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MÄRKTE USA/Technologietitel von günstiger KI-Alternative gedrückt

DJ MÄRKTE USA/Technologietitel von günstiger KI-Alternative gedrückt

DOW JONES--Der Wall Street steht ein ganz schwacher Wochenstart bevor, Technologietiteln mit KI-Bezug droht gar ein Einbruch. Der Aktienterminmarkt lässt auf Verluste von rund 2 Prozent schließen, bei der technologielastigen Nasdaq könnte der Abschlag bis zu 4 Prozent ausmachen. Denn Ungemach kommt aus China, wo ein Startup-Unternehmen den US-Platzhirschen der KI-Branche Konkurrenz machen könnte. Das neue chinesische KI-Programmwerkzeug Deepseek schaffte es im App-Store von Apple auf Position eins und bedroht damit die Dominanz der US-Unternehmen im Sektor. Deepseek hatte einen freien Assistenten am 20. Januar eingeführt und konkurriert damit nun direkt mit ChatGPT von Microsoft-Kooperationspartner OpenAI und anderen. Das Programm aus China ist letztlich kostengünstiger und kommt mit weniger fortgeschrittenen Halbleitern und einem geringeren Datenumfang aus.

"Deepseek R1 ist eine der erstaunlichsten und beeindruckendsten Errungenschaften, die ich je gesehen habe", urteilt Risikokapitalgeber und Berater von US-Präsident Donald Trump, Marc Andreessen. Experten sehen die Technologie von Deepseek zwar hinter der von OpenAI und Google zurück, aber sie ist trotzdem eine offenbar kostengünstigere Konkurrenz.

Der schnelle Erfolg des Programms stellt langjährige Annahmen in Frage, dass KI enorme Investitionen von Unternehmen erfordert und US-Unternehmen bei der Entwicklung eine führende Rolle einnehmen. Marktstratege Louis Gave von Gavekal Research wagt einen historischen Vergleich und spricht von einem "Sputnik-Moment". "Chinas Start des neuen Deepseek-Sprachenmodells zu einem Bruchteil der Kosten vergleichbarer US-KI-Lösungen stellt eine ganze Reihe von Überzeugungen in Frage, die den Bullenmarkt bei US-Wachstumsaktien gestützt haben", erläutert Gave weiter. Er will selbst einen Crash bei Technologieaktien wie jener Anfang der 2000er-Jahre nicht gänzlich ausschließen.

Die Fortschritte von Deepseek im Bereich KI haben am Markt Sorgen über die wachsende Nachfrage nach Rechenleistung ausgelöst, wie die Analysten von Jefferies feststellen. Die Stimmung für Halbleiteraktien mit KI-Bezug leide unter der Nachricht, dass das chinesische KI-Unternehmen ein Open-Source-Modell für wichtige Sprachen entwickelt habe, das die Leistung des Flaggschiffmodells von OpenAI erreiche, aber nur einen Bruchteil der Rechenleistung benötige, resümieren die Analysten.

Unter den Branchentiteln stürzen Nvidia vorbörslich um 11,5 Prozent ab, Microsoft büßen 4,8 Prozent ein und Advanced Micro Devices (AMD) 3,8 Prozent. In ersten Marktreaktionen hatten die Notierungen zum Teil noch deutlicher im Minus gelegen. Die Titel von Vertiv, ein Hersteller von Kühltechnik für Datenzentren, brechen um 15,9 Prozent ein. Sollte sich Deepseek etablieren, würden wohl sehr viel weniger Datenzentren mit eintsprechender Rechnenleistung benötigt, heißt es.

