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MÄRKTE ASIEN/Fest - Stimuli-Signale in China wirken weiter

DJ MÄRKTE ASIEN/Fest - Stimuli-Signale in China wirken weiter

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--An den Aktienmärkten in Ostasien geht es am Dienstag nach oben. Während in China weiter die Hoffnung auf wirtschaftliche Anreize staatlicherseits für Kaufstimmung sorgt, kommt es in Seoul zu einer kräftigen Gegenbewegung auf die Verluste vom Vortag, zu denen es als Reaktion auf die politische Krise in Südkorea gekommen war. Der Schanghai-Composite macht einen Satz um 1,3 Prozent, der HSI in Hongkong lässt der Rally am Vortag ein Plus von 0,7 Prozent folgen. Anders als in Hongkong war der Handel in Schanghai am Montag bereits beendet, als das Politbüro aggressivere Maßnahmen andeutete, um die Konjunkturschwäche in China abzufedern, einschließlich eines Versprechens, den Immobilienmarkt zu stabilisieren.

China bereite mit ziemlicher Sicherheit weitere Hilfen für die Wirtschaft vor, im Idealfall es gäbe es auch mehr Klarheit über die Einzelheiten der Unterstützungsprogramme, sagt Harry Murphy Cruise, Wirtschaftsexperte bei Moody's Analytics. Ein Großteil der Stimulierungsmaßnahmen werde wahrscheinlich dem üblichen Programm Chinas folgen, das sich auf die Finanzierung von Bau und Infrastruktur, die Unterstützung des Immobilienmarktes und industriepolitische Maßnahmen für das verarbeitende Gewerbe konzentriere. "Was ich gerne sehen würde, ist mehr Unterstützung für die Haushalte", so der Ökonom.

Der neue Fokus des Politbüros auf die Stabilisierung des Aktienmarktes unterstreiche die wachsende Bedeutung des Kapitalmarktes und signalisiere wahrscheinlich, dass potenzielle Fonds zur Marktstabilisierung in der Pipeline seien, meinen derweil die Ökonomen von HSBC. Die Verlautbarung sendete ein klares Signal, dass weitere Stimulierungsmaßnahmen bevorstünden - ein zeitgemäßes Versprechen, weil die externen Unsicherheiten wahrscheinlich zunehmen dürften.

Die Notwendigkeit weiterer Stimuli unterstreichen Konjunkturdaten vom Tage. Sowohl die chinesischen Exporte wie auch die Importe sind im November unter den Erwartungen ausgefallen, wobei zumindest die Exporte immer noch um 6,7 Prozent höher ausfielen als im Vorjahr.

In Seoul, wo der Kospi um 2,3 Prozent zulegt, sprechen Teilnehmer von Schnäppchenkäufen nach den jüngsten Verlusten aufgrund der politischen Instabilität im Land. Auch die von China signalisierten Stimulierungsmaßnahmen trügen zu der Erholung bei.

Der Nikkei-Index in Tokio gewinnt 0,5 Prozent auf 39.366 Punkte. Auch hier verweisen Teilnehmer auf die Stimuli-Signale aus China als Stimmungsaufheller. Unterstützend wirkt daneben der zur gleichen Vortageszeit schwächere Yen.

In Sydney (-0,3%) folgt der Markt wie oft mehr der Vorgabe der US-Börsen, wo die Indizes leichter tendiert hatten. Von der australischen Notenbank gab es keine Überraschung, sie bestätigte angesichts der hartnäckigen Inflation den Leitzins mit 4,35 Prozent. Laut Richard Franulovich von Westpac haben die Notenbanker in der begleitenden Erklärung aber einen "zunehmend taubenhaften" Ton eingeschlagen. Unter anderem fehle die Formulierung, dass man nichts ausschließe bezüglich der zukünftigen Richtung des Zinsniveaus. Der australische Dollar gibt dazu passend etwas nach gegenüber dem US-Dollar.

Index (Börse)      zuletzt    +/- %   % YTD    Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)  8.399,10    -0,3%   +10,7%   06:00 
Nikkei-225 (Tokio)   39.365,92    +0,5%   +16,8%   07:00 
Kospi (Seoul)      2.413,80    +2,3%   -9,1%   07:00 
Schanghai-Comp.     3.448,42    +1,3%   +15,9%   08:00 
Hang-Seng (Hongk.)   20.558,80    +0,7%   +16,5%   09:00 
Straits-Times (Sing.)  3.817,75    +0,6%   +17,2%   10:00 
KLCI (Malaysia)     1.609,40    -0,1%   +10,9%   10:00 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %   00:00  Mo, 9:07  % YTD 
EUR/USD          1,0556    +0,0%   1,0555   1,0558  -4,4% 
EUR/JPY          159,69    +0,0%   159,64   158,76  +2,6% 
EUR/GBP          0,8281    +0,0%   0,8278   0,8275  -4,5% 
GBP/USD          1,2747    -0,0%   1,2750   1,2759  +0,1% 
USD/JPY          151,29    +0,0%   151,25   150,37  +7,4% 
USD/KRW         1.427,40    -0,1%  1.429,09  1.433,96  +10,0% 
USD/CNY          7,1795    -0,1%   7,1858   7,1966  +1,1% 
USD/CNH          7,2559    -0,2%   7,2675   7,2816  +2,0% 
USD/HKD          7,7736    -0,0%   7,7744   7,7781  -0,5% 
AUD/USD          0,6391    -0,8%   0,6442   0,6423  -6,1% 
NZD/USD          0,5828    -0,6%   0,5865   0,5839  -7,8% 
Bitcoin 
BTC/USD        96.630,30    -0,5% 97.114,90 99.423,70 +121,9% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         67,95    68,37   -0,6%   -0,42  -2,9% 
Brent/ICE         71,79    72,14   -0,5%   -0,35  -2,9% 
 
 
 
METALLE         zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.668,83   2.663,02   +0,2%   +5,81  +29,4% 
Silber (Spot)       31,96    31,83   +0,4%   +0,12  +34,4% 
Platin (Spot)       937,50    947,00   -1,0%   -9,50  -5,5% 
Kupfer-Future        4,20     4,22   -0,6%   -0,02  +6,3% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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December 10, 2024 00:41 ET (05:41 GMT)

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