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MÄRKTE EUROPA/Schwach - Drohung aus Russland belastet

DJ MÄRKTE EUROPA/Schwach - Drohung aus Russland belastet

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind am Dienstag unter deutlichen Abgabedruck geraten. Belastend wirken Medienberichte, wonach Russland seine Atomwaffendoktrin angepasst haben soll und nun den Einsatz von Nuklearwaffen auch dann erwägt, wenn das Land mit konventionellen Raketen angegriffen werden sollte und dabei von einer Nuklearmacht unterstützt werde. Dabei handelt es sich offenbar um eine Reaktion darauf, dass am Wochenende der scheidende US-Präsident Joe Biden laut US-Regierungsvertretern den ukrainischen Streitkräften erstmals erlaubte, Langstreckenraketen aus westlicher Produktion für Angriffe auf russisches Territorium einzusetzen.

Der DAX verliert 1,2 Prozent auf 18.964 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,3 Prozent auf 4.728 nach unten. An den Anleihemärkten geht es mit den Kursen nach oben, auch wenn sie von den Tageshochs bereits wieder deutlicher zurückgekommen sind. Die Anleger treten also die Flucht in vermeintlich sichere Häfen an. Entsprechend zieht auch der Goldpreis an, auch der Dollar legt zumindest leicht zu. Die Ölpreise fallen um knapp 1 Prozent.

Neue Mittelfristziele von Rheinmetall gefallen

Rheinmetall führen die Gewinnerliste im DAX mit einem Plus von 4,2 Prozent an. Hier sorgen weniger die Entwicklung in Russland als vielmehr neue Mittelfristziele für Käufe. Die operative Ergebnismarge soll 2027 bei rund 18 Prozent liegen, stellte die scheidende Finanzvorständin Dagmar Steinert anlässlich des Kapitalmarkttags in Aussicht. Das Umsatzwachstum der vergangenen Jahre soll anhalten. In drei Jahren rechnet der Rüstungs- und Autozulieferer mit einem Konzernumsatz von rund 20 Milliarden Euro.

Andere Rüstungsaktien wie vor allem Renk (+4,2%), Hensoldt (+0,7%) oder in Paris Thales (+0,4%) können sich der Schwäche des breiten Marktes ebenfalls entziehen. Alzchem gewinnen gut 3 Prozent, wobei hier zusätzlich ein höheres Kursziel durch die Analysten von Kepler stützt.

Thyssenkrupp hat in seinem Schlussquartal bereinigt besser als erwartet abgeschnitten. Die Analysten von Citi sprechen von einem positiven Ende eines schwierigen Geschäftsjahres. Das bereinigte operative Ergebnis liege mit 151 Millionen über dem Konsens von 120 Millionen, zugleich habe ein höherer Cashflow dazu geführt, dass die Nettoliquidität mit 4,4 Milliarden Euro über der Citi-Erwartung liege. Die Aktie macht einen Satz um über 8 Prozent nach oben. en.

Indikationen der Thyssenkrupp-Tochter Nucera für das vierte Quartal sind derweil nach Einschätzung der Citi-Analysten besser als erwartet ausgefallen. Sowohl das operative Ergebnis als auch die Umsätze lägen einen Tick über den Schätzungen, gestützt vom Auftragsbestand der Sparte alkalische Wasserelektrolyse. Für die Aktie geht es ebenfalls kräftig um 6,5 Prozent nach oben.

Imperial Brands legen in London um 2 Prozent zu. Das Umsatzwachstum des Tabakunternehmens ist laut RBC mit 4,6 Prozent deutlich besser als im Konsens erwartet ausgefallen. Der Nettogewinn lag mit 2,62 Milliarden Pfund über der Konsensschätzung von 2,21 Milliarden.

Nestle geben um 1,7 Prozent nach. Der Lebensmittelriese will mittelfristig stärker wachsen, hat das Margenziel 2025 aber gesenkt. Für die Analysten von Citi lässt der neue Plan Fragen offen, die möglicherweise nur durch drastischere Maßnahmen zur Umgestaltung des Portfolios beantwortet werden können. Das mittelfristige organische Umsatzwachstum von mehr als 4 Prozent bringe Nestle nicht wesentlich vor Konkurrenten wie Danone (-1,0%) und Unilever (-0,5%).

In hinteren Reihen am deutschen Aktienmarkt gewinnen Kontron nach dem Erhalt eines Großauftrags 2,2 Prozent. Nach Quartalszahlen verbilligen sich SFC Energy um 1,7 Prozent, während Springer Nature um 0,5 Prozent anziehen.

Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.727,73    -1,3%   -62,60   +4,6% 
Stoxx-50        4.227,84    -0,8%   -34,71   +3,3% 
DAX          18.964,15    -1,2%   -225,04   +13,2% 
MDAX          26.009,01    -0,7%   -186,17   -4,2% 
TecDAX         3.298,22    -1,1%   -35,34   -1,2% 
SDAX          13.218,80    -1,4%   -189,99   -5,3% 
FTSE          8.075,49    -0,4%   -33,83   +4,9% 
CAC           7.188,50    -1,2%   -89,73   -4,7% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,32          -0,06   -0,26 
US-Zehnjahresrendite    4,37          -0,05   +0,49 
 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Di, 8:25 Mo, 17:40  % YTD 
EUR/USD          1,0554    -0,4%   1,0580   1,0572  -4,4% 
EUR/JPY          162,44    -0,9%   163,53   163,86  +4,4% 
EUR/CHF          0,9322    -0,4%   0,9351   0,9365  +0,5% 
EUR/GBP          0,8356    -0,0%   0,8348   0,8357  -3,7% 
USD/JPY          153,95    -0,5%   154,60   155,01  +9,3% 
GBP/USD          1,2630    -0,4%   1,2673   1,2650  -0,7% 
USD/CNH (Offshore)    7,2406    +0,2%   7,2430   7,2375  +1,6% 
Bitcoin 
BTC/USD        91.798,40    +0,6%  91.874,20 92.026,90 +110,8% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         68,58    69,16    -0,8%   -0,58  -3,1% 
Brent/ICE         72,80    73,30    -0,7%   -0,50  -2,5% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         46,98    47,15    -0,4%   -0,17  +24,1% 
 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.634,36   2.611,99    +0,9%   +22,37  +27,7% 
Silber (Spot)       31,34    31,18    +0,5%   +0,16  +31,8% 
Platin (Spot)       965,83    969,50    -0,4%   -3,68  -2,6% 
Kupfer-Future        4,10     4,12    -0,6%   -0,03  +3,6% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

November 19, 2024 07:01 ET (12:01 GMT)

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SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

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