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MÄRKTE USA/Wall Street mit Erholungsbewegung

DJ MÄRKTE USA/Wall Street mit Erholungsbewegung

DOW JONES--Die US-Börsen haben zu Wochenbeginn nach den deutlichen Kursverlusten am Freitag mit einer Kurserholung geschlossen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,9 Prozent höher bei 42.297 Punkte. Der S&P-500 notierte 0,2 Prozent fester, während der Nasdaq-Composite um 0,4 Prozent nachgab. Dabei gab es insgesamt 1.541 (Freitag: 549) Kursgewinner und 1.268 (2.265) -verlierer. Unverändert schlossen 41 (37) Titel.

Die Anleger schüttelten die überraschend starken Arbeitsmarktdaten vom Freitag im Handelsverlauf ab. In den USA waren im Dezember deutlich mehr Stellen geschaffen worden als erwartet, was der Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank einen zusätzlichen Dämpfer verpasste und für steigende Renditen am Anleihemarkt sorgte. Am Montag ging es mit den Marktzinsen jedoch weiter nach oben. Die Rendite zehnjähriger Papiere erhöhte sich um 2,3 Basispunkte auf 4,79 Prozent.

Für etwas Gegenwind sorgten auch neue Exportbeschränkungen der US-Regierung für Chips für künstliche Intelligenz. Der Halbleiterriese Nvidia hat daraufhin an den designierten US-Präsidenten Donald Trump appelliert, die neue Vorschriften der Biden-Administration zur KI-Technologie abzulehnen. Die Aktie von Nvidia gab um 2,0 Prozent nach, Micron büßten 4,3 Prozent ein.

Johnson & Johnson stiegen um 1,7 Prozent. Der US-Pharma- und Medizintechnikkonzern will das Biotechnologie-Unternehmens Intra-Cellular Therapies für insgesamt etwa 14,6 Milliarden US-Dollar übernehmen und sich im Bereich der Medikamente für neurologische Erkrankungen verstärken. Die Intra-Cellular-Aktie machte daraufhin einen Satz um 34,1 Prozent nach oben.

Die Aktie von T-Mobile rückte um 1,0 Prozent vor. Der Mobilfunkanbieter kauft für rund 600 Millionen Dollar in bar Vistar Media, ein auf Außenwerbung spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in New York.

Eli Lilly (-0,3%) verstärkt sein Portfolio an Krebstherapien mit einem milliardenschweren Zukauf. Der Pharmakonzern übernimmt das Brustkrebs-Behandlungsportfolio von Scorpion Therapeutics für bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar in bar.

Moderna knickten um 16,8 Prozent ein. Der Impfstoffhersteller verschreckte mit einem äußerst schwachen Umsatzausblick 2025.

Dollar etwas fester - Ölpreise steigen

Am Devisenmarkt zeigte sich der Dollar etwas fester. Der Dollarindex stieg um 0,2 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die schwindenden Zinssenkungserwartungen. Der Euro pendelte um die Marke von 1,02 Dollar. "Die Parität ist nahe, 95 Dollar-Cent je Euro sind möglich", so ein Marktanalyst.

Verschärfte US-Sanktionen gegen Russland gaben den Ölpreisen Auftrieb. Die Sanktionen zielen darauf ab, den Ölhandel Russlands mit China und Indien zu unterbrechen und diese beiden Hauptabnehmer russischen Öls dazu zu zwingen, auf andere Bezugsquellen auszuweichen. Die Preise für die Sorten WTI und Brent erhöhten sich um bis zu 2,7 Prozent.

Der Goldpreis gab deutlich nach. Der Preis für die Feinunze sank um 1,1 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die hohen Marktzinsen, die das selbst zinslose Edelmetall für Anleger unattraktiver mache.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA        42.297,12    +0,9%   358,67   -0,6% 
S&P-500       5.836,25    +0,2%    9,21   -0,8% 
Nasdaq-Comp.    19.088,10    -0,4%   -73,53   -1,2% 
Nasdaq-100     20.784,72    -0,3%   -62,86   -1,1% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,39     +1,3    4,38    15,2 
5 Jahre         4,61     +4,4    4,56    22,9 
7 Jahre         4,71     +3,0    4,68    22,9 
10 Jahre         4,79     +2,3    4,76    21,8 
30 Jahre         4,97     +2,5    4,94    18,8 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Mo, 8:29 Fr, 17:21  % YTD 
EUR/USD        1,0218    -0,3%   1,0209   1,0229  -1,3% 
EUR/JPY        161,13    -0,3%   160,72   161,47  -1,1% 
EUR/CHF        0,9383    -0,1%   0,9368   0,9390   0% 
EUR/GBP        0,8390    -0,0%   0,8417   0,8385  +1,4% 
USD/JPY        157,66    -0,0%   157,44   157,87  +0,2% 
GBP/USD        1,2177    -0,3%   1,2128   1,2196  -2,7% 
USD/CNH (Offshore)   7,3512    -0,2%   7,3543   7,3598  +0,2% 
Bitcoin 
BTC/USD       93.640,95    -0,2%  93.692,50 93.735,10  -1,1% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        78,67    76,57    +2,7%   +2,10  +9,7% 
Brent/ICE        80,86    79,76    +1,4%   +1,10  +8,1% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF        48,25    45,45    +6,2%   +2,81 -10,1% 
 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.661,99   2.690,45    -1,1%   -28,46  +1,4% 
Silber (Spot)      29,60    30,41    -2,7%   -0,81  +2,5% 
Platin (Spot)     953,53    958,80    -0,6%   -5,28  +5,1% 
Kupfer-Future      4,30     4,28    +0,5%   +0,02  +7,4% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.de

DJG/err/

(END) Dow Jones Newswires

January 13, 2025 16:13 ET (21:13 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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