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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Platzierung schickt Immofinanz in den Keller

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Platzierung schickt Immofinanz in den Keller

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bleiben auch am Mittwochnachmittag unter leichtem Abgabedruck. Nach dem jüngst guten Lauf zieht etwas Vorsicht ein, Anleger nehmen erst einmal Gewinne mit. Beim DAX bremst dazu die runde 19.000er Marke, oberhalb derer - knapp unter dem Rekordhoch - jüngst Abgabebereitschaft zu erkennen war. Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 18.891 Punkte, belastet wird er vor allem vom Schwergewicht SAP, das 2,8 Prozent einbüßt. Der Euro-Stoxx-50 handelt 0,6 Prozent leichter bei 4.911.

Der Euro baut die Gewinne am Nachmittag aus und notiert mit 1,1206 Dollar knapp über der 1,12er-Marke. Derweil steigt der Goldpreis von einem Hoch zum nächsten. In Euro gerechnet ist der Goldpreis seit dem Jahreswechsel um 27 Prozent gestiegen. Das Edelmetall profitiert weiter von den weltweit sinkenden Zinsen und ist zugleich immer wieder in seiner Funktion als sicherer Hafen gesucht angesichts diverser weltweiter Krisenherde.

SAP gerät ins Visier des US-Justizministeriums

SAP stehen unter Abgabedruck mit einer Meldung, wonach das Unternehmen in den USA wie auch der US-IT-Wiederverkäufer Carahsoft in das Visier des US-Justizministeriums geraten sein sollen. Seit mindestens 2022 untersuchten Anwälte, ob der deutsche Softwarekonzern mögliche Preisabsprachen mit Carahsoft getroffen hat, um überhöhte Preise bei US-Armee und anderen US-Behörden zu erzielen. Das gehe aus eingereichten Gerichtsakten hervor, berichtet Bloomberg. Ein SAP-Sprecher wollte sich dazu auf Anfrage von Dow Jones Newswires nicht äußern.

Hornbach (+0,7%) hat laut Baader ein solides zweites Quartal abgeliefert, wobei der Umsatz die Erwartung leicht verfehlt und der Gewinn sie leicht übertroffen habe. Den Jahresausblick bestätigte das SDAX-Unternehmen trotz makroökonomischer Herausforderungen in der EU und anhaltender Zurückhaltung der Kunden.

Weiter im Fokus stehen Bankaktien, auch weil bei der Bank of America die jährliche "Financials CEO Conference" stattfindet. Bei der Commerzbank (+0,7%) wird die Strategiesitzung von Vorstand und Aufsichtsrat fortgesetzt. Am Vorabend wurde personelle Klarheit über die künftige Führung geschaffen. Die Bank, die sich derzeit der Übernahmeavancen von Unicredit (+1,9%) erwehren muss, hat Finanzvorständin und Vize-Chefin Bettina Orlopp zur neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Sie soll CEO Manfred Knof "zeitnah" ablösen und nicht erst zum Ablauf von dessen Vertrag Ende 2025. Unicredit hat sich derweil positiv zum aktuellen Geschäftsverlauf geäußert, was die Aktie stützt.

Rio will Margen steigern

Positiv wird bei Rio Tinto an der Börse gewertet, dass das Unternehmen die Margen und Renditen in seinem Aluminiumgeschäft bis 2030 steigern will. Der Konzern will die Kosten senken und den Anteil an recyceltem Aluminium erhöhen und auf kostengünstigere erneuerbare Energien umsteigen. Die Aktie notiert unverändert, während Rohstoffaktien im Schnitt um 0,6 Prozent fallen.

Immofinanz brechen um 15,7 Prozent auf 18,58 Euro ein. Wie aus dem Handel zu hören ist, soll eine Platzierung von 3,39 Millionen Aktien belasten. Die Aktie erreichte am 2. September mit 32,65 Euro ihr Jahreshoch, seitdem ist sie fast in den freien Fall übergegangen.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.910,73    -0,6%   -29,99   +8,6% 
Stoxx-50        4.419,24    -0,5%   -22,03   +8,0% 
DAX          18.890,45    -0,6%   -106,18   +12,8% 
MDAX          26.244,92    +0,6%   161,17   -3,3% 
TecDAX         3.288,98    -0,2%    -7,37   -1,5% 
SDAX          13.690,85    -0,2%   -24,02   -1,9% 
FTSE          8.258,30    -0,3%   -24,46   +7,1% 
CAC           7.554,31    -0,7%   -49,70   +0,2% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,19          +0,05   -0,38 
US-Zehnjahresrendite    3,77          +0,04   -0,11 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Mi, 8:38 Di, 17:20  % YTD 
EUR/USD          1,1200    +0,2%   1,1190   1,1152  +1,4% 
EUR/JPY          161,27    +0,7%   160,59   160,23  +3,6% 
EUR/CHF          0,9493    +0,7%   0,9425   0,9432  +2,3% 
EUR/GBP          0,8355    +0,2%   0,8351   0,8333  -3,7% 
USD/JPY          144,00    +0,6%   143,51   143,68  +2,2% 
GBP/USD          1,3405    -0,1%   1,3400   1,3383  +5,4% 
USD/CNH (Offshore)    7,0231    +0,2%   7,0187   7,0209  -1,4% 
Bitcoin 
BTC/USD        63.621,20    -0,7%  63.951,00 63.294,20 +46,1% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         70,78    71,56    -1,1%   -0,78  +0,2% 
Brent/ICE         74,43    75,17    -1,0%   -0,74  -1,2% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         36,85    36,14    +2,0%   +0,72  +8,8% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.662,94   2.657,31    +0,2%   +5,63 +29,1% 
Silber (Spot)       31,98    32,18    -0,6%   -0,20 +34,5% 
Platin (Spot)       993,35    990,50    +0,3%   +2,85  +0,1% 
Kupfer-Future        4,45     4,43    +0,4%   +0,02 +12,7% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

September 25, 2024 09:58 ET (13:58 GMT)

Copyright (c) 2024 Dow Jones & Company, Inc.

© 2024 Dow Jones News
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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