Volkswagen steht vor tiefgreifenden Umbrüchen: Der Konzern hat den Tarifvertrag mit der IG Metall gekündigt, sogar von Werksschließungen in Deutschland ist die Rede. Gleichzeitig senkt VW den Preis für seine Elektroflotte. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center spricht bei wO TV über die langfristigen Herausforderungen der Wolfsburger. Volkswagen steht unter massivem Druck, die EU-weit verschärften CO2-Ziele zu erreichen. Das bedeutet: Mehr Elektroautos zu günstigeren Preisen. Die aktuelle Preissenkung könnte jedoch zu Verlusten führen, während Strafzahlungen bei Nicht-Einhaltung der CO2-Vorgaben drohen. Eine Verdopplung des Elektroauto-Anteils ist erforderlich, um Strafzahlungen zu entgehen, so Dudenhöffer. Die Zukunft von VW hängt stark von China ab. Volkswagen hat bereits eine Umstrukturierung hin zu einer Entwicklung "in China für China" gestartet, um auf dem weltweit größten Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Doch der staatliche Einfluss, insbesondere durch das Land Niedersachsen, bremst den Konzern laut Dudenhöffer stark. Jetzt das komplette Interview ansehen!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.
Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.
Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.
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