Die Aktienmärkte erklimmen immer neue Rekordhöhen, doch wie lange kann der Höhenflug noch anhalten - Thorsten Polleit, Herausgeber des "Boom & Bust Reports", sieht das globale Fiatgeldsystem als zentralen Treiber hinter den spektakulären Kursgewinnen der letzten Jahrzehnte. In einem exklusiven Interview erklärt er, wie Zentralbanken durch die Ausweitung der Kreditmärkte die Zinsen künstlich senken und dadurch eine Spirale aus steigenden Bewertungen und spekulativer Euphorie anfeuern. "Fiatgeld wird aus dem Nichts geschaffen", erläutert Polleit. Durch Kreditvergabe entstehen Geldmengen, die ohne fundamentale Gegenwerte in Umlauf gebracht werden. Niedrige Zinsen erhöhen die Attraktivität von Investitionen, treiben die Preise für Aktien und Immobilien und schaffen oft Blasen, die irgendwann platzen. Beispiele wie die New-Economy-Krise 2000 oder die Finanzkrise 2008 zeigen, wie riskant diese Mechanismen sind. Trotz der Risiken sieht Polleit die Aktienmärkte weiter im Aufwind, warnt aber vor Übertreibungsphasen. Seine Empfehlung: 60 Prozent des Vermögens in Aktien investieren, 40 Prozent in liquiden Mitteln, bevorzugt in Gold, halten. "Anleger sollten mit Rückschlägen rechnen, aber langfristig bleiben die Märkte attraktiv."
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.
Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.
Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.
In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt besonders gefährlich erscheint – und bei denen Anleger genauer hinschauen sollten.
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bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen
Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu
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