Dollar und Renditen mit Deepseek runter

Auch am Rentenmarkt beherrscht Deepseek die Schlagzeilen, denn die Verunsicherung am Aktienmarkt treibt Anleger in den vermeintlich sicheren Anleihehafen, wo die Notierungen deutlich anziehen und die Renditen somit in den Keller drücken. "Die KI aus China hat die Welt im Sturm genommen", sagt Devisenanalyst Marc Chandler von Bannockburn. Sollte sich eine günstigere KI-Technologie durchsetzen, hielte diese auch die Inflation im Zaum und rechtfertigte somit auch niedrigere Leitzinsen, so eine weitere Stimme am Markt zu den sinkenden Renditen. Auch das Landeverbot von US-Militärmaschinen mit Migranten an Bord in Kolumbien verunsichere und stützten US-Anleihen. Die politische Situation könne hier schnell eskalieren, warnen Beobachter mit Blick auf US-Präsident Trump.

Am Devisenmarkt sinkt der Dollar in die Nähe eines Sechswochentiefs, der Dollarindex büßt 0,4 Prozent ein. Sollten die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich einer sehr viel günstigeren KI-Technologie wie es Deepseek gerade aufzeige eintreten, wären gewaltige Investitionen in den USA bedroht und drohten abgeschrieben zu werden. Dies hätte ähnlich wie beim Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er-Jahre Auswirkungen auf die Realwirtschaft und dürfte die US-Notenbank mittelfristig zu einer sehr viel taubenhafteren Haltung zwingen, erläutern Devisenanalysten die Dollar-Schwäche.

Die Sorge vor einem wirtschaftlichen und KI-getriebenen Abschwung drückt indes die Erdölpreise leicht.

AT&T überzeugt

Unter den Einzelaktien geben United States Steel 1,4 Prozent nach, laut einem Bericht will der aktivistische Investor Ancora den Stahlkonzern zur Aufgabe der Fusionspläne mit Nippon Steel drängen.

Gegen den schwachen Markttrend steigen AT&T um 3,5 Prozent. Der Telekommunikationskonzern hat im vierten Quartal von einem weiteren Anstieg der Kundenzahl profitiert. Die Gesellschaft steigerte den Gewinn deutlich und übertraf die Erwartungen.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA prüft einen Antrag des Pharmakonzerns Merck & Co auf eine erweiterte Anwendung seines oralen Krebsmedikaments Welireg bei Patienten mit seltenen Nebennierentumoren vorrangig. Der Kurs klettert um 0,8 Prozent.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit        Rendite   Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre          4,20     -7,1     4,27      -3,9 
5 Jahre          4,34     -8,2     4,42      -4,0 
7 Jahre          4,43     -9,9     4,53      -4,6 
10 Jahre         4,54     -9,2     4,63      -3,2 
30 Jahre         4,78     -6,7     4,85      -0,1 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Mo, 7:35 Uhr Fr, 17:10 Uhr % YTD 
EUR/USD         1,0519    +0,3%    1,0462     1,0516 +1,6% 
EUR/JPY         162,37    -0,6%    163,30     163,77 -0,3% 
EUR/CHF         0,9459    -0,4%    0,9488     0,9511 +0,8% 
EUR/GBP         0,8410    +0,1%    0,8398     0,8420 +1,6% 
USD/JPY         154,34    -0,9%    156,10     155,71 -1,9% 
GBP/USD         1,2507    +0,3%    1,2458     1,2488 -0,1% 
USD/CNH (Offshore)   7,2422    -0,1%    7,2690     7,2404 -1,3% 
Bitcoin 
BTC/USD       101.019,50    -3,2%   99.690,60   105.950,80 +6,7% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD % YTD 
WTI/Nymex        74,39    74,66     -0,4%     -0,27 +4,4% 
Brent/ICE        78,00    78,50     -0,6%     -0,50 +4,2% 
GAS               VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF        48,125    49,77     -3,3%     -1,65 -1,5% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD % YTD 
Gold (Spot)      2.754,05   2.770,84     -0,6%     -16,80 +5,0% 
Silber (Spot)      30,39    30,58     -0,6%     -0,20 +5,2% 
Platin (Spot)      951,25    951,15     +0,0%     +0,10 +4,9% 
Kupfer-Future       4,24     4,30     -1,3%     -0,06 +5,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

(END) Dow Jones Newswires

January 27, 2025 08:50 ET (13:50 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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