Anzeige
Mehr »
Samstag, 28.03.2026 - Börsentäglich über 12.000 News

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
927 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/DAX verliert 400 Punkte - Autoaktien auf Talfahrt

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX verliert 400 Punkte - Autoaktien auf Talfahrt

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Angst vor einem globalen Handelskrieg drückt zum Wochenauftakt auf die europäischen Aktienkurse. Der DAX gibt zunächst fast 400 Punkte ab, aktuell notiert er nur noch 1,6 Prozent auf 21.380 Punkte im Minus. Vorbörslich hatte es nach noch deutlich stärkeren Verlusten ausgesehen. Der Euro-Stoxx-50 verliert ebenfalls 1,6 Prozent und steht bei 5.204 Punkten. "Nun sind es die Zölle, die die lange erwartete Konsolidierung an den europäischen Aktienmärkten einleiten", so ein Marktteilnehmer. US-Präsident Donald Trump hat nun Zölle von 25 Prozent auf Einfuhren aus Mexiko und Kanada in Kraft gesetzt, auf Energie aus Kanada sind es 10 Prozent. Beide Länder wollen nun mit Gegenmaßnahmen reagieren. Auch auf Einfuhren aus China hat Trump Zölle von 10 Prozent verhängt, auf Einfuhren aus der EU hat er Zölle angekündigt.

"Überraschend ist die Entwicklung eigentlich nicht", so ein Marktteilnehmer. Andererseits seien die Zölle nach der jüngsten Rally um 2.000 Punkte "ein willkommener Anlass" für Gewinnmitnahmen, sagt er. Mit einem Plus von 9,4 Prozent hat der DAX im Januar bereits mehr Gewinn erzielt als eine durchschnittliche Jahresperformance - und das, nachdem bereits die beiden vergangenen Jahre mit Gewinnen von je etwa 20 Prozent sehr stark gewesen waren.

Andererseits haben sich offensichtlich schon viele Marktteilnehmer auf einen kräftigen Rückschlag positioniert. Das zeigt die Entwicklung an der Terminbörse am Freitag mit der Put-Call-Ratio von 5 auf DAX-Optionen. Mit den vielen Puts sichern sich Marktteilnehmer gegen fallende Kurse ab oder setzen gar auf einen kräftigen Rücksetzer. Irgendwann lösen sie die Puts auf und streichen so ihre Gewinne ein, und die daraus resultierenden Käufe am Aktienmarkt treiben dann die Kurse wieder nach oben.

VW "im Brennpunkt der Zölle"

"Sie stehen mit den verhängten Zöllen besonders im Brennpunkt", so ein Marktteilnehmer zu Volkswagen. VW ist einer der größten Autobauer in Mexiko und fertigt dort auch für den US-Markt. Hinzu kommt laut Beobachtern eine Batteriezellenfabrik, die von der Konzerntochter PowerCo in Kanada gebaut wird. Der Kurs gibt 5,3 Prozent ab.

Daneben fallen Daimler Truck um 5,3 Prozent, BMW um 4,5 Prozent und Porsche AG um 4,6 Prozent. Neben VW stehen zum Wochenauftakt auch Porsche AG im Blick, hier geht es aber vor allem um Personalien, mit denen das Unternehmen auf die schwache operative Entwicklung reagiert. Der langjährige Finanzvorstand Lutz Meschke und Vertriebschef Detlev von Platen sollen aus dem Vorstand ausscheiden. Porsche steckt, wie viele andere Autohersteller auch, besonders in China momentan in der Krise. Der Absatz sackte auf dem größten Automarkt vergangenes Jahr um mehr als ein Viertel ab. "Porsche reagiert nun, das sollte eigentlich positiv aufgenommen werden", sagt ein Beobachter.

Mit Blick auf die von US-Präsident Trump verhängten und angekündigten Zölle meint er, Porsche dürften unter diesen kaum leiden. Das gelte zumindest in dem Szenario, dass Einfuhren aus der EU mit einem Zoll von 10 Prozent belegt werden. "Wer in den USA einen Porsche kaufen will, lässt es nicht an 10 Prozent Zoll scheitern", so der Beoachter mit Blick auf die entsprechende Käuferschicht. Der Kurs verliert mit 3,9 Prozent deutlich weniger als VW. Der Branchenindex der Autoaktien in Europa gibt 3,7 Prozent ab.

