielten Gewinne damit wieder ab und fiel um 25 Prozent gegenüber seinem jüngsten Höchststand im Juli, womit er in einen Bärenmarkt eingetreten ist.

Neben Rezessionsängsten wurde die Börse auch von einem weiter deutlich aufwertenden Yen belastet, der als vermeintlich sicherer Währungshafen gesucht war, wodurch sich aber verstärkt ausländische Anleger zurückzogen. Der Dollar kostete zuletzt 143,11 Yen. Zur gleichen Zeit am Freitag notierte er noch bei 148,93 Yen. Nach dem Ausverkauf an der Börse dürfte die Bank of Japan, die in der vergangen Woche noch den Leitzins angehoben hatte, wohl keine weitere Zinserhöhung vornehmen, hieß es aus dem Markt. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen fiel kräftig um 20,5 Basispunkte auf 0,750 Prozent.

Unter den Einzelwerten knickten Nintendo um 16,5 Prozent in dem schwachen Marktumfeld ein. Das Technologie-Unternehmen hatte am Freitag nach Handelsschluss enttäuschende Zahlen für das erste Geschäftsquartal vorgelegt.

An der Börse in Südkorea stürzte der Kospi um 8,8 Prozent ab. Der Index verzeichnete damit den stärksten Tagesrückgang seit Oktober 2008. Kurzzeitig wurde der Handel wegen dem starken Verkaufsdruck sogar ausgesetzt. Auch hier sorgten die aufgeflammten Konjunkturängste für massive Verkäufe der Anleger.

An den chinesischen Börsen wurden die Abgaben zeitweise durch positiv ausgefallene Konjunkturdaten begrenzt, konnten sich letztlich dem Verkaufsdruck in der Region jedoch nicht entziehen. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index im späten Handel um 2,1 Prozent nach, auf dem chinesischen Festland notierte der Schanghai-Composite 1,5 Prozent im Minus. Die Geschäftsaktivität chinesischer Dienstleister hat sich im Juli verbessert. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor erhöhte sich auf 52,1 (Juni: 51,2) Punkte.

Auch in Sydney folgte die Börse der Wall Street nach unten. Der S&P/ASX 200 verlor 3,7 Prozent.

=== 
Index (Börse)      zuletzt    +/- %   % YTD     Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)  7.649,60    -3,7%   +0,8%     08:00 
Nikkei-225 (Tokio)   31.458,42    -12,4%   +7,3%     08:00 
Kospi (Seoul)      2.441,55    -8,8%   -8,0%     08:00 
Schanghai-Comp.     2.860,70    -1,5%   -3,8%     09:00 
Hang-Seng (Hongk.)   16.584,78    -2,1%   -0,8%     10:00 
Taiex (Taiwan)     19.830,88    -8,4%   +10,6%     07:30 
Straits-Times (Sing.)  3.218,30    -4,8%   +4,4%     11:00 
KLCI (Malaysia)     1.533,20    -4,8%   +10,8%     11:00 
BSE (Mumbai)      78.615,21    -2,9%   +8,8%     12:00 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %   00:00 Fr, 9:21 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0934    +0,1%   1,0920    1,0794  -1,0% 
EUR/JPY          156,63    -2,1%   159,98    160,62  +0,7% 
EUR/GBP          0,8561    +0,4%   0,8525    0,8490  -1,3% 
GBP/USD          1,2770    -0,3%   1,2811    1,2710  +0,3% 
USD/JPY          143,11    -2,3%   146,50    148,93  +1,6% 
USD/KRW         1.369,98    +0,8%  1.358,61   1.371,30  +5,6% 
USD/CNY          7,1108    -0,0%   7,1132    7,1351  +0,2% 
USD/CNH          7,1344    -0,4%   7,1619    7,2146  +2,0% 
USD/HKD          7,7794    -0,4%   7,8075    7,8104  -0,4% 
AUD/USD          0,6429    -1,3%   0,6516    0,6508  -5,6% 
NZD/USD          0,5912    -0,8%   0,5958    0,5949  -6,5% 
Bitcoin 
BTC/USD        52.467,30    -10,3% 58.493,30   64.328,60 +20,5% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         72,73    73,52   -1,1%     -0,79  +2,0% 
Brent/ICE         76,06    76,81   -1,0%     -0,75  +1,0% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.434,93   2.443,85   -0,4%     -8,93 +18,1% 
Silber (Spot)       28,24    28,58   -1,2%     -0,34 +18,8% 
Platin (Spot)       933,33    958,55   -2,6%    -25,22  -5,9% 
Kupfer-Future        4,06     4,10   -1,2%     -0,05  +2,9% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 05, 2024 03:47 ET (07:47 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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