Telkomwerte und Versorger stabil

Relativ gut halten sich die Indizes der Telekomtitel und der Versorger, beide hängen wenig am Welthandel und können sich knapp behaupten. Im DAX gewinnen Deutsche Telekom 0,4 Prozent und Eon 0,3 Prozent.

Im SDAX steigen Atoxx Software mit Kaufempfehlungen um 4 Prozent. Das Minus von 6 Prozent bei Thyssenkrupp ist zur Hälfte dem Dividendenabschlag geschuldet.

Kurseinbruch bei Julius Bär - zur "Kulturrevolution"

Julius Bär brechen um 8,5 Prozent ein. Der Konzern hat zwar den Nettogewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, die Kernkapitalquote verfehlte jedoch die Erwartungen. "Der Markt reagiert verschnupft auf die Kernkapitalquote", so ein Marktteilnehmer zu Julius Bär. Mit 14,2 Prozent liege sie klar unter dem Konsens von 14,8 Prozent. "Allerdings laufen die Gewinne gut und mit dem CEO-Wechsel weht ein frischer Wind", sagt er. Von daher seien die Chancen gut, dass der Kurs schon bald wieder nach oben laufe. "Rückschlag zum Kauf nutzen", sagt er.

L'Oreal trennt sich von einem Teil seiner Beteiligung an Sanofi. Das dürfte den Kurs von Sanofi aber nicht stärker drücken, weil die Titel über das Aktienrückkaufprogramm des Pharmakonzerns abfließen. Während Sanofi mit einem Minus von 0,5 Prozent vergleichsweise gut im Markt liegen, geben L'Oreal 1,7 Prozent ab. Und ABB hat nun ein weiteres Aktienrückkaufprogramm angekündigt, es soll bis zu 1,5 Milliarden Dollar umfassen. Der Kurs fällt trotzdem um 2,7 Prozent.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.204,22    -1,6%    -82,65     +6,3% 
Stoxx-50        4.559,28    -1,1%    -48,46     +5,8% 
DAX          21.379,90    -1,6%    -352,15     +7,4% 
MDAX          26.184,18    -2,0%    -546,76     +2,3% 
TecDAX         3.675,74    -1,4%    -51,62     +7,6% 
SDAX          14.393,14    -1,5%    -225,26     +5,0% 
FTSE          8.568,04    -1,2%    -105,92     +6,8% 
CAC           7.830,39    -1,5%    -119,78     +6,1% 
 
Rentenmarkt       zuletzt          absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,42           -0,04     +0,06 
US-Zehnjahresrendite    4,55           +0,01     -0,02 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- % Mo, 8:01 Uhr Fr, 17:22 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,0244    -0,1%    1,0248     1,0394 -1,1% 
EUR/JPY          159,13    +0,2%    159,19     160,96 -2,3% 
EUR/CHF          0,9388    +0,2%    0,9383     0,9448 +0,1% 
EUR/GBP          0,8318    -0,1%    0,8335     0,8364 +0,5% 
USD/JPY          155,39    +0,2%    155,47     154,86 -1,2% 
GBP/USD          1,2315    +0,0%    1,2293     1,2427 -1,6% 
USD/CNH (Offshore)    7,3401    -0,3%    7,3374     7,2918 +0,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        95.122,10    -2,9%   94.135,75   105.211,50 +0,5% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD % YTD 
WTI/Nymex         74,19    72,53     +2,3%     +1,66 +4,1% 
Brent/ICE          0,00    76,76    -100,0%     -76,76 +2,6% 
GAS                VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF         53,215    53,65     -0,8%     -0,43 +6,6% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD % YTD 
Gold (Spot)       2.798,50   2.799,05     -0,0%     -0,56 +6,6% 
Silber (Spot)       31,16    31,32     -0,5%     -0,15 +7,9% 
Platin (Spot)       966,50    983,50     -1,7%     -17,00 +6,6% 
Kupfer-Future        4,24     4,28     -1,0%     -0,04 +5,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 03, 2025 03:48 ET (08:48 GMT)

Copyright (c) 2025 Dow Jones & Company, Inc.

© 2025 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und Ihr Depot auf den Energiepreisschock vorbereiten!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.